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Startseite › Aktuelles › News › EDF Women’s Committee trifft sich in Wien

EDF Women’s Committee trifft sich in Wien

10. März 2026

Am 6. und 7. März 2026 fand in Wien ein Treffen des Frauenkomitee des Europäischen Behindertenforums statt.

Gruppenbild von etwa 25 Frauen, einem Kind und einem Hund vor dem Rollup des Österreichischen Behindertenrats

von Victoria Biber

Das Women’s Committee des European Disability Forum (EDF) besteht aus 11 gewählten Mitgliedern – ausschließlich Frauen mit Behinderungen – sowie vier Beobachterinnen („observers“). Es wurde im Jahr 2022 gewählt, die aktuelle Mandatsperiode läuft bis 2026. Das Committee trifft sich zweimal jährlich und arbeitet gezielt daran, die Rechte von Frauen mit Behinderungen auf europäischer Ebene zu stärken.

Vertreterinnen aus verschiedenen europäischen Ländern kamen nun in Wien zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen für Frauen mit Behinderungen auszutauschen, politische Entwicklungen auf europäischer Ebene zu diskutieren und gemeinsame Strategien zur Stärkung ihrer Rechte zu entwickeln.

Gastgeber des Treffens waren der Österreichische Behindertenrat gemeinsam mit dem European Disability Forum.

Gruppenbild von etwa 10 Frauen, einem Kind und einem Hund vor dem Rollup des Österreichischen Behindertenrats

Auftakt mit Videobotschaft von Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner

Das Treffen begann mit einer Videobotschaft von Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung. In ihrer Botschaft betonte sie, dass Frauen und Mädchen mit Behinderungen deutlich häufiger von Gewalt betroffen sind als Frauen ohne Behinderungen. Sie unterstrich daher die besondere Bedeutung eines umfassend barrierefreien Zugangs zu Opferschutz- und Beratungsangeboten, damit betroffene Frauen tatsächlich Unterstützung und Schutz erhalten können. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf die Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen, der im November 2025 präsentiert wurde.

Im Anschluss fand ein Round Table mit den Mitgliedern des EDF Women’s Committee statt. Die Teilnehmerinnen berichteten aus ihren jeweiligen Ländern über die größten aktuellen Herausforderungen für Frauen mit Behinderungen. Dabei zeigte sich deutlich, dass Gewalt, ein unzureichender Zugang zu Unterstützungs- und Schutzleistungen sowie strukturelle Diskriminierung in vielen europäischen Ländern weiterhin zentrale Problembereiche darstellen.

Aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene – EU-Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter

Ein wichtiger Diskussionspunkt war die am 5. März 2026 veröffentlichte EU-Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter. Die Teilnehmerinnen äußerten Kritik daran, dass Frauen mit Behinderungen darin kaum priorisiert werden und ihre Lebensrealitäten nur unzureichend berücksichtigt sind. Sowohl das European Disability Forum als auch der Österreichischer Behindertenrat hatten bereits im Vorfeld der Entwicklung der Strategie Stellungnahmen eingebracht und auf die Situation von Frauen mit Behinderungen hingewiesen.

Mehrere Personen sitzen in einem Seminarraum. Vorne ist ein Rollup zu sehen. Auf einem Bildschirm wird die Schriftdolmetschung übertragen.

Evaluierungsprozess zur Istanbul-Konvention

Auch der aktuelle Evaluierungsprozess der Europäischen Union im Rahmen der Istanbul Convention wurde thematisiert. Die Istanbul-Konvention ist ein internationales Menschenrechtsabkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Der Evaluierungsprozess wird von der „Group of Experts on Action against Violence against Women and Domestic Violence“ (GREVIO) durchgeführt, dem unabhängigen Überwachungsgremium der Konvention.

Im Rahmen dieses Verfahrens wird überprüft, in welchem Umfang und mit welcher Wirksamkeit die Europäische Union die Verpflichtungen der Istanbul-Konvention umsetzt. Dabei analysiert GREVIO unter anderem gesetzliche Maßnahmen, Strategien zur Prävention von Gewalt sowie Schutz- und Unterstützungsangebote für Betroffene.

Der Evaluierungsbericht wird voraussichtlich im Juni 2027 veröffentlicht und soll aufzeigen, inwieweit die Europäische Union ihre Verpflichtungen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen erfüllt und in welchen Bereichen weiterer Handlungsbedarf besteht.

Gemeinsames Abendessen und informeller Austausch

Der erste Konferenztag endete mit einem gemeinsamen Abendessen, an dem auch die österreichische Behindertenanwältin Christine Steger teilnahm. Neben den Mitgliedern des EDF Women’s Committee waren unter anderem auch Manuela Lanzinger sowie Helene Jarmer, Vizepräsidentinnen des Österreichischen Behindertenrates, anwesend.

mehrere Frauen sitzen in einem Resaurant auf Stühlen, im Hintergrund spricht eine Frau in Gebärdensprache
mehrere Frauen sitzen in einem Seminarraum auf Stühlen, im Hintergrund Schriftdolmetschung

Der informelle Austausch bot eine weitere Gelegenheit, internationale Perspektiven zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und Netzwerke zwischen den Teilnehmerinnen zu stärken.

Peer Exchange

Der zweite Tag stand im Zeichen eines vertieften Austauschs über die weitere Arbeit des EDF Women’s Committee sowie über aktuelle nationale Entwicklungen in den Mitgliedsländern.

Im Rahmen eines Peer Exchange mit österreichischen Expertinnen wurde die Situation von Frauen mit Behinderungen in verschiedenen europäischen Ländern näher beleuchtet. Die Teilnehmerinnen berichteten über rechtliche Rahmenbedingungen, politische Initiativen sowie bestehende Herausforderungen in ihren jeweiligen Ländern.

Dabei wurde deutlich, dass zwischen den bestehenden gesetzlichen Regelungen und deren tatsächlicher Umsetzung in der Praxis häufig erhebliche Lücken bestehen. Besonders hervorgehoben wurde, dass Maßnahmen zum Schutz von Frauen mit Behinderungen zwar in vielen Ländern vorgesehen sind, in der Praxis jedoch oft nur unzureichend zugänglich oder umgesetzt werden.

mehrere Frauen sitzen in einem Seminarraum auf Stühlen

Als besonders besorgniserregend wurden die hohen Zahlen von Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen genannt. Dieses Problem betrifft nicht nur Österreich, sondern zeigt sich in ähnlicher Weise in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Teilnehmerinnen betonten daher die Notwendigkeit, Schutzmaßnahmen, Unterstützungsangebote und Präventionsstrategien gezielt auf die Bedarfe von Frauen mit Behinderungen auszurichten.

Nationaler Workshop: Leadership von Frauen mit Behinderungen

Ein weiterer Schwerpunkt war ein nationaler Workshop zum Thema „Leadership of Woman* with Disabilities“. Der Workshop wurde von der Mitgliedsorganisation des Österreichischen Behindertenrates „FmB – Interessensvertretung für Frauen* mit Behinderungen“ gestaltet und inhaltlich geleitet. Neben persönlichen Erfahrungsberichten von Frauen mit Behinderungen in Führungsrollen gab es auch fachliche Inputs, unter anderem vom Verein „Right Now“.

mehrere Frauen sitzen in einem Seminarraum auf Stühlen, während eine Frau stehend spricht

Fazit

Das Treffen in Wien bot nicht nur Raum für Austausch und Vernetzung, sondern auch für eine gemeinsame strategische Reflexion, wie die Rechte von Frauen mit Behinderungen in Europa wirksamer gestärkt werden können. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll der internationale Austausch ist: Gesetzliche Regelungen allein reichen oft nicht aus, ihre praktische Umsetzung und Barrierefreiheit sind entscheidend.

Service-Links

Weitere Informationen zum EDF Women´s Committee

Gender Equality Strategy

Fotos: Victoria Biber

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Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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