• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Footer springen
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • English

Leicht lesen

Logo Österreichischer Behindertenrat

Österreichischer Behindertenrat

Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

  • Aktuelles
    • News
    • Presseaussendungen
    • Magazin „monat“
    • monat Archiv
    • Veranstaltungen
    • Fachkonferenz 2025: Barrierefreiheitsgesetz
    • Nationalratswahl 2024
    • EU-Wahl 2024
  • Der Österreichische Behindertenrat
    • Aufgaben
    • Präsidium
    • Team
    • Mitglieder
    • Partner
    • Besetzungsvorschläge für den Bundesbehindertenbeirat nach § 10 Abs 1 Z 6 BBG
    • Forum Selbstvertretung
    • Kompetenzteams
    • Inklusive Planungsgruppe
    • Gewaltschutzrichtlinie
    • Forderungen des Österreichischen Behindertenrats
    • Kontakt und Anfahrt
    • Presse
  • Recht und Soziales
    • EuroKey – Schlüssel für mehr Unabhängigkeit
    • Stellungnahmen
    • Positionspapiere
    • Nationaler Aktionsplan
    • Besetzungsvorschläge für den Bundesbehindertenbeirat nach § 10 Abs 1 Z 6 BBG
    • Staatenprüfung 2023
  • EU und international
    • Stellungnahmen international
    • Lobbying
    • Europäisches Behindertenforum
    • Europäischer Behindertenausweis – European Disability Card
    • Europäisches Parlament der Menschen mit Behinderungen
  • Projekte und Initiativen
    • Ideenwettbewerb UNIKATE
    • Frauen mit Behinderungen
    • Demos
    • LICHT INS DUNKEL
  • Kontakt
  • Impressum
  • English
  • Leicht Lesen
Startseite › Aktuelles › News › Inklusion im Spiel

Inklusion im Spiel

25. September 2023

Beim freien Spiel lernen Kinder mit und ohne Behinderungen, schwierige Situationen (allein) zu meistern sowie eigene Fähigkeiten einzuschätzen.

2 Mädchen spielen auf einem Spielplatz. Eines davon nützt einen Rollstuhl. Foto: Jayden Becker
Der Spielplatz als Begegnungsort, Foto: Jayden Becker

Lasst uns Dummheiten machen – Das Recht auf freies Spiel

In Artikel 30 der UNBRK ist die Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport geregelt – explizit wird in Absatz 5 auf Erholungs-, Freizeit- und Sportmöglichkeiten eingegangen und unter Paragraph D, „dass Kinder mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen Kindern an Spiel-, Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten teilnehmen können, einschließlich im schulischen Bereich.“

von Dipl.soz.päd. Eva-Maria Fink

Da momentan keine schulische Integration bzw. Inklusion von Kindern mit Behinderungen flächendeckend in Österreich besteht, stellen Spielplätze theoretisch einen niederschwelligen Begegnungsort zwischen Kindern mit Behinderungen und Kindern ohne Behinderungen dar.

Barrierefreie Spielplätze sind allerdings auch nicht flächendeckend vorhanden und oft sind nur einzelne Spielgeräte für Kinder mit Behinderungen vorhanden. Diese Spielgeräte fördern in den seltensten Fällen die Interaktion zwischen sich unbekannten Kindern und daher wird der Spielplatz als Begegnungsort nicht in seinem vollen Potential ausgeschöpft.

Warum ist Spielen so wichtig?

Mittlerweile ist bekannt, dass Kinder beim Spielen – und im Besonderen beim freien Spielen viel lernen. Ein freies Spiel wird im Groben dadurch definiert, dass keine vorgegebenen Regeln existieren und dass die Beteiligten während des Spiels selbst an der Entwicklung und Gestaltung des Spiels eingebunden sind. Wie ein freies Spiel verläuft, hängt neben dem Entwicklungsstand der Spielenden sehr stark von den vorhandenen Gegebenheiten ab. Deshalb ist eine (spiel-)anregende Gestaltung von Spielplätzen besonders relevant.

Was lernen Kinder beim Spielen auf Spielplätzen?

Spielen fördert allgemein die Entwicklung. Das Spielen auf Spielplätzen fördert insbesondere

körperliche Entwicklungsensorische Entwicklungintellektuelle Entwicklungkommunikative Entwicklungsoziale – emotionale Entwicklung
grob- oder feinmotorische FähigkeitenSehen, Tasten, Hören, Geruch und Geschmack

Gleichgewicht

Tiefen-Wahrnehmung

 

(natur-)
wissenschaftliches LernenProblemlösungenabstraktes Denken
nonverbale und (Gestik und Mimik)

verbale Kommunikation (Ausdruck, Verständnis, Sprachrichtigkeit)

 

Selbstwert und -bewusstsein

Selbst- und Fremd-Wahrnehmung

Interaktion

Kooperation

Zugehörigkeits-Gefühl

 

Was verhindert freies, risikoreiches Spiel für Kinder mit Behinderungen?

Es gibt einige Faktoren, die neben der fehlenden Barrierefreiheit von Spielplätzen das Spielen von Kindern mit Behinderungen negativ beeinflussen.

Grundvoraussetzung ist die Erreichbarkeit des Spielplatzes. Wohnortnähe stellt einen wichtigen Aspekt von Barrierefreiheit dar und schon bei diesem Punkt gibt es großes Entwicklungspotential. Wirklich barrierefreie Spielplätze gibt es sehr wenig und dadurch ist die Nutzung auch mit langen Anfahrtszeiten verbunden, was der Niederschwelligkeit als Begegnungsort Spielplatz im Weg steht.

Sehr oft setzt die Planung von Spielgeräten für Kinder mit Behinderungen die Sicherheit in den Fokus. Das macht das Spielen oft wenig spannend und abwechslungsreich und auch deshalb werden oft vorhandene barrierefreie Spielgeräte seltener bespielt als Spielgeräte, bei denen Sicherheit nicht ausschließlich im Fokus steht.

Das Bedürfnis nach Sicherheit setzt sich auch oft bei der Begleitung von Kindern mit Behinderungen fort. Oft unterschätzen Betreuungspersonen die Fähigkeiten eines Kindes und bremsen das freie Auskundschaften und Ausprobieren. Dies kann gravierende Folgen haben, denn durch das fehlende Vertrauen der Erwachsenen in die Fähigkeiten des Kindes, entwickeln Kinder mit Behinderungen selbst ein fehlendes Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und dies wirkt sich folglich auch auf deren Risikobereitschaft aus. Denn sie werden in der Entwicklung einer realistischen Selbsteinschätzung gebremst und in Folge wirkt sich dies auf den Selbstwert und das Selbstvertrauen aus.

Selbstverständlich darf nicht außer Acht gelassen werden, dass viele Kinder mit Behinderungen die Begleitung von Erwachsenen brauchen, um überhaupt am Spielplatz teilhaben zu können. Die Gratwanderung als Begleitperson Sicherheit zu geben und trotzdem die Möglichkeit zu eröffnen, die eigenen Fähigkeiten einschätzen zu lernen, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten und sich selbst Lösungen für Probleme überlegen zu müssen, ist sicherlich für jede Begleitperson, unabhängig von einer Behinderung eine Herausforderung.

Das Zusammenspiel dieser verschiedenen Faktoren: eine ständige Begleitperson, fehlende Selbsteinschätzung und Selbstvertrauen, fehlende Barrierefreiheit von Spielgeräten und eventuell noch ein anderes Aussehen oder Verhalten bei starken Emotionen kann einen Nährboden zu sozialer Diskriminierung – also z.B.: Hänseleinen oder Beschimpfungen, Ausschluss ausgehend von Kindern ohne Behinderungen führen. Doch gerade durch unser segregierendes Bildungssystem können Kinder ohne Behinderungen den respektvollen Umgang gegenüber Kindern mit Behinderungen oft nicht lernen und Angriff ist oft die beste Verteidigung, um die eigenen Unsicherheiten zu überspielen. Dieses Bewusstsein braucht es von einer Begleitperson: einmal weniger „Pass auf, das kannst du nicht.“ Und dafür einmal mehr Unterstützung bei der Interaktion zwischen Kindern mit und ohne Behinderung oder auch den dazugehörigen Eltern.

Die Chance, Dummheiten oder schwierige Situationen (allein) zu meistern, die eigenen Fähigkeiten selbst einzuschätzen zu lernen und abzuwägen, ob die eigenen Entscheidungen schlau waren, auch das gehört zur Würde und zum Recht eines Kindes mit Behinderungen.

Quellen

UN-Behindertenrechtskonvention: Teilnahme am kulturellen Leben

Francesca Caprino. When the risk is worth it: the inclusion of children with disabilities in free risky play. 2018

6 reasons children need to play outside

Sidebar

Euro-Key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key standorte in österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Mann steht in einem Festsaal und hält eine Rede, hinter ihm steht ein Weihnachtsbaum, rechts ist eine Gebärdensprachdolmetscherin zu sehen

Menschen mit Behinderungen feiern mit dem Bundespräsidenten

17. Dezember 2025

Am 16. Dezember 2025 kamen Menschen mit Behinderungen aus ganz Österreich zu einem vorweihnachtlichen Empfang in der Wiener Hofburg zusammen. Eingeladen hatten Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Doris Schmidauer.

Kind malt mit bunten Ölkreiden, Foto: Unsplash/Stephen Andrews

Inklusion in Wiener Kindergärten: Anspruch und Realität

22. Oktober 2025

Über 1.500 Kinder mit Unterstützungsbedarf warten in Wien auf Kindergartenplätze. Fachkräftemangel und Bürokratie bremsen den Ausbau inklusiver Gruppen.

Frau mit blonden, halblangen Haaren trägt etwa 2-jährigen Sohn, der eine blaue Kappe trägt und am Daumen lutscht, Foto: Maurice Garlet

Mehr Schutz im Job für Eltern behinderter Kinder

23. September 2025

Entscheidung des EuGH: Verbesserter Schutz am Arbeitsplatz für Eltern von Kindern mit Behinderungen

Mädchen mit Over-Ear-Kopfhörern klettert auf eine Fensterbank und sieht aus dem Fenster

Stille Stunde in der WIENXTRA-Kinderinfo

22. September 2025

Die WIENXTRA-Kinderinfo lädt an Dienstagen von 14:00 bis 15:00 und Donnerstagen von 17:00 bis 18:00 Uhr zur Stillen Stunde.

Österreichischer Behindertenrat

1100 Wien, Favoritenstraße 111/11
dachverband@behindertenrat.at
Telefon +43 1 5131533

Vielen Dank für Ihre Spende:
Erste Bank: BLZ 20111
IBAN: AT34 2011 1000 0791 4849

Quicklinks

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Leicht Lesen
  • EuroKey

Unsere Social Media-Kanäle:

  • Facebook
  • Bluesky
  • LinkedIn
  • Instagram

© 2026 · Österreichischer Behindertenrat