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Startseite › Aktuelles › News › Schacholympiade für Menschen mit Behinderung

Schacholympiade für Menschen mit Behinderung

29. Januar 2023

Von 29. Januar bis 5. Februar 2023 findet in Belgrad die Schacholympiade für Menschen mit Behinderung statt.

Hand setzt weiße Schachfigur auf eine schwarze Schachfigur und schlägt sie

Von 29. Januar bis 5. Februar 2023 findet in Belgrad, Serbien, die erste Schacholympiade für Menschen mit Behinderung statt. Schachspieler*innen aus 33 Nationen und drei internationale Mannschaften stellten dabei ihr Können unter Beweis. Die Olympiade soll alle zwei Jahre stattfinden.

Die weltweit erste Online-Schacholympiade für Menschen mit Behinderung begann am 20. November 2020 und endete am 3. Dezember 2020, dem internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen. An der Online-Olympiade nahmen 61 Mannschaften aus 45 Ländern mit insgesamt fast 400 Spieler*innen teil. Im November 2021 wurde die vom Internationalen Schachverband FIDE organisierte, 4. Schachweltmeisterschaft für Menschen mit Behinderung mit 249 Spieler*innen aus 44 Nationen online abgehalten. Der Übergang vom Online- zum Over-the-Board-Format mit der Schacholympiade im Belgrader Hotel Crowne Plaza von 29. Januar bis 5. Februar 2023 im Rahmen der ersten Schacholympiade für Menschen mit Behinderung war eines der vorrangigsten Ziele des Internationalen Schachverbands FIDE.

„Schach ist ein einzigartiger Sport, in dem behinderte Menschen ein hohes professionelles Niveau erreichen und sowohl als Spieler als auch als Einzelpersonen aufblühen können. Das wollen wir weiter fördern! Der Internationalen Schachverband hat sich voll und ganz dem Ziel verschrieben, Schach inklusiv und für alle zugänglich zu machen. Insbesondere möchten wir denjenigen das verdiente Rampenlicht geben, die täglich anderen Herausforderungen gegenüberstehen als die meisten von uns, und deren Inspiration zum Aufstieg beachtet, respektiert und gefeiert werden sollte“, erklärte FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich.

Schach, ein Instrument zur Inklusion

Körperliche Unterschiede sind oft kein Hindernis für den Kampf um das Brett. Großmeister Thomas Luther, der in den Jahren 1993, 2002 und 2006 Deutscher Meister war und es in die Top 100 der Weltrangliste schaffte, wurde trotz der zusätzlichen Herausforderung, mit einer körperlichen Behinderung zu leben, zu einer Weltklasse-Figur in einem äußerst wettbewerbsintensiven Bereich. „Schach in jungen Jahren zu lernen, war für mich der Schlüssel, im Leben erfolgreich zu sein. Die Schacholympiade für Menschen mit Behinderung gibt benachteiligten Menschen eine Stimme und hilft ihnen, Selbstwertgefühl zu entwickeln und Anerkennung zu erlangen. Schach ist der einzige All-Inclusive-Sport“, erklärte Luther.

Bereits im Jahr 1848 wurde ein Schachspiel so angepasst, dass Spieler*innen mit Sehbehinderungen die Position der Figuren durch Berühren erkennen konnten. In den 1930er Jahren zählte Theodore Tylor zu den führenden Schachspielern Englands. Trotz seiner beinahe vollständigen Erblindung gelang es ihm, ein Unentschieden gegen Aljechin und Capablanca, zwei der besten Spieler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Derzeit gibt es drei internationale Verbände für blinde Spieler*innen (IBCA), für Spieler*innen mit körperlicher Behinderung (IPCA) und gehörlose Spieler*innen (ICCD). Jeder von ihnen ist Mitglied des Internationalen Schachverbands FIDE.

Service-Links

Internationaler Schachverband FIDE: Kommission für Schachspieler*innen mit Behinderung

1st FIDE Chess Olympiad for People with Disabilities, Belgrade, Serbia

International Braille Chess Association (IBCA)

International Association of Chess with Physical Disability (IPCA)

International Chess Committee of the Deaf

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