• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Footer springen
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • English

Leicht lesen

Logo Österreichischer Behindertenrat

Österreichischer Behindertenrat

Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

  • Aktuelles
    • News
    • Presseaussendungen
    • Magazin „monat“
      • monat Archiv
    • Veranstaltungen
    • Festakt: 50 Jahre Österreichischer Behindertenrat
    • Fachkonferenz 2026: Gewalt
    • Fachkonferenz 2025: Barrierefreiheitsgesetz
    • Fachkonferenz 2024: Gesundheit
  • Der Österreichische Behindertenrat
    • Aufgaben
    • Forderungen des Österreichischen Behindertenrats
    • Präsidium
    • Team
    • Mitglieder
    • Mitglied / Partner werden
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Forum Selbstvertretung
    • Kompetenzteams
    • Inklusive Planungsgruppe
    • euro-key. Schlüssel für mehr Unabhängigkeit
    • Gewaltschutzrichtlinie
    • Kontakt und Anfahrt
    • Presse
  • Recht und Soziales
    • Stellungnahmen
    • Positionspapiere
    • Nationaler Aktionsplan
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Staatenprüfung 2023
  • EU und international
    • Stellungnahmen international
    • Lobbying
    • Europäisches Behindertenforum
    • Europäischer Behindertenausweis – European Disability Card
    • Europäisches Parlament der Menschen mit Behinderungen
  • Projekte und Initiativen
    • Ideenwettbewerb UNIKATE
    • Frauen mit Behinderungen
    • Demos
    • LICHT INS DUNKEL
  • Kontakt
  • Impressum
  • English
  • Leicht Lesen
    • Das sind die Aufgaben des Österreichischen Behinderten-Rates
Startseite › Aktuelles › News › EU-Bericht: Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderungen

EU-Bericht: Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderungen

21. Dezember 2022

Europäisches Parlament debattierte einen neuen Bericht: „Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderungen“.

Europaparlament

Das Europäische Parlament debattierte am 12. Dezember 2022 den Bericht „Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderungen“ (Towards equal rights for persons with disabilities) und nahm diesen am 13. Dezember an.

Über den Bericht

  • In dem Bericht verurteilen die Mitglieder des Europäischen Parlaments (EU-Parlaments), dass Mittel der Europäischen Union (EU) für den Bau von Einrichtungen verwendet wurden und werden, obwohl die Kommission in ihrer Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2021-2030 zugesagt hatte, die Unterbringung von Menschen mit Behinderungen in Pflegeheimen oder Betreuungszentren einzustellen.
  • Außerdem weisen die Mitglieder darauf hin, dass es keine kohärenten horizontalen EU-Rechtsvorschriften gegen Diskriminierung gib. Sie fordern den Rat auf, die Verhandlungen über die Gleichbehandlungsrichtlinie, die seit 2008 blockiert wird, vor allem aufgrund von Fragen im Zusammenhang mit angemessenen Vorkehrungen, rasch und erfolgreich abzuschließen.
  • Unterstrichen wurde auch, dass Kinder, Frauen und die LGBTQI+-Gemeinschaft (Menschen, die homosexuell, transsexuell, queer, intersexuell oder asexuell sind) einem erhöhten Risiko von Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt sind. Es werden unter anderem alle Mitgliedstaaten dazu aufgefodert, der Zwangssterilisation ein Ende zu setzen. Zudem werden angemessene Maßnahmen gefordert, um alle Hindernisse zu beseitigen, die Menschen mit Behinderungen dem Zugang zur Justiz (Rechtssystem) verwehren.
  • Außerdem erschweren die nationalen Unterschiede bei den Systemen zur Bewertung von Behinderungen und der Mangel an Investitionen in verschiedenen Mitgliedstaaten den Zugang von Menschen mit Behinderungen zu Beschäftigung, Gesundheitsversorgung, Verkehrsmitteln und Bildung.
  • Im Hinblick auf die nächste EU-Wahl im Jahr 2024 werden Empfehlungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am politischen und öffentlichen Leben ab und weisen darauf hin, dass sie in die Bewältigung von Klimakatastrophen einbezogen werden müssen.
  • Abschließend fordern die Mitglieder, dass die Vorteile des EU-Behindertenausweises ausgeweitet werden müssen, wie dies auch im Arbeitsprogramm der EU-Kommission für 2023 vorgesehen ist.

Die Debatte im EU-Parlament

Die Berichterstatterin – EU-Abgeordnete Anne-Sophie Pelletier (aus Frankreich/ Mitglied der EU-Fraktion „Die Linke“) – begann mit der Präsentation des Dokuments in französischer Gebärdensprache, bevor ihr mitgeteilt wurde, dass es keine Verdolmetschung aus der französischen Gebärdensprache gäbe, und sie angewiesen wurde, eine andere Sprache zu verwenden. Dies war eine klare Demonstration der Barrieren, mit denen Menschen mit Behinderungen noch immer konfrontiert sind, und der mangelnden Barrierefreiheit des täglichen Lebens.

Anne-Sophie Pelletier betonte die Bedeutung der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Towards equal rights for persons with disabilities: statement by Anne-Sophie PELLETIER, (The Left, FR), rapporteur and extract from the vote
Anne-Sophie Pelletier
Anne-Sophie Pelletier unterstrich besonders die Notwendigkeit
  • der Deinstitutionalisierung und der Beendigung der Finanzierung von Institutionen;
  • die horizontale Gleichbehandlungsrichtlinie voranzubringen und zu verabschieden;
  • die Zwangssterilisation zu verbieten;
  • die Teilnahme am politischen Prozess zu unterstützen;
  • die Unterstützung im täglichen Leben und durch Pflegepersonen sicherzustellen;
  • den Zugang zur Justiz sicherzustellen.

Der EU-Abgeordnete Jordi Cañas betonte im Namen des „EU-Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten“, dass es eine Bewegung in Richtung Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen geben müsse.

Die EU-Abgeordnete Ulrike Müller sprach im Namen des Petitionsausschusses über die Notwendigkeit, Menschen mit Behinderungen Freiheit zu garantieren, und dass dies auch einschließt, zu leben, wo und mit wem sie wollen.

Für die „EU-Kommissarin für Gleichstellung“, Helena Dalli ist die „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (UN-BRK) der Leuchtturm, der uns leiten sollte. Unabhängig zu leben und in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden, sei ein wichtiger Eckpfeiler aller Rechte. Vor allem Barrierefreiheit ist ein Wegbereiter für weitere Rechte. Diesbezüglich betonte sie auch die Ambitionen des EU-Behindertenpass, der im Jahr 2023 möglichst in allen EU-Ländern eingeführt werden soll. Außerdem erwähnte sie den Wunsch der EU-Kommission, die Verhandlungen über die „horizontale Gleichbehandlungsrichtlinie“ noch stärker voranzutreiben, und betonte die Bedeutung angemessener Vorkehrungen sowie des diskriminierungsfreien Zugangs für Menschen mit Behinderungen in dieser Richtlinie.

Zu den weiteren Redner*innen der interfraktionellen Gruppe „Behinderung“ gehörte auch die EU-Abgeordnete Katrin Langensiepen, die stärkere Schritte zur Verwirklichung der Freizügigkeit forderte – einschließlich der Barrierefreiheit von Verkehrsmitteln und Chancengleichheit auf dem offenen Arbeitsmarkt.

Der EU-Abgeordnete Stellios Kympouroupolos verurteilte die anhaltende Diskriminierung in allen Lebensbereichen und betonte die Notwendigkeit, die Rechtsfähigkeit trotz Behinderung zu gewährleisten.

Die EU-Abgeordnete Mónica Semedo teilte ihre eigenen Kämpfe als sehbehinderte Person und die Notwendigkeit, Menschen mit Behinderungen das Wahlrecht in jedem EU-Staat zuzugestehen.

Der EU-Abgeordnete Ádám Kósa teilte die Notwendigkeit, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu gewährleisten.

Die EU-Abgeordnete Rosa Estaràs Ferragut forderte eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft. Sie betonte die Notwendigkeit, Stereotype zu bekämpfen und barrierefreien Wohnraum zu schaffen.

Zum Abschluss der Debatte erklärte die EU-Kommissarin für Gleichstellung Helena Dalli, dass sie sich schon auf die Zusammenarbeit freue, um die Umsetzung der „EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ und der „UN-BRK“ sicherzustellen. Abschließend forderte EU-Abgeordnete Pelletier die EU-Kommission auf, einen starken Vorschlag zum EU-Behindertenpass (European Disability Card) vorzulegen.

Original European Disability Forum

Übersetzung: Gudrun Eigelsreiter

 

Sidebar

euro-key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key Standorte in Österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Ankündigung der Fachkonferenz „Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen – Ursachen, Prävention und Schutz“ am 8. Oktober 2026 im ÖGB Catamaran. Logo des Österreichischen Behindertenrats.

Jahreskonferenz 2026

30. Juli 2026

Konferenz: Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen Ursachen, Prävention und Schutz

13 Vertreter*innen von ÖBÍ réttindasamtök und 3 Vertreterinnen des Österreichischen Behindertenrats stehen im Büro des Austrian Disability Council zu einem Gruppenbild zusammen.

Vernetzung mit isländischer Dachorganisation ÖBÍ

18. September 2026

Am 17. September 2026 war eine Delegation des Öryrkjabandalag Íslands (ÖBÍ), der isländischen Dachorganisation von Menschen mit Behinderungen, zu Gast beim Österreichischen Behindertenrat (ÖBR).

Bild zeigt männliche Hand, die auf Tablet drückt, Foto: Canva

Umfrage zu barrierefreiem Wohnraum

24. August 2026

Das Europäische Behindertenforum (EDF) sammelt Erfahrungsberichte von Menschen mit Behinderungen, die bei der Suche nach barrierefreiem, bezahlbarem und geeignetem Wohnraum auf Hindernisse gestoßen sind.

Flugzeugtragfläche über einem Wolkenbedeckten Himmel

Stärkung der Rechte für Flugreisende mit Behinderungen: Rat der Europäischen Union erteilt Zustimmung

13. Juli 2026

Nach jahrelangen Verhandlungen hat der Rat der Europäischen Union am 13. Juli 2026 seine Zustimmung zur Überarbeitung der EU-Regelungen zu den Fluggastrechten erteilt.

Österreichischer Behindertenrat

1100 Wien, Favoritenstraße 111/11
dachverband@behindertenrat.at
Telefon +43 1 5131533

Vielen Dank für Ihre Spende:
Erste Bank: BLZ 20111
IBAN: AT34 2011 1000 0791 4849

Quicklinks

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Leicht Lesen
  • EuroKey

Unsere Social Media-Kanäle:

  • Facebook
  • Bluesky
  • LinkedIn
  • Instagram

© 2026 · Österreichischer Behindertenrat