• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Footer springen
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • English

Leicht lesen

Logo Österreichischer Behindertenrat

Österreichischer Behindertenrat

Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

  • Aktuelles
    • News
    • Presseaussendungen
    • Magazin „monat“
    • monat Archiv
    • Veranstaltungen
    • Fachkonferenz 2025: Barrierefreiheitsgesetz
    • Nationalratswahl 2024
    • EU-Wahl 2024
  • Der Österreichische Behindertenrat
    • Aufgaben
    • Präsidium
    • Team
    • Mitglieder
    • Partner
    • Besetzungsvorschläge für den Bundesbehindertenbeirat nach § 10 Abs 1 Z 6 BBG
    • Forum Selbstvertretung
    • Kompetenzteams
    • Inklusive Planungsgruppe
    • Gewaltschutzrichtlinie
    • Forderungen des Österreichischen Behindertenrats
    • Kontakt und Anfahrt
    • Presse
  • Recht und Soziales
    • EuroKey – Schlüssel für mehr Unabhängigkeit
    • Stellungnahmen
    • Positionspapiere
    • Nationaler Aktionsplan
    • Besetzungsvorschläge für den Bundesbehindertenbeirat nach § 10 Abs 1 Z 6 BBG
    • Staatenprüfung 2023
  • EU und international
    • Stellungnahmen international
    • Lobbying
    • Europäisches Behindertenforum
    • Europäischer Behindertenausweis – European Disability Card
    • Europäisches Parlament der Menschen mit Behinderungen
  • Projekte und Initiativen
    • Ideenwettbewerb UNIKATE
    • Frauen mit Behinderungen
    • Demos
    • LICHT INS DUNKEL
  • Kontakt
  • Impressum
  • English
  • Leicht Lesen
Startseite › Aktuelles › News › Diakonie fordert Inklusion statt Segregation

Diakonie fordert Inklusion statt Segregation

23. November 2023

Umverteilung von Ressourcen aus dem Sonderschulwesen in inklusive Schulen laut Diakonie dringend geboten

Schüler*innen und Schüler mit und ohne Behinderungen lachen gemeinsam.

Als „Zudecken der gravierenden Mängel bei der Inklusion im Bildungsbereich“ kritisiert die Diakonie Schlussfolgerungen, welche das Bildungsministerium aus einer Studie zur Vergabe des sonderpädagogischen Förderbedarfs zieht. „Die Ableitungen aus der Studie bestärken das segregierende Schulsystem, anstatt es zu hinterfragen“, betont Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich.

„Fakt ist: Der Fachausschuss für inklusive Bildung, der die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen monitort, hat erst im August im Rahmen der Staatenprüfung „eklatante Versäumnisse seitens der Politik‘ festgestellt“, erinnert Diakonie-Direktorin Moser. „Wenn das Bildungsministerium nun in einer Pressemeldung verkündet, dass ‚Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen im Schulsystem adäquat unterstützt und begleitet‘ werden, grenzt das an Realitätsverweigerung.“

Sonderschulen und Segregation

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat am 22.11.23 in einer Pressemeldung über die Ergebnisse einer Studie berichtet, in der die Vergabepraxis eines sonderpädagogischen Förderbedarfs (SPF) bundesweit vergleichen wird. Der Studie zufolge seien 97,7% der Eltern „mit der im Verfahren zur Vergabe des sonderpädagogischen Förderbedarfs festgesetzten Schule sehr zufrieden bzw. zufrieden“. Das zeigt dem Ministerium zufolge, dass die Wahlfreiheit für Eltern, in welchem Setting ihr Kind beschult werde – entweder in einer Kleinklasse an einer Sonderschule oder in einer inklusiv geführten Klasse einer Regelschule – für Eltern große Bedeutung habe.

Die Diakonie kritisiert dies als „Scheinwahlfreiheit“: „Wir sehen in der Praxis, dass Regelschulen, so wie sie sind, in vielen Fällen die individuelle Begleitung für Kinder mit speziellen Bedürfnissen nicht leisten können. Neben fehlenden Unterstützungs- und Therapie-Angeboten sind es oft auch bauliche Barrieren, die den Besuch der Regelschule für Kinder mit Behinderungen unmöglich machen“, weiß die Diakonie-Direktorin zu berichten. „Folglich entscheiden sich Eltern oft für die Sonderschule. Sie müssen notgedrungen in Kauf nehmen, dass ihre Kinder keinen Kontakt zu Regelschüler:innen haben und schon früh ausgegrenzt werden. Was als „Wahlfreiheit“ bezeichnet wird, bereitet in Wahrheit schon früh einen Boden für Diskriminierung und Ausgrenzung.“

Inklusion ist für alle gut, nicht nur für Schüler*innen mit Behinderung

„Wir als Diakonie kritisieren die Trennung zwischen Sonder- und Regelschulen und die vermeintliche Wahlfreiheit, weil es dadurch zur Segregation kommt und Chancengleichheit schon früh und nachhaltig verhindert wird“, betont Moser.

Auch der UN-Fachausschuss, der im August 2023 die Umsetzung der inklusiven Bildung nach der UN-Behindertenrechtskonvention im Rahmen der Staatenprüfung stark kritisierte, empfiehlt Österreich das Ende des Sonderschul-Ausbaus und fordert eine nationale Strategie für eine inklusive Bildung.

Aus Studien ist bekannt, dass eine diverse Schulkultur einen wesentlichen Beitrag zum positiven Schul- und Klassenklima leistet und vom individualisierten Unterricht alle Kinder kognitiv und sozial profitieren, nicht nur Kinder mit SPF.

„Dass Sonderschulen für Schüler*innen mit Behinderungen besser sind, ist hingegen nicht belegt. Dafür gibt es in Österreich keine empirischen Nachweise“, so Tobias Buchner, Vorsitzender des Monitoringausschusses zur Überprüfung der UN-Behinderten-Konvention.

Behinderungsspezifische Etikettierung beenden

Behindertenverbände, Behinderten-Selbstvertreter:innen und Expert:innen kritisieren die bisherige Etikettierungspraxis des SPF-Verfahrens, da sie ihren Blick einzig auf Defizite und mangelnde Fähigkeiten richtet. Die Einteilung in „behindert“ und „nicht behindert“ steht von vornherein einem inklusiven Bildungssystem entgegen und kann auch nur in seltenen Fällen wieder rückgängig gemacht wird. Wahre Inklusion gleicht unterschiedliche Startbedingungen aus, betrachtet Möglichkeiten des gesamten Umfeld, baut Barrieren ab und richtet den Blick auf Fähigkeiten und Talente, die jede Person mitbringt.

Was braucht es für mehr Inklusion? Forderungen der Diakonie

Deshalb fordert die Diakonie ein Neudenken von Schule und eine Umverteilung von Ressourcen aus dem Sonderschulwesen in inklusive Schulen.

„Würde man alle Ressourcen, die heute in die Diagnostik und in den Erhalt und Ausbau von Sonderschulen fließen, in die Öffnung der Regelschule für inklusives Miteinander stecken, wäre ein großer Schritt getan“, so Moser.

Wovor die Diakonie warnt, ist allerdings, Inklusion als Sparmaßnahme misszuverstehen. Es geht um den Ausbau und die entsprechende Verteilung von Ressourcen, damit Inklusion – statt der scheinbaren „Wahlfreiheit“ – zum Standard wird. Denn Bildung muss etwas wert sein. Und damit Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen können, braucht es entsprechende Unterstützungsleistungen für alle.

von Andrea Strohriegl 

Sidebar

Euro-Key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key standorte in österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Mann steht in einem Festsaal und hält eine Rede, hinter ihm steht ein Weihnachtsbaum, rechts ist eine Gebärdensprachdolmetscherin zu sehen

Menschen mit Behinderungen feiern mit dem Bundespräsidenten

17. Dezember 2025

Am 16. Dezember 2025 kamen Menschen mit Behinderungen aus ganz Österreich zu einem vorweihnachtlichen Empfang in der Wiener Hofburg zusammen. Eingeladen hatten Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Doris Schmidauer.

Tablet, auf dem Nachrichten aus dem Parlament in einfacher Sprache zu sehen sind

Neuigkeiten aus dem Parlament jetzt auch zum Anhören

7. November 2025

Die Parlamentsdirektion bietet Meldungen in einfacher Sprache als Audio-Version an und stärkt damit Barrierefreiheit und Teilhabe.

Kind malt mit bunten Ölkreiden, Foto: Unsplash/Stephen Andrews

Inklusion in Wiener Kindergärten: Anspruch und Realität

22. Oktober 2025

Über 1.500 Kinder mit Unterstützungsbedarf warten in Wien auf Kindergartenplätze. Fachkräftemangel und Bürokratie bremsen den Ausbau inklusiver Gruppen.

mehrere Menschen sitzen auf dem Grasboden vor dem Schloss Hartheim

Schreibwerkstatt Ohrenschmaus 2025: „Unsere Vergangenheit – unsere Zukunft“: Erinnerungskultur mixed-abled

25. September 2025

Neues Pilot-Projekt: Mixed-Abled Schreibwerkstatt Ohrenschmaus 2025 Erinnerungskultur

Österreichischer Behindertenrat

1100 Wien, Favoritenstraße 111/11
dachverband@behindertenrat.at
Telefon +43 1 5131533

Vielen Dank für Ihre Spende:
Erste Bank: BLZ 20111
IBAN: AT34 2011 1000 0791 4849

Quicklinks

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Leicht Lesen
  • EuroKey

Unsere Social Media-Kanäle:

  • Facebook
  • Bluesky
  • LinkedIn
  • Instagram

© 2026 · Österreichischer Behindertenrat