Studierende der Studiengänge „Inklusive Pädagogik in außerschulischen Praxisfeldern“ sowie „Inklusion und Transformation in Organisationen“ an der Bertha von Suttner Privatuniversität haben sich mit einem Anliegen an Organisationen und Entscheidungsträger*innen gewandt.
Sie machen darauf aufmerksam, dass die Zukunft dieser Studiengänge derzeit nicht gesichert ist.
Unsicherheit durch Spardruck
Hintergrund sind finanzielle Herausforderungen von Bund und Ländern. Der zunehmende Spardruck wirkt sich auch auf die Soziallandschaft aus. Besonders betroffen sind Bereiche, die sich mit Teilhabe, Inklusion und sozialer Gerechtigkeit beschäftigen.
Die Studierenden sehen darin eine konkrete Gefahr für die Weiterführung der Inklusionsstudiengänge.
Wichtige Ausbildung für inklusive Praxis
Die beiden Studienangebote vermitteln Kompetenzen, die in vielen Bereichen benötigt werden. Studierende lernen, Ausschlussmechanismen zu erkennen und inklusive Prozesse aktiv zu gestalten.
Das Bachelorstudium „Inklusive Pädagogik in außerschulischen Praxisfeldern“ ist berufsbegleitend aufgebaut und verbindet Theorie und Praxis. Lernen findet in kleinen Gruppen statt und wird individuell begleitet.
Der Masterstudiengang „Inklusion und Transformation in Organisationen“ richtet sich an Fach- und Führungskräfte. Er vermittelt Wissen darüber, wie Inklusion in Organisationen verankert und gesellschaftlicher Wandel aktiv gestaltet werden kann.
Breite Einsatzmöglichkeiten
Absolvent*innen arbeiten in unterschiedlichen Bereichen. Dazu zählen Einrichtungen der Behindertenhilfe, Beratung, persönliche Assistenz sowie Projekte zur beruflichen Teilhabe.
Auch Tätigkeiten in Sozialarbeit, Sozialpsychiatrie, Senior*innenarbeit oder in Organisationen mit Schwerpunkt Diversität und Inklusion sind möglich. Ebenso finden sich Einsatzfelder in Unternehmen, etwa in Bereichen zu Diversity, Equity und Inclusion.
Studium für Menschen mit und ohne Behinderungen
Die Studiengänge richten sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Behinderungen. Sie schaffen einen gemeinsamen Lernraum und fördern den Austausch unterschiedlicher Perspektiven.
Ein Teil der Studierenden ist bereits berufstätig. Dadurch entsteht ein multiprofessioneller Zugang, der Theorie und Praxis miteinander verbindet.
Appell zur Unterstützung
Die Studierenden rufen Organisationen dazu auf, die Studiengänge sichtbar zu machen und weiterzugeben. Ziel ist es, genügend Bewerber*innen zu gewinnen, um die langfristige Sicherung zu ermöglichen.
Zudem besteht die Möglichkeit, Kooperationen mit der Universität einzugehen.
Mit ihrem Anliegen machen die Studierenden deutlich, dass Ausbildung im Bereich Inklusion eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist und langfristig gesichert werden muss.
Service-Links
Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten
Bachelor of Arts (BA) | berufsbegleitend: Inklusive Pädagogik in außerschulischen Praxisfeldern (PDF)