Italien ist von 6. bis 15. März 2026 Gastgeberland der 14. Paralympischen Winterspiele MILANO CORTINA 2026. Rund 665 Athlet*innen aus 50 Nationen treten in 79 Medaillenentscheidungen in sechs Sportarten an: Para-Ski Alpin, Para-Biathlon, Para-Langlauf, Ice Sledge Hockey, Para-Snowboard und Rollstuhlcurling. Die Eröffnung findet am 6. März 2026 in der Arena von Verona statt, die Schlussfeier am 15. März 2026 im Cortina Curling Olympic Stadium.
19 Athlet*innen für Österreich nominiert
Zwei Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele nominierte das Österreichische Paralympische Committee das Paralympic Team Austria. Insgesamt 19 Athlet*innen inklusive Guides vertreten Österreich bei den Spielen. Das Team setzt sich aus sechs Damen und 13 Herren zusammen und ist in vier Sportarten vertreten: Para-Ski-Alpin mit 15 Athlet*innen, Para-Langlauf und Para-Biathlon mit einem Athleten sowie Para-Snowboard mit drei Athleten. In Rollstuhlcurling und Para-Eishockey stellt Österreich keine Teams.
Neun Athlet*innen feiern ihr Paralympics-Debüt. Markus Salcher bestreitet seine fünften Paralympischen Winterspiele und kündigte an, dass es seine letzte Teilnahme sein wird. Jüngste Teamangehörige ist Lilly Sammer mit 16 Jahren, ältester Athlet ist Para-Snowboarder Oliver Dreier, der am 14. März seinen 48. Geburtstag feiert. Die meisten Athlet*innen kommen aus Tirol, gefolgt von Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Oberösterreich.
Vereidigung und Vorbereitung
Zehn Tage vor der Eröffnung wurde das Team im Rahmen einer offiziellen Feier im Palais Berg vereidigt. Rund 200 Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Tourismus verabschiedeten die Delegation. Die Feier wurde live auf ORF Sport+ übertragen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen richtete eine Grußbotschaft an das Team, auch Vertreter*innen der Bundesregierung nahmen teil.
Im Vorfeld der Abreise fand im Rahmen der Einkleidungsausgabe ein Teamworkshop statt. Athlet*innen, Guides und Betreuer*innen erhielten Informationen zu Anti-Doping, medizinischen Aspekten, mentaler Vorbereitung sowie organisatorischen Abläufen. Als Chef de Mission fungiert in MILANO CORTINA Patrick Mayrhofer.
Elisabeth Aigner muss absagen
Kurz vor Beginn der Spiele wurde bekannt, dass Elisabeth Aigner nicht antreten kann. Die Guide und Schwester von Veronika Aigner zog sich Anfang Februar bei einem Weltcup-Start in Tignes einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Trotz intensiver Reha-Maßnahmen ist sie für die Paralympischen Winterspiele nicht rechtzeitig fit geworden. Veronika Aigner kann dennoch teilnehmen und mit einem anderen Guide an den Start gehen. Die Abstimmung dazu erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Ski Austria.
Service Links
Österreichisches Paralympisches Committee