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Startseite › Aktuelles › News › 80 Jahre KOBV: Festakt im Wiener Rathaus

80 Jahre KOBV: Festakt im Wiener Rathaus

14. Oktober 2026

Der KOBV – Der Behindertenverband für Wien, Niederösterreich und Burgenland feierte sein 80-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Wiener Rathaus. Auch der Österreichische Behindertenrat war vertreten.

Zahlreiche Gäste sitzen an festlich gedeckten runden Tischen in der Volkshalle des Wiener Rathauses anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des KOBV. Der historische Saal ist von hohen Säulen, einem Kreuzrippengewölbe und großen bunten Glasfenstern geprägt.

Am 14. Oktober 2026 lud der KOBV – Der Behindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland anlässlich seines 80-jährigen Jubiläums in die Volkshalle des Wiener Rathauses. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Behindertenorganisationen nahmen an der Feier teil. Für den Österreichischen Behindertenrat waren Präsident Klaus Widl, Vizepräsidentin Manuela Lanzinger und Öffentlichkeitsarbeiterin Kerstin Huber-Eibl anwesend.

KOBV-Präsident Franz Groschan erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die Geschichte des 1946 gegründeten Verbandes und würdigte besonders das Engagement seiner ehrenamtlichen Funktionär*innen. Heute zählt der KOBV mehr als 32.000 Mitglieder und knapp 2.000 Ehrenamtliche, die sich für die Interessen und Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Klaus Widl: Rechte müssen im Alltag ankommen

Behindertenrats-Präsident Klaus Widl betonte in seiner Festrede die Bedeutung des KOBV als größte Mitgliedsorganisation des Österreichischen Behindertenrats. Er würdigte insbesondere die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen, die Menschen mit Behinderungen beraten, unterstützen und sich vor Ort für ihre Rechte einsetzen.

Widl erinnerte an den Wandel der Behindertenpolitik: Während früher Fürsorge und Versorgung im Mittelpunkt standen, gehe es heute um Rechte, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe. Trotz wichtiger Fortschritte bestünden weiterhin zahlreiche Barrieren, etwa am Arbeitsmarkt, in der Bildung, beim Wohnen und im Gesundheitswesen.

„Viele Rechte bestehen schon lange auf dem Papier. Entscheidend ist aber, dass diese Rechte auch im Alltag ankommen“, betonte Widl. Dafür brauche es weiterhin starke Interessenvertretungen, die zusammenarbeiten und gemeinsam auftreten.

Zudem dankte er KOBV-Präsident Franz Groschan, der zugleich Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats ist, für die enge Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Interessenvertretung

Zu den zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Medien und Behindertenorganisationen zählten unter anderem Martin Zach, Sektionschef für Pflegevorsorge, Behinderten- und Versorgungsangelegenheiten im Sozialministerium, die Wiener Landtagsabgeordneten Arabel Bernecker-Thiel und Nikola Poljak, ÖZIV-Präsident Rudolf Kravanja, Hannes Hofer und Markus Raffer von der MVG, Robert Ziegler, Leiter Barrierefreiheit und Inklusion beim ORF, sowie Katharina Rank, stellvertretende Büroleiterin im Büro der Behindertenanwältin. Auch das Sozialministeriumservice war mit Amtsleiterin Barbara Mayer-Cristescu sowie den Landesstellenleiter*innen Sabine Schuster und Günther Widy vertreten.

Grußbotschaften übermittelten unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesministerin Korinna Schumann und Nationalratsabgeordnete Verena Nussbaum.

Ehrenamt im Mittelpunkt

Ein besonderer Schwerpunkt des Festakts war das ehrenamtliche Engagement. Im Gespräch mit Moderator Andreas Onea berichtete KOBV-Präsident Franz Groschan von seinem persönlichen Weg vom Hilfesuchenden zum ehrenamtlichen Funktionär und späteren Verbandspräsidenten. Auch Andreas Onea brachte eigene Erfahrungen ein.

Für ihre langjährige Tätigkeit wurden Elfriede Schira von der Ortsgruppe Deutsch-Wagram und Hermine Mühlwanger von der Ortsgruppe Aschbach ausgezeichnet. Über ihre tägliche Arbeit und die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen berichteten zudem Petra Irschik und Konrad Fritz in einer Gesprächsrunde.

Kultur und gemeinsamer Ausblick

Das Festprogramm umfasste Tanzvorführungen von DanceAbility Austria, musikalische Auftritte des inklusiven Ensembles Ohrenklang sowie eine Lesung des Psychologen und Autors Georg Fraberger, der unter anderem sein Buch „Eigentlich wollte ich ein Fahrrad“ vorstellte.

Zum Abschluss bekräftigte Franz Groschan, dass sich der KOBV auch in den kommenden Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen werde. Ziel sei ein Leben frei von Diskriminierung, Angst, Vorurteilen und wirtschaftlicher Abhängigkeit.

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KOBV – Der Behindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland

KOBV feiert sein 80-jähriges Bestehen auf BIZEPS

Impressionen

Zahlreiche Gäste sitzen an festlich gedeckten runden Tischen in der Volkshalle des Wiener Rathauses anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des KOBV. Der historische Saal ist von hohen Säulen, einem Kreuzrippengewölbe und großen bunten Glasfenstern geprägt.
KOBV-Präsident Franz Groschan hält beim Festakt zum 80-jährigen Jubiläum des KOBV im Wiener Rathaus eine Rede. Er steht im Anzug hinter einem Rednerpult, neben ihm ein KOBV-Roll-up. Im Vordergrund verfolgen mehrere Gäste seine Ansprache.
Behindertenrats-Präsident Klaus Widl hält beim Festakt zum 80-jährigen Jubiläum des KOBV im Wiener Rathaus eine Rede. Er steht im Anzug hinter einem Rednerpult, neben ihm ein KOBV-Roll-up. Im Vordergrund verfolgen mehrere Gäste seine Ansprache.
Das inklusive Ensemble Ohrenklang musiziert bei der 80-Jahr-Feier des KOBV auf einer Bühne. Ein Musiker spielt Gitarre und singt ins Mikrofon, weitere Ensemblemitglieder spielen unter anderem Trompete, Keyboard und Blasinstrumente. Vor ihnen stehen Notenständer und eine Trommel.
Kerstin Huber-Eibl, Manuela Lanzinger und Klaus Widl vom Österreichischen Behindertenrat bei der Feier zum 80-jährigen Bestehen des KOBV im Wiener Rathaus.
Mitglieder von DanceAbility Austria führen bei der 80-Jahr-Feier des KOBV in der Volkshalle des Wiener Rathauses eine inklusive Tanzperformance auf. Mehrere Tänzer:innen, darunter Personen im Rollstuhl, bewegen sich vor der Bühne. Die Gäste verfolgen die Aufführung von ihren Tischen aus. Im Hintergrund sind die hohen Glasfenster des historischen Saals zu sehen.
KOBV-Präsident Franz Groschan (links) spricht mit Moderator Andreas Onea (rechts) bei der Feier zum 80-jährigen Bestehen des KOBV im Wiener Rathaus. Beide sitzen auf der Bühne an einem kleinen Tisch und sehen einander lächelnd an. Groschan hält ein Mikrofon in der Hand.

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Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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