• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Footer springen
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • English

Leicht lesen

Logo Österreichischer Behindertenrat

Österreichischer Behindertenrat

Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

  • Aktuelles
    • News
    • Presseaussendungen
    • Magazin „monat“
      • monat Archiv
    • Veranstaltungen
    • Festakt: 50 Jahre Österreichischer Behindertenrat
    • Fachkonferenz 2026: Gewalt
    • Fachkonferenz 2025: Barrierefreiheitsgesetz
    • Fachkonferenz 2024: Gesundheit
  • Der Österreichische Behindertenrat
    • Aufgaben
    • Forderungen des Österreichischen Behindertenrats
    • Präsidium
    • Team
    • Mitglieder
    • Mitglied / Partner werden
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Forum Selbstvertretung
    • Kompetenzteams
    • Inklusive Planungsgruppe
    • euro-key. Schlüssel für mehr Unabhängigkeit
    • Gewaltschutzrichtlinie
    • Kontakt und Anfahrt
    • Presse
  • Recht und Soziales
    • Stellungnahmen
    • Positionspapiere
    • Nationaler Aktionsplan
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Staatenprüfung 2023
  • EU und international
    • Stellungnahmen international
    • Lobbying
    • Europäisches Behindertenforum
    • Europäischer Behindertenausweis – European Disability Card
    • Europäisches Parlament der Menschen mit Behinderungen
  • Projekte und Initiativen
    • Ideenwettbewerb UNIKATE
    • Frauen mit Behinderungen
    • Demos
    • LICHT INS DUNKEL
  • Kontakt
  • Impressum
  • English
  • Leicht Lesen
    • Das sind die Aufgaben des Österreichischen Behinderten-Rates
Startseite › Aktuelles › News › „Behinderung und Ableismus“ von Andrea Schöne

„Behinderung und Ableismus“ von Andrea Schöne

3. November 2022

Andrea Schöne definiert den Begriff Ableismus, beschreibt, wie Ableismus entstanden ist, wie fest er in unserer heutigen Gesellschaft verankert ist und führt Beispiele an, wie sich Menschen ohne Behinderungen gegenüber Menschen mit Behinderungen verhalten sollen.

Buchcover „Behinderung und Ableismus“ von Andrea Schöne

Das Buch „Behinderung und Ableismus“ von Andrea Schöne ist im Oktober 2022 im unrast-Verlag erschienen. Andrea Schöne definiert darin den Begriff „Ableismus“, beschreibt unter anderem, wie Ableismus entstanden ist, wie fest er in unserer heutigen Gesellschaft verankert ist und führt Beispiele an, wie sich Menschen ohne Behinderungen gegenüber Menschen mit Behinderungen verhalten sollen.

Das Buch ist in drei größere Kapitel unterteilt, die jeweils in kleinere Unterkapitel gegliedert sind.

Wissenschaftliche Hintergründe und Geschichte hinter Ableismus

Das erste Kapitel heißt „Wissenschaftliche Hintergründe und Geschichte hinter Ableismus“. Es befasst sich mit der Geschichte des Begriffes „Ableismus“ – wann, wie und wo er entstanden ist, die genaue Definition des Begriffes und wer ihn geprägt hat.

Die Autorin erwähnt die von Michael Oliver und Irving Kenneth Zola gegründeten „Disability Studies“, welche die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen erforschen. Disability Studies kritisieren die Annahme von Behinderung als etwas, woran die betroffene Person leidet. Weiters versucht sie, Behinderungen im historischen Kontext zu erforschen – was eng mit der Disability History, also der Geschichte des Umgangs mit Behinderungen, zusammenhängt.

Weiters zeichnet sie den Umgang mit Sprache in Verbindung mit Behinderung auf – sie erwähnt ableistische Äußerungen, Euphemismen und Selbstbezeichnungen. Auch der Unterschied zwischen „person-first-language“ (‚Mensch mit Behinderung‘) und „identity-first-language“ (‚behinderter Mensch‘) wird erklärt.

Die Autorin zeigt auch drei Modelle, die die Sichtweisen auf Behinderung unterschiedlich demonstrieren: Einerseits das „Medizinische Modell“, das die Behinderung als „Defizit“ sieht, das es zu beseitigen gilt. Das „Soziale Modell“ besagt, dass Menschen durch das Sozialsystem behindert werden anstatt durch ihre Behinderung. Das „Kulturelle Modell“ legt den Fokus auf gesellschaftlich konstruierte Normalität und möchte Wissen über Körper bzw. Normalität verschaffen.

Phänomene, Stereotype, Sichtweisen von Alltagsableismus

Das zweite Kapitel, „Phänomene, Stereotype, Sichtweisen von Alltagsableismus“, hat die unterschiedlichen Facetten von Ableismus im Alltag zum Thema. Andrea Schöne nennt hier Mikroaggressionen, Stigmatisierung und Distanzlosigkeit als Beispiele und erwähnt auch zwei englische Begriffe, die Ableismus beschreiben – „Inspiration Porn“ (Menschen mit Behinderung dargestellt als „Helden und Inspiration“) und „Pity Porn“ (Menschen mit Behinderung dargestellt als „bemitleidenswerte, arme Leidtragende“)

Sie erklärt, dass Ableismus im Alltag nicht immer nur Behindertenfeindlichkeit bedeutet – er ist noch viel mehr als bloß das. Auch fehlende Unterstützungsmittel, Barrieren, unbedachte Äußerungen oder eben „Inspiration Porn“ und „Pity Porn“ zählen zu dem Alltags-Ableismus.

Ignoranz, beispielsweise gegenüber der Lebenswelt und Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen, ist ebenso eine Form von Ableismus. Dazu zählt unter anderem „Gaslighting“, also das Absprechen bestimmter Diskriminierungs-Erfahrungen, oder „Victim-Blaming“, eine Technik, bei der man den Menschen mit Behinderung selbst für ableistische Erfahrungen verantwortlich macht.

Es gibt aber auch etwas, das sich „positive Diskriminierung“ nennt. Das ist, wenn besonders viel Aufmerksamkeit auf die Behinderung eines Menschen gezogen wird, wie etwa in Filmen, der Werbung, Serien etc.) oder sie als „Anlaufstelle“ für neugierige Fragen bezüglich ihrer eigenen Behinderung gebraucht werden.

Auswirkungen von Ableismus im Alltag

Im dritten und letzten Kapitel, „Auswirkungen von Ableismus im Alltag“ beschreibt Andrea Schöne die Konsequenzen, die Ableismus für das tägliche Leben hat.  Dabei betont sie, dass Ableismus viele sehr schwere Folgen haben kann, und das zwar vor allem, aber nicht nur für Menschen mit Behinderungen.

Ein paar dieser Folgen können beispielsweise Leistungsdruck oder Selbstwertgefühlsprobleme sein.

Ebenso ist es möglich, dass Menschen aufgrund von Ableismus versuchen, ihre Behinderung zu verstecken. Da sie infolgedessen oft auch benötigte Hilfsmittel nicht verwenden, kann das gefährlich sein.

Abschließend gibt die Autorin der*dem Leser*in noch ein paar Tipps für den Erstkontakt mit Menschen mit Behinderung. Diese umfassen Behinderungen verschiedenster Arten.

Andrea Schöne: Behinderung & Ableismus. unrast transparent – linker alltag Band 6 2022, Preis: € 8,90

UNRAST Verlag | Behinderung & Ableismus (unrast-verlag.de)

Rezension von Melissa Felsinger

Sidebar

euro-key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key Standorte in Österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Blick auf den voll besetzten Konferenzsaal bei der Fachkonferenz des Österreichischen Behindertenrats 2026.

Konferenz: Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen

8. Oktober 2026

Gewaltprävention, Selbstbestimmung und wirksamer Opferschutz standen im Mittelpunkt der Fachkonferenz des Österreichischen Behindertenrats am 8. Oktober 2026 in Wien.

Cover des Rechnungshofberichts „Ausgleichstaxfonds und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt“, Reihe BUND 2026/32. © Rechnungshof Österreich

Rechnungshofbericht: Ausgleichstaxfonds nachhaltig weiterentwickeln

9. Oktober 2026

Österreichischer Behindertenrat fordert langfristige Absicherung und stärkere Anreize für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Westbahn-Zug auf einer Bahnstrecke bei Flaurling in Tirol, im Hintergrund die Tiroler Berglandschaft.

Westbahn erleichtert Buchung für Menschen mit Behinderungen

2. Oktober 2026

Begleitpersonen können bei der Westbahn nun direkt online mitgebucht und Sitzplätze gemeinsam reserviert werden.

Österreichischer Behindertenrat

1100 Wien, Favoritenstraße 111/11
dachverband@behindertenrat.at
Telefon +43 1 5131533

Vielen Dank für Ihre Spende:
Erste Bank: BLZ 20111
IBAN: AT34 2011 1000 0791 4849

Quicklinks

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Leicht Lesen
  • EuroKey

Unsere Social Media-Kanäle:

  • Facebook
  • Bluesky
  • LinkedIn
  • Instagram

© 2026 · Österreichischer Behindertenrat