Vertreter*innen des Österreichischen Behindertenrats trafen am 4. Mai 2026 Bundesministerin Korinna Schumann zu einem weiteren Arbeitsgespräch. Behindertnerats-Präsident Klaus Widl sowie Manuela Lanzinger, Martin Ladstätter, Silvia Kunz und Barbara Haider Novak präsentierten das aktualisierte Positionspapier und brachten zentrale Anliegen ein.
Im Mittelpunkt standen die dringlich notwendige Valorisierung des Pflegegeldes, unsere Position zu den Mitteln des Ausgleichstaxfonds sowie konstruktive Vorschläge, die angespannte Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderungen zu entspannen. Auch die Eckpunkte der geplanten „Sozialhilfe neu“ wurden besprochen und welche Situationen von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden müssen, um eine bundesweit armutsfeste Regelung sicherzustellen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Begutachtungspraxis. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass der zugesicherte Verhaltenskodex und die gesetzliche Verankerung der Möglichkeit, eine Vertrauensperson mitzunehmen, erste wichtige Schritte sind, und haben gleichzeitig aufgezeigt, welche weitere Maßnahmen aus unserer Sicht noch notwendig sind.
Es war – wie gewohnt – ein konstruktives und lösungsorientiertes Gespräch. Behindertenrats-Präsident Klaus Widl ist überzeugt, trotz angespannter Budget-Situation gemeinsam tragfähige Kompromisse für aktuelle Herausforderungen gefunden zu haben. Es wurde von beiden Seiten die Bereitschaft signalisiert, auch für künftige Herausforderungen gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.
Service Links
Forderungen des Österreichischen Behindertenrats (PDF)
Forderungen des Österreichischen Behinderten-Rates in Leichter Sprache