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Startseite › Aktuelles › News › Ukrainer*innen mit Behinderungen

Ukrainer*innen mit Behinderungen

8. Juli 2022

Bericht des European Disability Forum zur Lage der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen in der Ukraine

Mann sietzt mit gesenktem Kopf auf einem Stuhl, Foto: Taras Chuiko

Das European Disability Forum (EDF) erstellte einen neuen Bericht zur Lage der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen in der Ukraine und den Aktivitäten des EDF dazu

Mehr als 143.600 Menschen mit Behinderungen wurden durch den Krieg in der Ukraine vertrieben. Menschen mit Behinderungen waren von mehreren Risiken betroffen: dem Risiko zurückgelassen zu werden, erhöhter Gewalt ausgesetzt zu sein, keinen oder fehlenden Zugang zu sicheren Plätzen zu haben und fehlende Hilfe und Unterstützung bei der Genesung zu bekommen. Frauen und Kinder mit Behinderungen sind einem erhöhten Risiko von sexueller Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung ausgesetzt. Wichtige Informationen zu Sicherheit und Evakuierung sind oft nicht barrierefrei zugänglich, und Evakuierungszentren sind ebenfalls nur selten für Menschen mit Behinderungen zugänglich.

Das Europäische Behindertenforum (EDF) und seine Mitgliedsorganisationen beobachten zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, die während des Krieges aufgetreten sind.

Einige der Möglichkeiten, wie das EDF diese Arbeit zur Überwachung der Menschenrechte durchführt:

  • Das EDF verfasst Beiträge zum „Bericht über Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, begangen in der Ukraine seit dem 24. Februar 2022“, der von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erstellt wurde.
  • Das EDF teilt Geschichten, die von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien erzählt wurden.
  • Das EDF und IDA (die International Disability Alliance zu Deutsch „Internationale Allianz für Menschen mit Behinderungen“) unterstützen ukrainische Organisationen von Menschen mit Behinderungen bei der Vorbereitung von Eingaben an UN-Menschenrechtsvertragsgremien. Ein Beispiel ist der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes im September 2022.
  • Aufgrund des Eintretens des EDF forderte der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen die EU auf, Informationen über Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit von Menschen mit Behinderungen bereitzustellen, die von den Feindseligkeiten in der Ukraine betroffen sind. (Details)
  • Das EDF stellte dem UN-Koordinierungsmechanismus innerhalb der Ukraine Informationen über die Situation von Menschen mit Behinderungen zur Verfügung und nahm an der regionalen Schutzarbeitsgruppe teil, die sich auf die Arbeit außerhalb der Ukraine konzentriert.
  • Das EDF erstellt eine neue Reihe von Berichten: „EU in the World“. Die erste Ausgabe widmet sich Menschen mit Behinderungen, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind.
  • Das EDF unterstützt weiterhin gemeinsam mit seinen Mitgliedern in den Nachbarländern der Ukraine Menschen mit Behinderungen, die vor dem Krieg fliehen.
    Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.edf-feph.org/ukraine.

Das EDF danket seinem Spender CBM  für dessen wichtigen Beitrag für die Arbeit des EDF in der Ukraine.

Bei Fragen zu diesem Thema kann man sich an Sofie Leenknecht, die Menschenrechtskoordinatorin des EDF, wenden.

Bericht des European Disability Forum zur Lage der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen in der Ukraine

Übersetzung: Gudrun Eigelsreiter

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Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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