Rechte statt Almosen! Ausstellung zu 100 Jahren Behindertenbewegung
„Rechte statt Almosen!“ beleuchtet die Anfänge der österreichischen Behindertenbewegung. Eröffnung ist am 29. September im Haus der Geschichte Österreich.
Im Haus der Geschichte Österreich eröffnet am 29. September 2026 die Ausstellung „Rechte statt Almosen! Die österreichische Behindertenbewegung in der Zwischenkriegszeit“. Die Wanderausstellung widmet sich den Anfängen der organisierten Behindertenbewegung in Österreich vor 100 Jahren.
1926 gründeten Menschen mit körperlichen Behinderungen in Wien die „Erste Österreichische Krüppelarbeitsgemeinschaft“. Unter dem Motto „Arbeit, nicht Mitleid“ setzte sich die Gruppe für bessere Lebensbedingungen und mehr Selbstbestimmung ein. Zu ihren zentralen Forderungen gehörten der Zugang zu Arbeit, Bildung und medizinischer Versorgung.

Gezeigt werden die Aktivitäten und Persönlichkeiten dieser frühen Behindertenbewegung. Dabei wird sichtbar, mit welchen Formen von Ausgrenzung und Abwertung Menschen mit Behinderungen in der Zwischenkriegszeit konfrontiert waren. Zugleich dokumentiert die Ausstellung den Einsatz der Aktivisten für Selbsthilfe, gesellschaftliche Teilhabe und politische Mitsprache.
Entstanden ist die Wanderausstellung im Rahmen des Projekts „100 Jahre Behindertenbewegung“ von Volker Schönwiese und Angela Wegscheider. Beide beschäftigen sich seit mehreren Jahren wissenschaftlich mit der Geschichte der österreichischen Behindertenbewegung.
Zur Eröffnung begrüßt Monika Sommer, Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich. Kuratorin Angela Wegscheider von der Johannes Kepler Universität Linz führt in die Ausstellung ein.
Anschließend findet ein Gespräch über die Bedeutung der Geschichte der Behindertenrechtsbewegung statt. Daran nehmen Volker Schönwiese, Behindertenaktivist, Wissenschaftler und langjähriger Vertreter der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, Martin Ladstätter, Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats sowie Gründer und Obmann von BIZEPS, Christine Steger, Behindertenanwältin der Republik Österreich, und Kurt G. Beck, Enkel von Wilfried und Johanna Kobras, die in der frühen österreichischen Behindertenbewegung aktiv waren, teil.
Die Veranstaltung dauert rund 90 Minuten. Die Beiträge finden in deutscher Lautsprache statt. ÖGS-Dolmetschung wird bei Bedarf angeboten und kann bei der Anmeldung angegeben werden. Auch die Nutzung eines Rollstuhls kann im Anmeldeformular bekannt gegeben werden.
Beginn der Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, 29. September 2026, um 18:30 Uhr im Haus der Geschichte Österreich, Neue Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Zu sehen ist „Rechte statt Almosen!“ bis 11. November 2026 im Haus der Geschichte Österreich.
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Haus der Geschichte Österreich: Wanderausstellung „Rechte statt Almosen!“