Seit 2024 erreichen den Österreichischen Behindertenrat immer wieder Meldungen über dubiose Spendensammlungen vor und in Supermärkten. Die Personen geben vor, Geld für die Einrichtung eines Zentrums für gehörlose Kinder und Menschen mit Behinderungen zu sammeln. Häufig verwenden Sie ein Klemmbrett mit einer Adressliste, auf der angeblich bereits gespendete Geldbeträge angezeigt werden. Häufig geben die Spendensammler*innen auch vor, gehörlos zu sein.
Nun erreichte uns erneut eine Meldung aus Niederösterreich zu einem solchen Fall. Eine Leserin berichtet, dass sie am 7. September 2026 beim BIPA in der Europastraße 7, 3442 Langenrohr, von einem Mann angesprochen wurde, der Spenden sammelte. Nachdem sie 10 Euro gegeben hatte, forderte er sie auf, mehr zu spenden, und zeigte dabei auf die bereits gespendeten Beträge. Als sie dies ablehnte, verschwand der Mann.
Bereits im September 2024 wurde vor solchen Spendensammlungen gewarnt. Die Personen geben vor, Geld für die Einrichtung eines Zentrums für gehörlose Kinder und Menschen mit Behinderungen zu sammeln. Teilweise wird dabei im Namen von „Handicap International“ oder anderen Organisationen gesammelt.
Auch „Handicap International“ warnt aktuell vor solchen Falsch-Sammlungen. Die Organisation berichtet unter anderem von Fällen, bei denen Personen zu Kartenzahlungen aufgefordert wurden und anschließend deutlich höhere Beträge abgebucht wurden als beabsichtigt, beispielsweise 1.020 Euro statt 20 Euro.
Der Österreichische Behindertenrat und Handicap International führen keine Haus- und Straßensammlungen durch. Der „Landesverband für behinderte und taubstumme Kinder“ existiert nicht.
Sollte Ihnen eine solche Spendensammlung auffallen, geben Sie kein Geld und melden Sie den Vorfall der Polizei.
