Unter dem Motto „Bildung für alle – statt Chancen für wenige“ fordern zahlreiche Organisationen und Initiativen mehr Ressourcen und die konsequente Umsetzung des Rechts auf gemeinsame Bildung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen.
Protestaktionen in ganz Österreich
Den Auftakt bildete am 8. Oktober eine Demonstration in Klagenfurt, organisiert vom Verein INKLUSIONÄRNTEN. Am 16. Oktober folgte eine Demonstration in Linz, bei der insbesondere mehr Ressourcen für sonderpädagogische Förderung gefordert wurden.
Am 17. Oktober fanden weitere Aktionen in Graz, Innsbruck und Vorarlberg statt. Bei der Kundgebung am Innsbrucker Landhausplatz machten Eltern, Schüler*innen und Aktivist*innen mit Redebeiträgen und Mitmachaktionen auf bestehende Probleme im Bildungssystem aufmerksam. Am 19. Oktober stand auch in Salzburg eine Kundgebung auf dem Programm.
Zu den zentralen Forderungen der Aktionstage zählen die Aufhebung der 2,7-Prozent-Deckelung bei sonderpädagogischen Förderressourcen, ausreichend qualifizierte Pädagog*innen sowie ein bedarfsgerechter Ausbau der Schulassistenz. Ziel ist ein inklusives Bildungssystem, in dem alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam lernen können.
Abschluss der Aktionstage in Wien
In Wien finden von 18. bis 22. Oktober zahlreiche Veranstaltungen im Votivpark statt.
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Um 10 Uhr laden Inklusion Österreich, Lebenshilfe Österreich und Diakonie zu einer Pressekonferenz zur Lage der inklusiven Bildung in Österreich ins Albert-Schweitzer-Haus ein.
Am Abend wird im Wien Museum die Ausstellung „Down Syndrom – Über uns, mit uns“ eröffnet.
Donnerstag, 22. Oktober 2026
- 9 bis 11:30 Uhr: Mitmachprogramm „Wir bauen die Schule für alle!“ im Votivpark
- 14 bis 15 Uhr: Diskussion über die gemeinsame, inklusive Schule
- 16 bis 18 Uhr: Demonstration „Bildung für alle – statt Chancen für wenige“
Die Demonstration beginnt um 16 Uhr im Votivpark. Gegen 16:30 Uhr führt der Demonstrationszug zum Bildungsministerium in der Wasagasse 2.
Helene Jarmer, Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrats, wird bei der Abschlusskundgebung gegen 17 Uhr eine Rede halten.
Für die Diskussion und die Demonstration von 14 bis 18 Uhr ist Dolmetschung in Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) organisiert.
Österreichischer Behindertenrat unterstützt die Aktionstage
Der Österreichische Behindertenrat unterstützt die Aktionstage Bildung und fordert die konsequente Umsetzung von Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention.
Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht. Alle Kinder und Jugendlichen müssen gleichberechtigt am Bildungssystem teilhaben können und die notwendige Unterstützung erhalten.