• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Footer springen
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • English

Leicht lesen

Logo Österreichischer Behindertenrat

Österreichischer Behindertenrat

Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

  • Aktuelles
    • News
    • Presseaussendungen
    • Magazin „monat“
      • monat Archiv
    • Veranstaltungen
    • Festakt: 50 Jahre Österreichischer Behindertenrat
    • Fachkonferenz 2026: Gewalt
    • Fachkonferenz 2025: Barrierefreiheitsgesetz
    • Fachkonferenz 2024: Gesundheit
  • Der Österreichische Behindertenrat
    • Aufgaben
    • Forderungen des Österreichischen Behindertenrats
    • Präsidium
    • Team
    • Mitglieder
    • Mitglied / Partner werden
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Forum Selbstvertretung
    • Kompetenzteams
    • Inklusive Planungsgruppe
    • euro-key. Schlüssel für mehr Unabhängigkeit
    • Gewaltschutzrichtlinie
    • Kontakt und Anfahrt
    • Presse
  • Recht und Soziales
    • Stellungnahmen
    • Positionspapiere
    • Nationaler Aktionsplan
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Staatenprüfung 2023
  • EU und international
    • Stellungnahmen international
    • Lobbying
    • Europäisches Behindertenforum
    • Europäischer Behindertenausweis – European Disability Card
    • Europäisches Parlament der Menschen mit Behinderungen
  • Projekte und Initiativen
    • Ideenwettbewerb UNIKATE
    • Frauen mit Behinderungen
    • Demos
    • LICHT INS DUNKEL
  • Kontakt
  • Impressum
  • English
  • Leicht Lesen
    • Das sind die Aufgaben des Österreichischen Behinderten-Rates
Startseite › Aktuelles › News › Ausstellung „Rechte statt Almosen!“

Ausstellung „Rechte statt Almosen!“

29. September 2026

Am 29. September wurde im Haus der Geschichte Österreich die Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ eröffnet. Sie erinnert an die Anfänge der organisierten Behindertenbewegung in Österreich vor 100 Jahren.

Gruppenfoto bei der Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Zu sehen sind Monika Sommer, Kurt G. Beck, Volker Schönwiese, Martin Ladstätter, Christine Steger und Angela Wegscheider vor Ausstellungstafeln zur Geschichte der Behindertenbewegung.
Von links: Monika Sommer, Volker Schönwiese, Kurt G. Beck, Martin Ladstätter, Christine Steger und Angela Wegscheider bei der Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Foto: Barbara Haider-Novak

Unter dem Titel „Rechte statt Almosen! Die österreichische Behindertenbewegung in der Zwischenkriegszeit“ rückt die Wanderausstellung die frühe Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist die Gründung der „Ersten Österreichischen Krüppelarbeitsgemeinschaft“ im August 1926 durch Menschen mit körperlichen Behinderungen. Die damalige diskriminierende Fremdbezeichnung eigneten sich die Mitglieder bewusst an und deuteten sie um.

Ab 1927 gab die Organisation die Zeitschrift „Der Krüppel“ heraus. Sie wurde zum Sprachrohr für Forderungen nach gesellschaftlicher Teilhabe. Unter dem Motto „Arbeit, kein Mitleid!“ setzte sich die Arbeitsgemeinschaft für mehr Rechte, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein.

Foto: David Tiefenthaler/hdgö, cc by-nc 4.0
Die Wanderausstellung „Rechte statt Almosen!“ gastiert im hdgö-Foyer und zeigt die Anfänge der österreichischen Behindertenbewegung. Foto: David Tiefenthaler/hdgö, cc by-nc 4.0

Zur Eröffnung begrüßte Monika Sommer, Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich, die Gäste. Kuratorin Angela Wegscheider führte in die Ausstellung und das Forschungsprojekt ein. Anschließend diskutierten Volker Schönwiese, Bundesbehindertenanwältin Christine Steger, Kurt G. Beck und Martin Ladstätter, Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats und Obmann von BIZEPS, über die Bedeutung der Geschichte der Behindertenbewegung.

„Die Ausstellung erinnert daran, wie wenig wir über diese frühe Behindertenbewegung wissen. Bei der Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen als politisch aktive Subjekte gibt es noch viele blinde Flecken“, betonte Ladstätter.

Selbstvertretung, Nationalsozialismus und Neubeginn

Die Ausstellung zeigt, wie die frühe Interessenvertretung eigene Strukturen sowie Bildungs-, Kultur- und Sportangebote aufbaute. In der Ersten Republik erhielten Menschen, deren Behinderungen auf Krieg oder Arbeitsunfälle zurückgingen, mehr Rechte und Unterstützung als andere Menschen mit Behinderungen. Die Arbeitsgemeinschaft setzte sich dafür ein, diese Rechte weiter auszubauen.

„Die Erste Österreichische Krüppelarbeitsgemeinschaft formulierte das Motto: ‚Arbeit, kein Mitleid!‘ Sie erkannte Diskriminierung als Ursache ihrer Not. Diese Erkenntnis war damals grundlegend – und ist bis heute aktuell“, erläutert Kuratorin Angela Wegscheider.

Auch die Zeit des Nationalsozialismus und der Neubeginn nach 1945 werden thematisiert. 1938 unterstützte die Vereinsleitung die Eingliederung in NS-Strukturen. Gleichzeitig wurden mehr als 60 jüdische Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete sich die Interessenvertretung neu, wobei interne Konflikte den Neuanfang prägten.

Disability History-Projekt mit Staatspreis ausgezeichnet

Die Wanderausstellung entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „100 Jahre Behindertenbewegung“ von Angela Wegscheider und Volker Schönwiese. Sie ergänzt zugleich die Auseinandersetzung des Hauses der Geschichte Österreich mit Disability History. Seit April 2024 sammelt und bewahrt das Disability History-Projekt die politische und aktivistische Geschichte von Menschen mit Behinderungen und ihren Einsatz für Selbstbestimmung.

Für dieses Projekt erhält das Haus der Geschichte Österreich im November 2026 den Österreichischen Staatspreis für Geschichtswissenschaften in der Kategorie „Geschichte innovativ“. Mehr als 400 Objekte wurden dem Museum im Zuge des Projekts angeboten. Eine Fokusgruppe aus Selbstvertreter*:innen, Aktivist*innen, Forscher*innen und Community-Archivar*innen war gemeinsam mit dem Museum an der Auswahl der Objekte für die Sammlung beteiligt.

„Ich freue mich, dass wir diese Ausstellung als erste Institution zeigen können. Das hdgö setzt sich laufend im Disability History-Projekt mit der politischen Geschichte von Menschen mit Behinderungen auseinander und wurde dafür gerade mit einem Staatspreis ausgezeichnet. Die Ausstellung Rechte statt Almosen! ergänzt unseren Zugang anhand besonderer historischer Quellen“, erklärt hdgö-Direktorin Monika Sommer.

Zu sehen ist „Rechte statt Almosen! Die österreichische Behindertenbewegung in der Zwischenkriegszeit“ vom 30. September bis 2. November 2026 im Haus der Geschichte Österreich in der Neuen Hofburg am Wiener Heldenplatz. Kuratorin Angela Wegscheider führt am 1. Oktober um 18:15 Uhr in deutscher Standardsprache und am 31. Oktober um 16 Uhr in einfacher Sprache durch die Ausstellung.

Impressionen

Kurt G. Beck (links) und Martin Ladstätter im Gespräch vor Ausstellungstafeln. Ladstätter sitzt im Rollstuhl und spricht in ein Mikrofon.

Kurt G. Beck (links) und Martin Ladstätter im Gespräch bei der Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Foto: Barbara Haider-Novak

Podiumsdiskussion bei der Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Von links: Volker Schönwiese, Christine Steger, Angela Wegscheider, Kurt G. Beck und Martin Ladstätter.

Von links: Volker Schönwiese, Christine Steger, Angela Wegscheider, Kurt G. Beck und Martin Ladstätter bei der Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Foto: Barbara Haider-Novak

Christine Steger spricht bei einer Podiumsdiskussion in ein Mikrofon. Neben ihr sitzt Angela Wegscheider, im Hintergrund übersetzt eine Gebärdensprachdolmetscherin.

Christine Steger (links) und Angela Wegscheider bei der Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Im Hintergrund eine Gebärdensprachdolmetscherin. Foto: Barbara Haider-Novak

Podiumsdiskussion bei der Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Von links: Angela Wegscheider, Kurt G. Beck und Martin Ladstätter.

Angela Wegscheider (links), Kurt G. Beck und Martin Ladstätter bei der Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Foto: Barbara Haider-Novak

Ausstellung mit mehreren aufgestellten Informationstafeln in einem großen Raum mit hohen Säulen und Vorhang im Hintergrund

Seit 100 Jahren setzen sich Menschen mit Behinderungen für ihre Rechte und Selbstbestimmung ein. Von 30. September bis 2. November 2026 zeigt das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) die externe Wanderausstellung Rechte statt Almosen! im Museumsfoyer. Sie erzählt von der österreichischen Behindertenbewegung in der Zwischenkriegszeit. Foto: David Tiefenthaler/hdgö, cc by-nc 4.0

Sidebar

euro-key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key Standorte in Österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Blick auf den voll besetzten Konferenzsaal bei der Fachkonferenz des Österreichischen Behindertenrats 2026.

Konferenz: Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen

8. Oktober 2026

Gewaltprävention, Selbstbestimmung und wirksamer Opferschutz standen im Mittelpunkt der Fachkonferenz des Österreichischen Behindertenrats am 8. Oktober 2026 in Wien.

Das Projektteam aus Monika Sommer, Vanessa Tautter und Stefan Benedik sowie die Fokusgruppe in einer Besprechung.

Staatspreis für Disability History Projekt

23. September 2026

Das Disability History Projekt des Hauses der Geschichte Österreich wird mit dem Staatspreis „Geschichte innovativ“ ausgezeichnet.

Mehrere Ausstellungstafeln der Ausstellung „Wege zur Gleichstellung“ stehen in der Eingangshalle des Sozialministeriums. Sie zeigen Informationen zur Behindertenpolitik und Gleichstellung in Österreich.

Wege zur Gleichstellung

25. Juni 2026

Im Sozialministerium zeigen zwei Ausstellungen die Entwicklung der Behindertenpolitik und den Einsatz von Menschen mit Behinderungen für Gleichstellung und Selbstbestimmung.

Neun Personen des Österreichischen Behindertenrats vor dem Eingang des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim.

Schloss Hartheim erhält Österreichischen Museumspreis 2026

15. Juni 2026

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim wird mit dem Österreichischen Museumspreis 2026 ausgezeichnet. Die höchste Museumsauszeichnung Österreichs wird am 15. Oktober 2026 in Eisenstadt verliehen.

Österreichischer Behindertenrat

1100 Wien, Favoritenstraße 111/11
dachverband@behindertenrat.at
Telefon +43 1 5131533

Vielen Dank für Ihre Spende:
Erste Bank: BLZ 20111
IBAN: AT34 2011 1000 0791 4849

Quicklinks

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Leicht Lesen
  • EuroKey

Unsere Social Media-Kanäle:

  • Facebook
  • Bluesky
  • LinkedIn
  • Instagram

© 2026 · Österreichischer Behindertenrat