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Startseite › Aktuelles › News › EDF: Wohneinrichtungen und Institutionen werden zu Brutstätten für Infektionen und Misshandlung

EDF: Wohneinrichtungen und Institutionen werden zu Brutstätten für Infektionen und Misshandlung

14. April 2020

Das EDF ist sehr besorgt über die Situation von Menschen mit Behinderungen, die in Wohneinrichtungen und Institutionen leben. Die schätzungsweise 1 Million Menschen mit Behinderungen, die in segregierenden Institutionen leben, sind jetzt verletzlicher denn je.

International: Wohneinrichtungen und Instituationen werden zu Brutstätten für Infektionen und Misshandlung

Regierungen müssen jetzt handeln!

Übersetzung der Forderungen des EDF vom 31.03.2020 durch Gudrun Eigelsreiter – Originaltext: www.edf-feph.org/newsroom/news/residential-institutions-are-becoming-hotbeds-infection-and-abuse-governments-need-act

Das EDF ist sehr besorgt über die Situation von Menschen mit Behinderungen, die in Wohneinrichtungen und Institutionen leben. Die schätzungsweise 1 Million Menschen mit Behinderungen, die in segregierenden Institutionen leben, sind jetzt verletzlicher denn je, da sie ein erhöhtes Risiko tragen mit dem COVID-19 Virus infiziert zu werden. Außerdem tragen die BewohnerInnen von Institutionen ein hohes Risiko körperlichen sowie psychischen Missbrauch zu erleben, aufgrund der Isolation, der Vernachlässigung bis hin zur Zurücklassung. Die Gefahren, denen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind, inkludieren folgende Umstände:

  • Mangel an persönlicher Schutzausrüstung für Menschen mit Behinderungen und für das Personal der Institutionen, der zu einem erhöhtem Infektionsrisiko für beide Personengruppen führt. Das Risiko verstärkt sich aufgrund des Lebensstils, der in Institutionen üblich ist.
  • Mangel an Pflege und BewohnerInnen, die sich selbst überlassen werden, (weil das Personal entweder gekürzt oder unter Quarantäne gestellt wurde, oder aus Angst vor Ansteckung nicht mehr arbeitet).
  • Zwangsmedikationen und erzwungene Beschränkungsmaßnahmen unter dem Vorwand, es handle sich um Präventionsmaßnahmen
  • Erzwungenes Einsperren, wodurch der Kontakt zur Außenwelt – zu Familie, FreundInnen und andere Personen außerhalb der Institution eingeschränkt wird

Berichte zeigen, dass dies alles schon passiert

  • In Griechenland werden Menschen, die in psychiatrischen Institutionen leben, in ihren Zimmern eingesperrt und es wird ihnen der Zugang zu ihren Mobiltelefonen und zum Internet untersagt. Telefonischer Kontakt mit Familien und Freunden ist oft verboten oder muss durch ein einziges Telefon durchgeführt werden, wodurch die Chancen der Übertragung von COVID-19. Psychiatrische Institutionen müssen mit Personalmangel zurechtkommen, da viele Angestellte nicht zur Arbeit erscheinen, aus Angst vor Ansteckung.
  • In Italien haben sich 70 Personen in einer Institution für Menschen mit Lernschwierigkeiten angesteckt. Die LeiterInnen haben zugegeben, dass die BewohnerInnen und das Personal keine persönliche Schutzausrüstung hatten.
  • In Polen, haben sich 52 von 67 BewohnerInnen und 8 von 14 Angestellten in einer Wohneinrichtung angesteckt.
  • In Spanien, hat die Presse von mehreren Fällen berichtet, inklusive 43 Todesfällen in einem Altenheim und zumindest 12 mutmaßliche Fälle in einer Institution in Granada. Es gibt außerdem Berichte von Unterstützungsdienstleistungen, die einen dringenden Bedarf an Masken, Handschuhen und Schutzkleidung. Sie flüchten in hausgemachte Lösungen und geben sogar Ausrüstung in die Mikrowelle, in der Hoffnung sie so zu sterilisieren.
  • In Deutschland fehlt Wohneinrichtungen ein hohes Maß an persönlicher Schutzausrüstung und finanziellen Mitteln, um ihre Präventionsmaßnahmen zu unterstützen.

Wir sind außerdem sehr beunruhigt über das Aussetzen von gemeinnützigen Dienstleistungen in manchen Ländern. Wir fordern die politischen EntscheidungsträgerInnen dazu auf:

  • Jede mögliche Anstrengung zu unternehmen, Wohneinrichtungen und psychiatrische Institutionen zu schließen und gemeindenahe Wohnlösungen anzubieten
  • Überprüfungen und Garantie, dass BewohnerInnen weder misshandelt noch vernachlässigt werden, sowie Missstände wie erzwungene Abgeschiedenheit, Beschränkungen und Zwangsmedikation während der Krise nicht angewendet werden
  • Garantieren, dass Menschen mit Behinderungen noch immer ihre Familien und ihr Unterstützungsnetzwerk außerhalb der Institutionen kontaktieren können und sie dies in Privatsphäre mit ihren eigenen Kommunikationsgeräten tun können
  • Proaktives und breitaufgestelltes Testen und strengere Präventionsmaßnahmen für Gruppen von Menschen mit Behinderungen, die gefährdeter sind zu erkranken und jener, die in Institutionen leben müssen. Diese Maßnahmen sollten auch auf die Personen ihres Unterstützungsnetzwerk ausgeweitet werden
  • Sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen in Wohneinrichtungen gleichen Zugang zur medizinischen Behandlung haben
  • Bestimmung von DienstleistungsanbieterInnen (wie PflegerInnen, Persönliche AssistentInnen, Unterstützende Personen) als „Schlüsselkräfte“, die mit ihrer Arbeit weitermachen können. Außerdem sollen sie mit persönlicher Schutzausrüstung sowie mit Instruktionen versorgt werden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren und regelmäßig auf das COVID-19 Virus getestet werden. Weiters soll es ihnen erlaubt sein, zum und vom Arbeitsplatz zu reisen (beides zu Organisationen oder zu Wohnungen von KundInnen)
  • Dringend benötigte Schutzausrüstung für Angestellte und Menschen mit Behinderungen, die in Einrichtungen leben muss zur Verfügung gestellt werden. Auch für Personen, die in der gemeindenahen Unterstützungsarbeit tätig sind
  • Sicherstellen, dass Institutionen über Vorräte an Hygieneartikel verfügen und strikte Hygiene sowie Präventionsmaßnahmen einhalten. Diese Vorräte müssen auch für BewohnerInnen in barrierefreien Formaten verfügbar sein.
  • Förderung von Agenturen, die Unterstützung (PflegerInnen) für Menschen mit Behinderungen weiterleiten und somit die Notfallpläne unterstützen, für Zeiten in denen zu wenig Personal vorhanden ist. Diese Förderung inkludiert auch den Abbau von bürokratischen Barrieren bei der Einstellung von Personal, bei gleichzeitigem Beibehalten von Schutzmaßnahmen wie Überprüfung des Hintergrunds einer Person
  • In Unterstützungsdienstleistungen investieren und sicherstellen, dass sie den mit der Krise einhergehenden Kosten wie Medizin, Schutzmaterialien und Personalüberstunden zurechtkommen, auf eine für die betroffene Bevölkerung inklusive Weise
  • Durchführung von Besuchen in institutionellen Einrichtungen und sorgfältige Kontrolle deren Aktivitäten, um sicherzustellen, dass BewohnerInnen nicht zurückgelassen werden oder durch Personal-Einsparungen oder die Abwesenheit von Per in Gefahr kommen. BewohnerInnen sollten Zugang zu Informationen haben über ihre Rechte und die Instrumente, um über Verletzungen zu berichten
  • Die EU sollte Ländern mit einem Mangel an persönlicher Schutzausrüstung mit medizinischen Instrumenten und Materialien versorgen, um Infektionen zu vermeiden. Diese Ausrüstung sollte priorisiert werden für Angestellte, die Kontakt mit KundInnen haben, einschließlich Personal, dass Menschen mit Behinderungen unterstützt.

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