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Startseite › Aktuelles › News › ORF barrierefrei – Aktionsplan 2025–2028

ORF barrierefrei – Aktionsplan 2025–2028

18. März 2026

Neuer Aktionsplan zum Ausbau der Barrierefreiheit: ORF bietet 2026 so viel barrierefreies Programm wie noch nie.

Frau mit Locken untertitelt eine Sendung
Untertitelung der ZIB Zack mini, Foto: ORF

Der ORF hat einen neuen Aktionsplan für mehr Barrierefreiheit vorgestellt. Mehr als 30.000 Stunden barrierefreies Programm gab es bereits im Jahr 2025. Der Ausbau soll in den kommenden Jahren weitergehen.

Mehr barrierefreies Programm als je zuvor

Im Jahr 2025 hat der ORF sein barrierefreies Angebot weiter erhöht. Insgesamt wurden mehr als 30.000 Stunden Programm mit Untertiteln, Österreichischer Gebärdensprache, Audiodeskription und Nachrichten in Einfacher Sprache angeboten.

Damit wurde das Angebot erneut deutlich ausgebaut. Der Aktionsplan zeigt, welche Schritte in den nächsten Jahren folgen sollen.

Wichtigste Eckpunkte des Aktionsplans

  • Steigerung der Untertitelungs-Quote auf 82,6 Prozent bis 2028
  • Nach Möglichkeit: Steigerung der Audiodeskription auf mehr als 4.200 Sendestunden bis 2028
  • Tägliche Nachrichten in Einfacher Sprache in einem ORF-Programm
  • Ausbau der Angebote mit Österreichischer Gebärdensprache (z.B. ein weiteres mögliches Magazin)
  • Umfassendes barrierefreies Angebot auf ORF ON und ORF KIDS
  • Etablierung des Einsatzes neuer Technologien
Portrait Martin Ladstätter: Mann mit braun-grauem Haar sitzt in einem E-Rollstuhl, trägt eine blaue Weste und ein blaues Shirt und lächelt freundlich in die Kamera

„Es freut uns, dass der Österreichische Behindertenrat feststellt, dass die gute Zusammenarbeit mit dem ORF Einfluss auf den Aktionsplan genommen hat.
In den letzten Jahren hat der ORF seine Ziele im Bereich der Barrierefreiheit regelmäßig übertroffen. Wir hoffen, dass dieser positive Weg auch in Zukunft fortgesetzt wird.“

Martin Ladstätter, MA
Der Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats vertritt im ORF-Publikumsrat den Bereich Menschen mit Behinderungen.

Untertitel werden weiter ausgebaut

Ein wichtiger Schwerpunkt bleibt die Untertitelung. 2025 wurden rund 69,8 Prozent des gesamten Fernsehprogramms untertitelt. Das ist mehr als ursprünglich geplant.

Auf ORF 2 sind bereits rund 95 Prozent des Programms untertitelt. Auch in besonders wichtigen Bereichen wie Informationssendungen, Kindersendungen und im Hauptabendprogramm gibt es hohe Anteile an barrierefreien Angeboten.

Neu ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Damit können Untertitel automatisch erstellt werden, auch bei Live-Sendungen. So wurde zum Beispiel „Bundesland heute“ erstmals durchgehend mit Untertiteln ausgestattet.

Bis 2028 soll der Anteil an untertitelten Sendungen weiter steigen.

Mehr Angebote in Gebärdensprache

Auch die Österreichische Gebärdensprache wird weiter ausgebaut. 2025 wurden rund 1.100 Stunden Programm mit Gebärdensprache angeboten. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Neben regelmäßigen Sendungen wie Nachrichten oder Magazinen gibt es auch immer mehr barrierefreie Sondersendungen. In Zukunft sollen weitere Formate mit Gebärdensprache dazukommen.

Audiodeskription wird erweitert

Für blinde und sehbehinderte Menschen wird das Angebot an Audiodeskription weiter erhöht. Dabei werden Bildinhalte beschrieben, um das Verständnis zu erleichtern.

2025 wurden rund 3.860 Stunden Programm mit Audiodeskription angeboten. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf Filmen und Serien am Abend.

Bis 2028 soll dieses Angebot weiter wachsen.

Nachrichten in Einfacher Sprache

Nachrichten in Einfacher Sprache sind ein fester Bestandteil des ORF-Angebots. Es gibt sie im Fernsehen, im Radio, im Internet und im Teletext. Seit 2025 gibt es zusätzlich einen Podcast in Einfacher Sprache.

Künftig sollen alle Angebote in Einfacher Sprache besser gebündelt werden, damit sie leichter gefunden werden können.

Barrierefreiheit auch online

Auch im Online-Bereich wird das Angebot weiter ausgebaut. Auf der Streaming-Plattform ORF ON sind bereits viele Inhalte mit Untertiteln verfügbar.

Neue Sendungen und auch Inhalte aus dem Archiv werden schrittweise barrierefrei gemacht.

Gesetzliche Vorgaben und klare Ziele

Der Ausbau der Barrierefreiheit ist gesetzlich geregelt. Der ORF muss den Anteil barrierefreier Inhalte laufend erhöhen.

Der Aktionsplan legt fest, welche Maßnahmen in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Dazu gehören der Ausbau aller barrierefreien Angebote sowie der Einsatz neuer Technologien.

Der Plan wird gemeinsam mit Organisationen von Menschen mit Behinderungen erstellt.

Ziel bis 2030

Langfristig verfolgt der ORF das Ziel, möglichst alle Sendungen barrierefrei zugänglich zu machen.

Der neue Aktionsplan zeigt, dass dieses Ziel Schritt für Schritt näher rückt.

Service-Links

ORF barrierefrei – Aktionsplan 2025-2028

ORF barrierefrei – Ergänzung Aktionsplan 2025-2028

ORF barrierefrei – Aktionsplan in Einfacher Sprache 2025-2028

Quelle: ORF

Österreichischer Behindertenrat

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Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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