Unter dem Motto „Gute Beziehungen – Wie geht das?“ beschäftigten sich die Teilnehmenden im Veranstaltungszentrum Catamaran in Wien mit unterschiedlichen Aspekten sozialer Beziehungen. Themen waren unter anderem Einsamkeit, neue Partnerschaften, Sexualität, Familienplanung sowie Privatsphäre im Wohnumfeld. Auch Fremdbestimmung in Beziehungen und der Umgang mit Konflikten wurden diskutiert.
Die ganztägige Fortbildung wurde bereits zum neunten Mal vom Fonds Soziales Wien gemeinsam mit Selbstvertreter*innen organisiert. Zusätzlich beteiligten sich mehrere Partnerorganisationen mit Informations- und Beratungsangeboten.
Der Selbstvertretungs-Tag wurde erneut gemeinsam mit einer Expert*innen-Gruppe aus Selbstvertreter*innen vorbereitet. Auch das diesjährige Schwerpunktthema wurde laut FSW vorab von Kund:innen mit Behinderungen ausgewählt.
FSW-Geschäftsführerin Anita Bauer betonte die Bedeutung selbstbestimmter Entscheidungen in allen Lebensbereichen. Dazu gehöre auch, Beziehungen selbst gestalten und persönliche Grenzen setzen zu können. Der Selbstvertretungs-Tag solle Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, ihre Interessen und Rechte selbstbewusst zu vertreten.
Auch Wiens Sozialstadtrat Peter Hacker verwies auf die Bedeutung von Beziehungen auf Augenhöhe, Privatsphäre und gesellschaftlicher Teilhabe. Der Selbstvertretungs-Tag sei ein Beispiel dafür, wie Inklusion in Wien gelebt werde.
Der Fonds Soziales Wien unterstützt gemeinsam mit 78 Partnerorganisationen rund 15.300 Kund*innen mit Behinderungen in Wien. Das Angebot umfasst unter anderem Wohnen, Tagesstruktur, Arbeitsintegration, Mobilitätsangebote und Frühförderung. Zusätzlich setzt der FSW Formate zur Förderung von Mitsprache und Teilhabe um. Dazu zählen neben dem Selbstvertretungs-Tag auch der FSW-Kund*innen-Rat sowie Maßnahmen im Rahmen des Programms „Inklusives Wien 2030“.