• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Footer springen
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • English

Leicht lesen

Logo Österreichischer Behindertenrat

Österreichischer Behindertenrat

Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

  • Aktuelles
    • News
    • Presseaussendungen
    • Magazin „monat“
      • monat Archiv
    • Veranstaltungen
    • Festakt: 50 Jahre Österreichischer Behindertenrat
    • Fachkonferenz 2026: Gewalt
    • Fachkonferenz 2025: Barrierefreiheitsgesetz
    • Fachkonferenz 2024: Gesundheit
  • Der Österreichische Behindertenrat
    • Aufgaben
    • Forderungen des Österreichischen Behindertenrats
    • Präsidium
    • Team
    • Mitglieder
    • Mitglied / Partner werden
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Forum Selbstvertretung
    • Kompetenzteams
    • Inklusive Planungsgruppe
    • euro-key. Schlüssel für mehr Unabhängigkeit
    • Gewaltschutzrichtlinie
    • Kontakt und Anfahrt
    • Presse
  • Recht und Soziales
    • Stellungnahmen
    • Positionspapiere
    • Nationaler Aktionsplan
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Staatenprüfung 2023
  • EU und international
    • Stellungnahmen international
    • Lobbying
    • Europäisches Behindertenforum
    • Europäischer Behindertenausweis – European Disability Card
    • Europäisches Parlament der Menschen mit Behinderungen
  • Projekte und Initiativen
    • Ideenwettbewerb UNIKATE
    • Frauen mit Behinderungen
    • Demos
    • LICHT INS DUNKEL
  • Kontakt
  • Impressum
  • English
  • Leicht Lesen
    • Das sind die Aufgaben des Österreichischen Behinderten-Rates
Startseite › Aktuelles › News › Diakonie fordert Inklusion statt Segregation

Diakonie fordert Inklusion statt Segregation

23. November 2023

Umverteilung von Ressourcen aus dem Sonderschulwesen in inklusive Schulen laut Diakonie dringend geboten

Schüler*innen und Schüler mit und ohne Behinderungen lachen gemeinsam.

Als „Zudecken der gravierenden Mängel bei der Inklusion im Bildungsbereich“ kritisiert die Diakonie Schlussfolgerungen, welche das Bildungsministerium aus einer Studie zur Vergabe des sonderpädagogischen Förderbedarfs zieht. „Die Ableitungen aus der Studie bestärken das segregierende Schulsystem, anstatt es zu hinterfragen“, betont Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich.

„Fakt ist: Der Fachausschuss für inklusive Bildung, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen monitort, hat erst im August im Rahmen der Staatenprüfung „eklatante Versäumnisse seitens der Politik‘ festgestellt“, erinnert Diakonie-Direktorin Moser. „Wenn das Bildungsministerium nun in einer Pressemeldung verkündet, dass ‚Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen im Schulsystem adäquat unterstützt und begleitet‘ werden, grenzt das an Realitätsverweigerung.“

Sonderschulen und Segregation

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat am 22.11.23 in einer Pressemeldung über die Ergebnisse einer Studie berichtet, in der die Vergabepraxis eines sonderpädagogischen Förderbedarfs (SPF) bundesweit vergleichen wird. Der Studie zufolge seien 97,7% der Eltern „mit der im Verfahren zur Vergabe des sonderpädagogischen Förderbedarfs festgesetzten Schule sehr zufrieden bzw. zufrieden“. Das zeigt dem Ministerium zufolge, dass die Wahlfreiheit für Eltern, in welchem Setting ihr Kind beschult werde – entweder in einer Kleinklasse an einer Sonderschule oder in einer inklusiv geführten Klasse einer Regelschule – für Eltern große Bedeutung habe.

Die Diakonie kritisiert dies als „Scheinwahlfreiheit“: „Wir sehen in der Praxis, dass Regelschulen, so wie sie sind, in vielen Fällen die individuelle Begleitung für Kinder mit speziellen Bedürfnissen nicht leisten können. Neben fehlenden Unterstützungs- und Therapie-Angeboten sind es oft auch bauliche Barrieren, die den Besuch der Regelschule für Kinder mit Behinderungen unmöglich machen“, weiß die Diakonie-Direktorin zu berichten. „Folglich entscheiden sich Eltern oft für die Sonderschule. Sie müssen notgedrungen in Kauf nehmen, dass ihre Kinder keinen Kontakt zu Regelschüler:innen haben und schon früh ausgegrenzt werden. Was als „Wahlfreiheit“ bezeichnet wird, bereitet in Wahrheit schon früh einen Boden für Diskriminierung und Ausgrenzung.“

Inklusion ist für alle gut, nicht nur für Schüler*innen mit Behinderung

„Wir als Diakonie kritisieren die Trennung zwischen Sonder- und Regelschulen und die vermeintliche Wahlfreiheit, weil es dadurch zur Segregation kommt und Chancengleichheit schon früh und nachhaltig verhindert wird“, betont Moser.

Auch der UN-Fachausschuss, der im August 2023 die Umsetzung der inklusiven Bildung nach der UN-Behindertenrechtskonvention im Rahmen der Staatenprüfung stark kritisierte, empfiehlt Österreich das Ende des Sonderschul-Ausbaus und fordert eine nationale Strategie für eine inklusive Bildung.

Aus Studien ist bekannt, dass eine diverse Schulkultur einen wesentlichen Beitrag zum positiven Schul- und Klassenklima leistet und vom individualisierten Unterricht alle Kinder kognitiv und sozial profitieren, nicht nur Kinder mit SPF.

„Dass Sonderschulen für Schüler*innen mit Behinderungen besser sind, ist hingegen nicht belegt. Dafür gibt es in Österreich keine empirischen Nachweise“, so Tobias Buchner, Vorsitzender des Monitoringausschusses zur Überprüfung der UN-Behinderten-Konvention.

Behinderungsspezifische Etikettierung beenden

Behindertenverbände, Behinderten-Selbstvertreter:innen und Expert:innen kritisieren die bisherige Etikettierungspraxis des SPF-Verfahrens, da sie ihren Blick einzig auf Defizite und mangelnde Fähigkeiten richtet. Die Einteilung in „behindert“ und „nicht behindert“ steht von vornherein einem inklusiven Bildungssystem entgegen und kann auch nur in seltenen Fällen wieder rückgängig gemacht wird. Wahre Inklusion gleicht unterschiedliche Startbedingungen aus, betrachtet Möglichkeiten des gesamten Umfeld, baut Barrieren ab und richtet den Blick auf Fähigkeiten und Talente, die jede Person mitbringt.

Was braucht es für mehr Inklusion? Forderungen der Diakonie

Deshalb fordert die Diakonie ein Neudenken von Schule und eine Umverteilung von Ressourcen aus dem Sonderschulwesen in inklusive Schulen.

„Würde man alle Ressourcen, die heute in die Diagnostik und in den Erhalt und Ausbau von Sonderschulen fließen, in die Öffnung der Regelschule für inklusives Miteinander stecken, wäre ein großer Schritt getan“, so Moser.

Wovor die Diakonie warnt, ist allerdings, Inklusion als Sparmaßnahme misszuverstehen. Es geht um den Ausbau und die entsprechende Verteilung von Ressourcen, damit Inklusion – statt der scheinbaren „Wahlfreiheit“ – zum Standard wird. Denn Bildung muss etwas wert sein. Und damit Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen können, braucht es entsprechende Unterstützungsleistungen für alle.

Andrea Strohriegl

Sidebar

euro-key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key Standorte in Österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Ankündigung der Fachkonferenz „Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen – Ursachen, Prävention und Schutz“ am 8. Oktober 2026 im ÖGB Catamaran. Logo des Österreichischen Behindertenrats.

Jahreskonferenz 2026

30. Juli 2026

Konferenz: Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen Ursachen, Prävention und Schutz

Person prüft Dokumente bei einer Besprechung an einem Schreibtisch.

Position des Österreichischen Behindertenrats zu Begutachtungen

28. Juli 2026

Ein Ende Juli 2026 veröffentlichtes Positionspapier widmet sich insbesondere den Themen (fehlende) Expertise der Gutachter*innen, Gutachten bzw. den Begutachtungsprozess, Barrierefreiheit und Unterstützung im Begutachtungsprozess, Unabhängigkeit sowie Beschwerdemanagement und Monitoring und formuliert entsprechende Forderungen.

Laptop, davor ein Notizbuch mit Stift, rechts eine Teetasse

Studieren an der Bertha von Suttner Privatuniversität

12. August 2026

An der Bertha von Suttner Privatuniversität wird neben den Zertifikatsprogrammen „Barrierefreiheit und Inklusion“ sowie „Co-Creation und Inclusive Technologies“ auch das Masterstudium „Inklusion und Transformation in Organisationen“ angeboten.

Zwei lachende Menschen feiern vor einer Regenbogenfahne und buntem Konfetti. Im Bild stehen das Logo der VHS Simmering sowie „#barrierefrei – Gemeinsam lernen in der VHS Simmering für eine inklusive Zukunft“.

Inklusive VHS-Bildungsangebote

7. August 2026

Inklusive Bildungsangebote der VHS Simmering im Herbst 2026

Die Broschüre „Menschen mit Behinderungen in Österreich – Befragungen 2024“ in Leichter Sprache liegt auf einem hellen Holzschreibtisch. Daneben befinden sich eine Kaffeetasse, eine Brille, ein Notizbuch mit Stift und eine Zimmerpflanze.

Statistik Austria: Bericht in Leichter Sprache und ÖGS

5. August 2026

Menschen mit Behinderungen in Österreich 2024: Neue Angebote in Leichter Sprache und Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS).

Österreichischer Behindertenrat

1100 Wien, Favoritenstraße 111/11
dachverband@behindertenrat.at
Telefon +43 1 5131533

Vielen Dank für Ihre Spende:
Erste Bank: BLZ 20111
IBAN: AT34 2011 1000 0791 4849

Quicklinks

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Leicht Lesen
  • EuroKey

Unsere Social Media-Kanäle:

  • Facebook
  • Bluesky
  • LinkedIn
  • Instagram

© 2026 · Österreichischer Behindertenrat