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Startseite › Aktuelles › News › Maßnahmenpaket für burgenländische Kindergärten

Maßnahmenpaket für burgenländische Kindergärten

23. April 2024

Das Maßnahmenpaket umfasst u.a. autismusspezifische Beratung im elementarpädagogischen Bereich und einen Lehrgang für Inklusionspädagogik.

Gruppenbild von 5 stehenden Frauen
von links: Mag Gerda Konrath (Referat Elementarpädagogik, Amt der Bgld. Landesregierung), Doris Handler (1. Vorsitzendestellvertreterin der Gewerkschaft Younion und Elementarpädagogin), Mag. Sylvia Gradinger-Drawitsch (Stellvertretende Präsidentin des Vereins „Autismus Burgenland“), Mag. Petra Ipsits-Lindner (Präsidentin des Vereins „Autismus Burgenland“) und Landesrätin Mag. (FH) Daniela Winkler, Foto: Landesmedienservice Burgenland

Ein neues Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Pädagog*innen und Familien wurde am 23. April 2024 im Rahmen eines Pressegesprächs im Amt der Burgenländischen Landesregierung vorgestellt. Bei den vier vom Land Burgenland, von der Gewerkschaft Younion und dem Verein „Autismus Burgenland“ erarbeiteten Maßnahmen handelt sich um eine autismusspezifische Beratung im elementarpädagogischen Bereich, Supervision für Pädagog*innen in den Einrichtungen, Telefon- und Videodolmetsch für Familien mit nichtdeutscher Muttersprache und die Entwicklung eines Lehrgangs für Inklusionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Burgenland.

Im neuen Hochschullehrgang „Professionalisierung im inklusiven Setting“ werden interessierten Elementarpädagog*innen an der Pädagogischen Hochschule Burgenland theoretische Grundlagen und praktische Umsetzungsstrategien für die Begleitung von Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf und Inklusion vermittelt. In Kooperation mit Kooperationspartner*innen wie dem Verein „Autismus Burgenland“ und Vertreter*innen der Pädagog*innen in Abstimmung mit dem Referat für Elementarpädagogik im Amt der Burgenländischen Landesregierung wurden zusätzliche adäquate Unterstützungsangebote ausgearbeitet. So steht ab sofort den Pädagog*innen mit einer Supervision ein Beratungsformat zur Qualitätssicherung zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Installation eines Dolmetschservice, das per Telefon oder Video herangezogen werden kann, für eine bessere Kommunikation zwischen Pädagog*innen und Eltern nichtdeutscher Muttersprache sorgen. Eine wesentliche und weitreichende Maßnahme ist die autismusspezifische Beratung für Mitarbeiter*innen burgenländischer elementarer Bildungseinrichtungen sowie für Familien.

Das Maßnahmenpaket im Detail

Hochschullehrgang „Professionalisierung im inklusiven Setting“

Durch den Hochschullehrgang „Professionalisierung im inklusiven Setting“ werden Elementarpädagog*innen befähigt, Kinder mit Unterstützungsbedarf in ihren individuellen Lern- und Entwicklungsprozessen zu begleiten. Dieses Angebot kann ab dem Kindergartenjahr 2024/25 kostenlos in Anspruch genommen werden.

Autismusspezifische Beratung für Mitarbeiter*innen burgenländischer elementarer Bildungseinrichtungen

Das Projekt wird zur Unterstützung der sozialen Inklusion von Kindern mit einer Diagnose aus dem Autismus-Spektrum in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen durchgeführt. Durch das Hinzuziehen adäquater Unterstützungsangebote werden den Mitarbeiter*innen der Bildungseinrichtungen pädagogische Leitlinien zur Gestaltung pädagogischer Situationen sowie Orientierungs- und Strukturierungshilfen gegeben. Die Zielgruppe sind Mitarbeiter*innen burgenländischer elementarer Bildungseinrichtungen, die Kinder mit einer Diagnose aus dem Autismus-Spektrum begleiten, fördern und betreuen. Das Angebot kann ab dem Kindergartenjahr 2024/25 kostenlos in Anspruch genommen werden.

Supervision – Qualitätsentwicklung in elementaren Bildungseinrichtungen

Supervision ist ein Beratungsformat zur Qualitätssicherung, das Pädagog*innen in elementaren Bildungsinstitutionen dabei unterstützt, Handlungsstrategien im Bildungsalltag zu reflektieren und zu optimieren. Dieses Angebot kann ab sofort in geeigneten elementaren Bildungseinrichten in Anspruch genommen werden. Es sind bis zu 15 Einheiten pro Einrichtung im Semester möglich.

Telefon- und Videodolmetsch – Projekt „Wir verstehen uns“

Das Projekt „Wir verstehen uns“ wird mit SAVD-Videodolmetscher*innen durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein niederschwelliges Angebot für Eltern, Elementarpädagog*innen und Erhalter*innen im elementarpädagogischen Bereich. Durch das frühzeitige Hinzuziehen von professionell ausgebildeten Dolmetscher*innen können Rechte, Pflichten, Anliegen und Wünsche rasch und unkompliziert, ohne Missverständnisse kommuniziert und somit das Vertrauen in der Bildungspartnerschaft gestärkt werden. In 61 Sprachen können wochentags von 7.00 bis 19.00 Uhr sowie in den Ferien professionelle Dolmetscher*innen innerhalb kurzer Zeit hinzugezogen werden. Das Angebot steht ab sofort zur Verfügung.

Quelle: Landesmedienservice Burgenland 

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