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Startseite › Aktuelles › News › Peer-Mobilitätstraining

Peer-Mobilitätstraining

22. Juli 2024

Mobilitätstrainer*innen mit Behinderungen unterstützen bei der selbstständigen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

mehrere Personen überqueren einen Zebrastreifen
Mobilitätstraining bei Jugend am Werk Steiermark mit ausgebildeten Mobilitätstrainer*innen. Foto: : Jugend am Werk Steiermark/Miriam Raneburger

Jugend am Werk Steiermark bildet im Zuge eines neuen Projekts Mobilitätstrainer*innen aus. Dabei handelt es sich um Menschen mit Behinderungen, die sich bereits sicher im öffentlichen Raum bewegen und andere beim Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel begleiten.

„Arbeit, Beschäftigung, ein funktionierendes soziales Netzwerk und eigene Freizeitgestaltung sind entscheidend für ein selbstbestimmtes Leben. Dazwischen liegen Wegstrecken, die bewältigt werden müssen – und genau da kommen unsere Mobilitätstrainer*innen ins Spiel. Sie erleichtern anderen Menschen mit Behinderung den Schritt in die individuelle Mobilität und damit zu einem Mehr an Selbstbestimmung. So denken wir bei Jugend am Werk Inklusion in allen möglichen Bereichen vor“, erklärt Andreas Pepper, Geschäftsbereichsleiter Arbeit und Beschäftigung von Jugend am Werk Steiermark.

Mobilitätstraining – Hürden im öffentlichen Verkehr überwinden

Seit Juni 2024 gibt es 20 neue Mobilitätstrainer*innen bei Jugend am Werk, die in Graz und Kapfenberg aktiv sind. Bis Ende des Jahres wird eine weitere Gruppe in Knittelfeld ihre Ausbildung abschließen.

Die Trainer*innen absolvierten jeweils einen 70-stündigen Kurs zu den Themenbereichen Verkehr, Erste Hilfe und Kommunikation. Auch praktische Einheiten sind Teil des Programms. „Im öffentlichen Verkehr gibt es viele Hürden zu meistern: Vom Fahrscheinkauf über das Finden der richtigen Haltestelle bis zum Einstieg mit dem Rollator“, erklärt Projektleiterin Manuela Fink. „Unsere Mobilitätstrainer*innen kennen diese Probleme nicht nur, sondern bewegen sich auch sicher und selbstständig im öffentlichen Raum. Ihr Wissen geben sie an andere Menschen mit Behinderung weiter und die Erfahrung zeigt uns: Das funktioniert. Erfolgreiche Vorbilder erleichtern den Umstieg enorm.“

Gemeinsam Strecken üben

Das Angebot richtet sich an Menschen mit Behinderungen, die bereits Kund*innen bei Jugend am Werk sind, also in einer betreuten Wohnform leben oder in Beschäftigungsangeboten arbeiten. Sie können sich Strecken aussuchen, die dann gemeinsam mit den Mobilitätstrainer*innen geübt werden. Die Trainer*innen begleiten zunächst vor Ort und sind dann auch während der ersten eigenen Fahrten erreichbar. „Falls es zu Unsicherheiten kommt, können unsere Kund*innen direkt mit den Trainer*innen Kontakt aufnehmen. Sie erhalten ein Mehr an Selbstbestimmung und unsere Trainer*innen für ihre Unterstützung ein Honorar – so profitieren alle Beteiligten“, fasst Fink zusammen.

Andrea Strohriegl

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euro-key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key Standorte in Österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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