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Startseite › Aktuelles › News › Klimakrise und inklusiver Katastrophenschutz

Klimakrise und inklusiver Katastrophenschutz

31. Januar 2023

Monitoringausschuss zu Auswirkungen der Klimakrise und Bedarf an inklusivem Katastrophenschutz für Menschen mit Behinderungen

Hand hält vor grauem Hintergrund ein Tablett. Auf diesem befinden sich Hochhäuser, Bauwerkzeug und ein Bauhelm

Der Unabhängige Monitoringausschuss und der Kärntner Monitoringausschuss nehmen zu den Auswirkungen der Klimakrise und dem Bedarf an inklusivem Katastrophenschutz Stellung.

Menschen mit Behinderungen sind besonders von der Klimakrise betroffen. Hilfeleistungen und Notunterkünfte sind oftmals nicht barrierefrei nutzbar. Grunderkrankungen können sich verschlechtern und durch klimabedingte Katastrophenfälle zerstörte Güter und Wohnraum können von Menschen mit Behinderungen schwerer ersetzt werden. Im Rahmen der Öffentlichen Sitzung 2022 des Unabhängigen Monitoringausschusses und des Kärntner Monitoringausschusses wurde das Thema „Klimakrise und Katastrophenschutz“ behandelt.

„Menschen mit Behinderungen werden bei Präventionsmaßnahmen oder Krisenplänen noch zu wenig berücksichtigt. Das ist mehr als eine theoretische Gefahr, wie uns die Opfer mit Behinderungen der Flutkatastrophe im Ahrtal gezeigt haben“, so Christine Steger, Vorsitzende des Unabhängigen Monitoringausschusses. Es braucht umfassende Partizipation von Menschen mit Behinderungen, nur so kommen alle bestmöglich durch Katastrophen. Jedoch findet eine solche nach wie vor nicht ausreichend statt, wie es die Vorbereitungen für mögliche Blackouts zeigen.

„Im Zusammenhang mit Blackouts und anderen Katastrophen wird auf die Eigenverantwortung jedes Menschen verwiesen, aber wie sollen behinderte Personen diese übernehmen, wenn sämtliche Informationen dazu nicht barrierefrei und verständlich zur Verfügung stehen?“, hält Ernst Kočnik, Vorsitzender des Kärntner Monitoringausschusses fest.

Weltweit ist eine Zunahme von klimabedingten Katastrophen, wie Fluten oder Waldbrände, bemerkbar. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sichert mit Art 9 (Barrierefreiheit), Art 11 (Gefahrensituationen und humanitäre Notlagen), Art 14 (Freiheit und Sicherheit), Art 17 (Schutz der Unversehrtheit) und Art 32 (Internationale Zusammenarbeit) den Schutz sowie die Partizipation von Menschen mit Behinderungen im Kontext der von Katastrophen und der Klimakrise. Österreich ist zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichtet.

Service-Links

  • Klimakrise und Katastrophenschutz 2022 (PDF)
  • Klimakrise und Katastrophenschutz 2022 – Version in Leicht Lesen (PDF)
  • Fachkonferenz „Klimakrise: Ohne uns keine Zukunft. Menschen mit Behinderungen können und wollen eine Rolle im Umgang mit der Klimakrise spielen“ – Österreichischer Behindertenrat
 

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Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

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Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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