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Startseite › Aktuelles › News › Barbie aus dem Autismus-Spektrum

Barbie aus dem Autismus-Spektrum

12. Januar 2026

Der Spielwarenhersteller Mattel präsentiert eine Barbie mit Merkmalen, Accessoires und Kleidung, die typische Aspekte von Menschen aus dem Autismus Spektrum widerspiegeln.

Barbie mit rosa Kopfhörern
Die Barbie trägt geräuschreduzierende Kopfhörer als modisches Accessoire © Mattel

Die am 12. Jänner 2025 vom Spielwarenhersteller Mattel präsentierte Barbie-Puppe soll eine Frau aus dem Autismus-Spektrum darstellen. Die Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Autistic Self Advocacy Network (ASAN), einer Organisation, die von Menschen aus dem Autismus Spektrum geführt wird. Ziel war, Merkmale von Autismus möglichst authentisch darzustellen.

Die Puppe hat eine neue Gesichtsform und einen leicht seitlich gerichteten Blick, da manche Menschen aus dem Autismus-Spektrum direkten Augenkontakt vermeiden. Bewegliche Ellbogen und Handgelenke ermöglichen die Darstellung von selbststimulierendem Verhalten oder Handbewegungen, die einige Menschen aus dem Autismus Spektrum zur Verarbeitung von Reizen oder als Ausdruck von Freude nutzen.

Zu den Accessoires gehören ein Fidget Spinner, geräuschreduzierende Kopfhörer und ein Tablet mit symbolbasierter Kommunikation. Die Kleidung ist locker geschnitten, um sensorischem Empfinden Rechnung zu tragen, und die flachen Schuhe dienen der Stabilität.

Barbie nutzt unterstützte Kommunikation
Die Barbie nutzt unterstützte Kommunikation. © Mattel

Für den Launch im deutschsprachigen Raum Deutschland arbeitet Mattel mit Rafaela Lisbeth Kiene, einer Frau aus dem Autismus Spektrum und Sozialarbeiterin, zusammen. Diese weist darauf hin, dass viele Barrieren durch eine Umwelt entstehen, die auf unterschiedliche Wahrnehmungen nicht eingestellt ist, und dass Repräsentation im Kinderzimmer ein frühzeitiges Verständnis fördern kann.

Frau mit blonden Locken hält Barbie in der Hand.
Rafaela Lisbeth Kiene klärt auf ihren Social-Media-Kanälen über neurodivergente
Lebensrealitäten auf. „Als autistische Frau und Sozialarbeiterin weiß ich, dass Autismus für viele Menschen als Einschränkung wahrgenommen wird. Viele Barrieren entstehen dabei erst durch eine Umwelt, die auf unterschiedliche Wahrnehmungen nicht eingestellt ist. Repräsentation im Kinderzimmer kann helfen, für diese Realität früher eine Sprache zu finden und Verständnis zu fördern“, so Kiene.

Die Barbie ist Teil der Fashionistas-Kollektion, die mehr als 175 verschiedene Modelle umfasst und unterschiedliche Hautfarben, Haarstrukturen, Körperformen sowie Behinderungen abbildet. Zuvor veröffentlichte Mattel eine Barbie mit Langstock und eine Puppe mit dunkler Hautfarbe, deren Gesichtszüge jenen einer Frau mit Trisomie 21 ähneln. Bereits 2023 kam eine weiße Barbie auf den Markt, die eine Puppe mit Down-Syndrom symbolisiert. Darüber hinaus vertreibt der Spielwarenhersteller Puppen mit Hörgeräten und Rollstühlen. Seit Juli 2025 sind in den Regalen von Spielwarenhändlern Barbies erhältlich, die Frauen mit Typ-1-Diabetes repräsentieren.

Die Barbie, die eine Frau aus dem Autismus-Spektrum darstellt, ist seit dem 12. Jänner 2026 im Handel erhältlich.

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