Von Oktober bis Dezember 2025 fand in Kärnten erstmals ein spezieller Gebärdensprache-Kurs für Polizeibedienstete statt. Der Kurs war Teil des Pilotprojekts „GEMEINSAM.INKLUSION – WIR.BEHINDERN.NICHT“. Er wurde gemeinsam mit dem Fakultätszentrum für Gebärdensprache und Hörbehindertenkommunikation der Universität Klagenfurt umgesetzt. Der Kurs war eigens für die Landespolizeidirektion Kärnten entwickelt. Seitens des Österreichischen Behindertenrats war Eva Leutner an dem Projekt beteiligt.
Ziel der Weiterbildung
Ziel des Kurses war es, die Kommunikation mit gehörlosen und schwerhörigen Menschen zu verbessern. Damit soll die Polizeiarbeit für alle Menschen zugänglicher werden. Die Inhalte waren auf den Arbeitsalltag im Polizeidienst abgestimmt.
Theorie und Praxis
Geleitet wurde der Kurs von Natalie Unterberger. Die Ausbildung bestand aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil. Die Teilnehmenden lernten grundlegende Gebärden und übten deren Einsatz in typischen beruflichen Situationen.
Abschluss des Kurses
Nach Abschluss des Kurses erhielten die Teilnehmenden entweder ein Zertifikat der Universität Klagenfurt oder eine Teilnahmebestätigung. Die Übergabe erfolgte durch Oberst Wolfgang Gabrutsch, GEMEINSAM.SICHER Landeskoordinator, sowie durch Marlene Hilzensauer, Leiterin des Fakultätszentrums für Gebärdensprache und Hörbehindertenkommunikation.
Positive Rückmeldungen und Fortsetzung
Die Rückmeldungen zum Kurs waren sehr positiv. Viele Teilnehmer*innen wünschen sich eine Fortsetzung, um ihre Kenntnisse weiter auszubauen. Die Zusammenarbeit mit der Universität Klagenfurt wird daher auch im Jahr 2026 fortgeführt. Geplant sind weitere Kurse für Absolvent*innen und für neue interessierte Bedienstete.
Auch die Universität Klagenfurt bewertet die Zusammenarbeit positiv. Sie verweist auf die Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei, die im Jahr 2025 abgeschlossen wurde. Diese Partnerschaft soll weitere gemeinsame Projekte in Bildung und Forschung ermöglichen.
Peter Schlögl, Vizerektor für Transfer, Kooperationen und Weiterbildung, sagte dazu: „Diese Kooperation zeigt, wie gut Universität und Polizei zusammenarbeiten können. Sie schafft Möglichkeiten für Weiterbildung, Forschung und gesellschaftliche Wirkung und trägt zu mehr Inklusion und Sicherheit bei.“