Am 17. Februar 2026 fand im Österreichischen Parlament die Auftaktveranstaltung zur Zero Project Conference 2026 statt. Abgeordnete aller fünf Parlamentsparteien präsentierten ausgewählte, preisgekrönte Innovationen zur Stärkung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Österreich und verpflichteten sich, diese bei einer möglichen Umsetzung zu unterstützen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz. Grußworte sprachen Martin Essl, Gründer des Zero Project, sowie Anthony Banbury, Präsident der International Foundation for Electoral Systems. Klaus Widl, Präsident des Österreichischen Behindertenrats, verwies in seiner Rede auf die internationale Bedeutung der Konferenz, auf Wien als Veranstaltungsort und auf das Engagement der Familie Essl für eine Welt ohne Barrieren.
Durch das Programm führte ORF-Journalist Andreas Onea. Lesungen von Maria Hofstätter und Gregor Seberg begleiteten die Präsentationen.
Michael Fembeck, CEO des Zero Project, berichtete von knapp 600 Nominierungen aus rund 100 Ländern. 75 Projekte sowie eine zusätzliche Gruppe von Arts Awardees wurden 2026 ausgezeichnet. Die thematischen Schwerpunkte sind Barrierefreiheit, IT-Lösungen sowie Krisen- und Katastrophenmanagement.
FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Ragger stellte das Projekt ASI vor, das Menschen mit Lernschwierigkeiten bei Krankenhausaufenthalten begleitet. Daniel Clavero Herrero von der Fundación Personas erläuterte die Umsetzung.
ÖVP-Nationalratsabgeordnete Heike Eder präsentierte die KI-gestützte Text-to-Speech-App „Talk to Me, Goose!“. David Betts von Mundell Designs ging auf Funktion und Zielsetzung ein.
SPÖ-Nationalratsabgeordnete Verena Nussbaum stellte das Projekt „Equal Treatment“ der Europäischen Plattform für Rehabilitation vor. Alicia Gomez Campos und Roberto Zanon erläuterten die Inhalte.
NEOS-Abgeordnete Fiona Fiedler präsentierte die Notruf-App TapSOS. Becca Hume von Inclutech Ltd. erklärte deren Einsatzmöglichkeiten.
Grünen-Abgeordneter Ralph Schallmeiner stellte die Sprachtherapie-App „Sofi Sova“ vor. Marina Cupic von Solutaria Doo informierte über Konzeption und Anwendung.
An der Diskussion beteiligten sich unter anderem Franz-Joseph Huainigg, Karin Stöckler, Bernadette Feuerstein, Rudolf Kravanja, Julia Moser, Heidemarie Egger, Simon Couvreur und Daniele Marano.
Zum Abschluss betonte Bundesratspräsident Markus Stotter, dass Inklusion in den Gemeinden, Bezirken und Bundesländern beginne und Menschen mit Behinderungen aktiv in Entscheidungen einbezogen werden sollen.
Die Zero Project Conference findet von 18. bis 20. Februar 2026 in der Wiener UNO-City statt. Erwartet werden mehr als 1.000 Teilnehmer*innen aus rund 100 Ländern.
>> Aufzeichnung der Veranstaltung


Service-Links
Zero Project Conference 2026: Accessibility, ICT, and Crisis Response
Zero Project Unternehmensdialog
Zero Project 2026: Innovationen für Inklusion – Hohes Haus vom 22.02.2026