Der Museumsbeirat des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport empfahl den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim für die diesjährige Auszeichnung. Der Österreichische Museumspreis ist mit 20.000 Euro dotiert.
In der Begründung hebt der Museumsbeirat insbesondere die Rolle von Schloss Hartheim als Lernort hervor. Die Ausstellungen und Vermittlungsprogramme verbinden die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen mit Fragen der Gegenwart. Dabei wird auch thematisiert, wie Menschen mit Behinderungen vor, während und nach der NS-Zeit behandelt wurden und werden.
Gewürdigt wird zudem die österreichweite Bedeutung des Lern- und Gedenkorts. Die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen stammten aus ganz Österreich und den benachbarten Regionen. Schloss Hartheim ist daher für Angehörige, Forschende und Besucher:innen aus dem gesamten Bundesgebiet ein wichtiger Ort des Erinnerns und der Dokumentation.
Zwischen 1940 und 1944 betrieben die Nationalsozialisten in Schloss Hartheim eine Tötungsanstalt. Rund 30.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter wurden dort ermordet.
Der Lern- und Gedenkort wurde 2003 eröffnet. Seit 2005 sichert die Stiftung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim den dauerhaften Betrieb der Einrichtung. 2023 eröffnete die Dauerausstellung „Wert des Lebens“. Sie behandelt die Entwicklung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen von der Aufklärung bis in die Gegenwart und greift Fragen aus Ethik und Medizin auf.
Die Verleihung des Österreichischen Museumspreises 2026 erfolgt am 15. Oktober 2026 im Rahmen des Österreichischen Museumstags in Eisenstadt.
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Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim



