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Startseite › Aktuelles › News › Staatspreis für Disability History Projekt

Staatspreis für Disability History Projekt

23. September 2026

Das Disability History Projekt des Hauses der Geschichte Österreich wird mit dem Staatspreis „Geschichte innovativ“ ausgezeichnet.

Das Projektteam aus Monika Sommer, Vanessa Tautter und Stefan Benedik sowie die Fokusgruppe in einer Besprechung.
Das Projektteam aus Monika Sommer, Vanessa Tautter und Stefan Benedik sowie die Fokusgruppe in einer Besprechung. Foto: hdgö/David Tiefenthaler

Das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) erhält im November 2026 den Österreichischen Staatspreis für Geschichtswissenschaften in der Kategorie „Geschichte innovativ“. Ausgezeichnet wird das Disability History Projekt, das die Geschichte und die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in Österreich sammelt, aufarbeitet und sichtbar macht.

Das 2024 gestartete Projekt widmet sich insbesondere der politischen und aktivistischen Geschichte von Menschen mit Behinderungen und ihrem Einsatz für Selbstbestimmung und gleiche Rechte. Ein zentraler Bestandteil ist die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen selbst.

Mehr als 400 Objekte angeboten

Gemeinsam mit einer Fokusgruppe aus Selbstvertreter*innen, Aktivist*innen, Forschenden und Vertreter*innen von Community-Archiven arbeitet das hdgö daran, Objekte und die damit verbundenen Geschichten für die Sammlung zu bewahren. Die Resonanz auf den Sammlungsaufruf war groß: Statt der ursprünglich geplanten 30 wurden dem Museum mehr als 400 Objekte angeboten.

Disability History-Projekt: Mitglieder der Fokusgruppe bei einer Besprechung im Haus der Geschichte Österreich.
Disability History-Projekt: Mitglieder der Fokusgruppe bei einer Besprechung im Haus der Geschichte Österreich. Foto: hdgö

Kuratorin Vanessa Tautter führt zudem sogenannte „Oral History“-Interviews mit Menschen, die Objekte zur Sammlung beitragen und deren persönliche Geschichte erzählen. Einige der aufgenommenen Objekte sind bereits in der Hauptausstellung „Neue Zeiten: Österreich seit 1918“ sowie in der Sammlung Online zu sehen.

Die Jury würdigt insbesondere den partizipativen Ansatz, die Oral-History-Interviews und die Begleitung des Projekts in einfacher Sprache.

Geschichte von Menschen mit Behinderungen sichtbar machen

Auch der Österreichische Behindertenrat beschäftigte sich bereits mit dem Disability History Projekt. In einem Video spricht hdgö-Gründungsdirektorin Monika Sommer über das Projekt und darüber, warum die Geschichte von Menschen mit Behinderungen ein wichtiger Teil der österreichischen Zeitgeschichte ist.

Weitere Einblicke in die Geschichte der Behindertenbewegung vermittelte Stefan Benedik vom Haus der Geschichte Österreich bei der Jubiläumsveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des Österreichischen Behindertenrats im Mai 2026. Er gab dort einen historischen Überblick über die Behindertenbewegung vor 1950.

Das Disability History Projekt wurde bis 2027 verlängert und soll die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen dauerhaft im kulturellen Gedächtnis Österreichs verankern.

Service Links

Disability History in der Sammlung Online

Disability History Projekt

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Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

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Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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