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Startseite › Aktuelles › News › Schwierigkeiten bei Rückgabe von Einweg-Pfandverpackungen

Schwierigkeiten bei Rückgabe von Einweg-Pfandverpackungen

25. Februar 2025

Rückgabeautomaten für den Einwurf leerer PET-Flaschen und Getränkedosen sind nicht für alle Menschen zugänglich.

Mann wirft eine Plastikflasche in Pfandrückgabestation

Im Jänner 2025 wurde in Österreich ein Pfandsystem für Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff (PET) und Metall-Getränkedosen etabliert. In vielen Verkaufsstellen stehen Rückgabeautomaten für den Einwurf leerer Gebinde bereit. Diese sind jedoch nicht für alle Menschen zugänglich.

Mit dem neuen Einwegpfand sollen noch mehr Getränkeverpackungen aus PET und Aluminium recycelt und zu neuen Flaschen und Dosen aufbereitet werden. Das soll die Umwelt schonen und achtloses Wegwerfen von Flaschen und Dosen in der Umwelt vermeiden. Verpackungen, die in die Pfandpflicht fallen, sind mit einem neuen Pfandsymbol markiert.

Einwegpfand-Verpackungen werden an allen Verkaufsstellen zurückgenommen, an denen sie ausgegeben wurden. Ausgenommen sind Getränkeautomaten und Post- und Paketzusteller. An frequentierten Plätzen wie beispielsweise Einkaufszentren oder Einkaufsstraßen können auch gemeinsame Rücknahmestellen eingerichtet werden. Die Rücknahme erfolgt entweder manuell oder wird über Rücknahmeautomaten abgewickelt.

Für blinde und sehbehinderte Menschen sowie Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen oder kleinwüchsig sind, sind Rückgabeautomaten für Pfandgebinde meist nicht zugänglich.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ) kritisiert, dass die Kennzeichnung, die Getränkeverpackungen als Pfandprodukt ausweist, nicht barrierefrei lesbar ist. Darüber hinaus werden Pfandrückgabestationen über Touchscreens bedient und sind dementsprechend nicht barrierefrei. Hilfe kann zwar direkt über die Rückgabestation angefordert werden – jedoch lediglich über die Auswahl am Touchscreen. Auch die Pfandbons in Form von Papierstreifen sind nicht barrierefrei lesbar. Dr. Markus Wolf, Präsident des BSVÖ erklärt: „Es ist unverständlich, weshalb ein österreichweit neu eingeführtes System nicht auch für alle barrierefrei zugänglich gemacht wurde.“

Mann im Rollstuhl vor einer Pfandrückgabestation
Da die Röhren, in die Pfandverpackungen zur Rückgabe geschoben werden müssen, sehr hoch angebracht werden, ist die Rückgabe des Leerguts auch für Menschen im Rollstuhl sowie kleinwüchsige Personen nicht immer möglich. Foto: BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben

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Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

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Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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