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Startseite › Aktuelles › News › Herausforderungen für Frauen mit Behinderungen bei Hitze

Herausforderungen für Frauen mit Behinderungen bei Hitze

7. März 2025

Am 7. März 2025 wurde die Sendung ohne Barrieren zum Thema „Herausforderungen für Frauen mit Behinderungen bei Hitze“ auf OKTO  ausgestrahlt.

vertrocknete Blume
Foto: Unsplah/Pawel Czerwinski

Anlässlich des Internationalen Frauentags 2025 setzen sich Manuela Lanzinger vom Präsidium des Österreichischen Behindertenrats und Nash Bonosevich von Ninlil damit auseinander, weshalb gerade Frauen mit Behinderungen stärker von Hitze betroffen sind als andere Menschen. In der Sendung ohne Barrieren wird erörtert, was Frauen mit Behinderungen selbst gegen Hitzebelastungen tun können, aber auch, was vor allem die Politik unternehmen kann.

https://youtu.be/-L0ZMiiVJLE?feature=shared

Transkript der Sendung

Sendung ohne Barrieren zum Internationalen Frauentag mit Mag. Manuela Lanzinger (Präsidiumsmitglied, Österreichischer Behindertenrat) und Nash Bonosevich (Ninlil)

M. Lanzinger: Anlässlich des Frauentags setzen wir uns damit auseinander, warum gerade Frauen mit Behinderungen stärker von Hitze betroffen sind. Und was sie einerseits selbst, aber was vor allem auch die Politik dagegen unternehmen kann. Mein Name ist Manuela Lanzinger, ich bin Präsidiumsmitglied vom Österreichischen Behindertenrat. Der Österreichische Behindertenrat ist die gesetzliche Interessensvertretung und vertritt in Österreich ca. 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen. Beim Österreichischen Behindertenrat sind über 85 Mitgliedsorganisationen vertreten.

N. Bonosevich (Beraterin bei Ninlil): Ninlil steht für Empowerment und Beratung von Frauen mit Behinderungen. Ninlil ist eingeteilt in zwei Arbeitsbereiche, in Zeitlupe und Kraftwerk. Zeitlupe ist Peer-Beratung von Frauen mit Behinderungen für Frauen mit Behinderungen. Kraftwerk ist die Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen mit Lernschwierigkeiten.

M. Lanzinger: Frauen mit Behinderungen haben oft chronische Krankheiten, die weniger bekannt sind, wo weniger Forschungsgelder reinlaufen und wo daher gar nicht die Situation ganz klar ist, welche Diagnose hier überhaupt infrage kommt oder worunter hier Frauen überhaupt leiden. Und daher kann aber auch weniger gesagt werden, wie dann überhaupt bei der jeweiligen Krankheit Frauen auch bei Hitze reagieren und wie sehr sie dann auch mit Hitze Probleme haben und darunter leiden.

N. Bonosevich: Es gibt Studien und Theorien, wie zum Beispiel die Hitze Aggressionshypothese, die besagen, dass bei steigender Temperatur auch die Bereitschaft für Gewalt steigt. Seit 2012 erkennt auch die UN, also die Vereinten Nationen an, dass Klima und Gender miteinander verankert sind. Frauen mit Behinderungen sind zwei bis dreimal häufiger von Gewalt betroffen als Frauen ohne Behinderungen. Grund dafür ist, dass sie einen höheren Unterstützungsbedarf haben und somit höheren Abhängigkeitsstrukturen ausgeliefert sind. Sowohl privat, also wenn sie zum Beispiel von Angehörigen unterstützt werden, wo eine hohe emotionale Abhängigkeit vorhanden ist, als auch institutionell, wo sie struktureller Gewalt ausgesetzt sind. Wie viele Studien zeigen, wirkt Klima und in diesem Fall Hitze, oft wie ein Verstärker bereits bestehende Ungleichheiten. Das heißt, Frauen mit Behinderungen würden noch mehr betroffen sein.

M. Lanzinger: Frauen mit Behinderungen sind immer von Mehrfachdiskriminierungen betroffen. Wir nennen das Intersektionalität. Gerade bei Frauen mit Behinderungen kommt dazu, dass sie oft nicht nur mit ihrer eigenen Behinderungen einmal klarkommen müssen, sondern sehr oft auch einerseits weniger Geld haben und damit auch die Wohnungssituation viel problematischer ist, was gerade bei Hitze oft auch zu großen Problemen führen kann, weil dann eben auch der Hitzeschutz in diesen sehr günstigen Wohnungen sehr, sehr schwierig ist. Die andere Situation ist, dass Frauen auch viel mehr Carearbeit leisten. Das heißt, sich einerseits um Kleinkinder oder Kinder kümmern müssen oder auch um pflegebedürftige Angehörige kümmern müssen, die ja auch zusätzlich verschiedene Probleme bei Hitze haben. Und daher sind Frauen mit Behinderungen oft dann nicht nur damit konfrontiert, sich selbst bei Hitze zu schützen, sondern auch, wie sie ihr ganzes Umfeld bewahren können, um unter massiver Hitze zu leiden.

N. Bonosevich: Auch den Zugang zu kühlen Orten ist teilweise für Frauen mit Behinderungen erschwert. Zum Beispiel gibt es in Wien die coolen Zonen. Diese sind einfach Räume, die man begehen kann, die keinen Konsumzwang haben, die konsumfrei sind und wo man sich einfach hingegeben kann und diese 20 bis 24 Grad haben und für alle zugänglich. Für Frauen mit Behinderungen fehlt aber oftmals eine übersichtliche Information oder eine Verfügbarkeit dieser Informationen, die übersichtlich aufbereitet ist, so dass sie verständlich ist, auch für Frauen mit Lernschwierigkeiten. Wir selber bei Ninlil als Beratungsstelle sehen auch tagtäglich, was es bedeutet, mit Hitze umzugehen, so dass es für unsere Frauen möglich ist, hierher zu kommen. Einerseits ist es erschwert für Frauen mit Behinderungen durch die Hitze hindurch zu uns zu kommen und deshalb braucht es zum Beispiel flexible Absage-Regelungen, damit die Frauen wirklich Tag für Tag schauen können, wie ist ihre körperliche Verfasstheit, was schaffe ich heute. Schaffe ich es heute zur Beratungsstelle zu gehen oder nicht, und dass das auch wirklich möglich ist, ohne dass es irgendwelche Konsequenzen hat. Viele Beratungsstellen können das nicht ermöglichen.

Service-Link

OKTO

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Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

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Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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