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Startseite › Aktuelles › News › Tag der Epilepsie

Tag der Epilepsie

7. Februar 2026

Der Tag der Epilepsie macht auf die Situation von Menschen mit Epilepsie aufmerksam und betont die Bedeutung von Information und Aufklärung.

junge Frau sitzt in einem hellen Raum nahe einem Fenster und blickt ruhig nach unten. Foto: Pexels
Information und Sensibilisierung sind zentrale Voraussetzungen für die Teilhabe von Menschen mit Epilepsie.

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die Menschen jeden Alters betreffen kann. Viele Betroffene erleben neben gesundheitlichen Herausforderungen auch Barrieren im Alltag, im Bildungsbereich, im Arbeitsleben oder im sozialen Umfeld. Fehlendes Wissen über Epilepsie kann zu Unsicherheit, falschen Annahmen und Ausgrenzung führen.
Der 8. Februar wird in Österreich als Aktionstag zu Epilepsie genutzt. Er bietet Anlass, über Epilepsie zu informieren und auf die Anliegen von Menschen mit Epilepsie aufmerksam zu machen. Ergänzend dazu findet am 26. März ein internationaler Aktionstag zu Epilepsie statt.

Gesundheitsversorgung und Rehabilitation

Eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung ist für Menschen mit Epilepsie von zentraler Bedeutung. Gesundheitseinrichtungen müssen in allen Dimensionen barrierefrei gestaltet sein. Dazu zählen bauliche, kommunikative, soziale und finanzielle Barrierefreiheit sowie der barrierefreie Zugang zu Gesundheitsinformationen.

Darüber hinaus ist der Ausbau ambulanter und stationärer Versorgungsangebote sowie von Rehabilitationsleistungen erforderlich. Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sollen unabhängig von der Ursache ihrer Behinderung oder Erkrankung einen gleichwertigen Zugang zu medizinischer Versorgung und Rehabilitation erhalten.

In der Praxis bestehen weiterhin Barrieren im Zugang zu einzelnen Gesundheitsleistungen. Dazu zählt auch die zahnärztliche Versorgung. Menschen mit Behinderungen, darunter auch Menschen mit Epilepsie, berichten von Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Zahnarztpraxen.

Weitere Herausforderungen betreffen den Zugang zu privaten Zusatzversicherungen. Private Zusatzversicherungen können Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ergänzen, stehen jedoch nicht allen Menschen gleichermaßen offen.

Diese Aspekte verdeutlichen, dass eine gleichwertige Gesundheitsversorgung nicht nur vom medizinischen Angebot abhängt, sondern auch von strukturellen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen.

Bewusstseinsbildung und Abbau von Stigmatisierung

Bewusstseinsbildung ist ein zentrales Element der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Der Abbau von Vorurteilen, Klischees und schädlichen Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderungen wird als gesellschaftliche Aufgabe beschrieben.

Kindergarten und Schule

Kinder und Jugendliche mit Epilepsie sind häufig von Diskriminierung betroffen. Sie wechseln öfter die Schule und brechen ihre schulische Laufbahn häufiger ab als Kinder ohne Epilepsie.

Sensibilisierung beginnt früh. Ein inklusives Bildungssystem vom Kindergarten an ist eine zentrale Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe.

Arbeitsleben und Teilhabe

Schlechte Schulnoten wirken sich negativ auf die Chancen am Arbeitsmarkt aus und erhöhen das Risiko von Armut.

Auch im Arbeitsleben ist Information ein wesentlicher Faktor für Teilhabe.

Sensibilisierungsmaßnahmen in Betrieben sowie Schulungen für Arbeitgeber*innen und Kolleg*innen tragen dazu bei, Barrieren abzubauen.

Veranstaltung zum Tag der Epilepsie 2026

Unter dem Titel „Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen – Durch mehr Wissen Chancen erkennen und nutzen“ findet am 21. Februar 2026 eine Fach- und Informationsveranstaltung zum Tag der Epilepsie im AKH Wien statt.

rot-weiße Grafik "Tag der Epilepsie"

Zur Veranstaltung laden die Österreichische Gesellschaft für Epileptologie, die Epilepsie Interessensgemeinschaft Österreich sowie das Institut für Epilepsie ein.

Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene und deren Angehörige ebenso wie an Pädagog*innen, Berater*innen, Sozialarbeiter*innen, Ärztinnen, Psycholog*innen und weitere Interessierte. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, praxisnahe Workshops sowie Infostände mit individuellen Beratungsangeboten. Ergänzend wird ein Büchertisch mit Literatur und Informationsmaterial zum Thema Epilepsie angeboten.

Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Wissen über Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen. Kenntnisse über medizinische, pädagogische und soziale Rahmenbedingungen sollen dazu beitragen, Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen sowie die Unterstützung im Alltag, in Bildungseinrichtungen und im sozialen Umfeld zu verbessern. Die Veranstaltung bietet zudem Raum für Austausch zwischen Betroffenen und Fachpersonen.

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie unter Tag der Epilepsie 2026.

Epilepsie Interessensgemeinschaft Österreich

Die Epilepsie Interessensgemeinschaft Österreich ist Mitglied im Österreichischen Behindertenrat. Sie vertritt die Interessen von Menschen mit Epilepsie und bringt die Perspektiven Betroffener in die Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen ein.

Epilepsie Interessensgemeinschaft Österreich
Georgigasse 12
8020 Graz

Telefon: 0664 60177 4101
E-Mail: office@epilepsie-ig.at
Website: www.epilepsie-ig.at

Service-Links

Epilepsie Interessensgemeinschaft Österreich

Institut für Epilepsie

Österreichische Gesellschaft für Epileptologie

Positionspapier des Österreichischen Behindertenrats (PDF)

Position des Österreichischen Behindertenrats zur Hilfsmittelversorgung (PDF)

Strategische Vorschläge für einen inklusiven Arbeitsmarkt (PDF)

Sidebar

Euro-Key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key standorte in österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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