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Startseite › Aktuelles › News › Verleihung ÖZIV-Medienpreis

Verleihung ÖZIV-Medienpreis

10. November 2023

Ausgezeichnet wurden Nina Horacek, das Ö1-Team um Juliane Nagiller und das Team von Okto TV.

ÖZIV Medienpreis 2023: Urkunden und Sieger-Statue Schuasch
ÖZIV Medienpreis 2023: Urkunden und Sieger-Statue Schuasch

Der ÖZIV-Medienpreis für herausragende Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen wurde am 9. November 2023 zum 17. Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden Nina Horacek von der Wochenzeitung Falter, das Team um Juliane Nagiller von Radio Ö1 und das Team von Okto TV.

In den Räumlichkeiten des Vereins CBMF – Club Behinderter Menschen und ihrer Freunde in der Wiener Leopoldstadt verbrachten am 9. November 2023 Journalist*innen, Medienmacher*innen, Jurymitglieder und Personen von Organisationen von Menschen mit Behinderungen einen Abend im Zeichen der hervorragenden Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen.

ÖZIV-Medienpreis zum 17. Mal verliehen

Seit dem Jahr 2006 prämiert der ÖZIV Bundesverband – Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen jedes Jahr herausragende Beispiele für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen. Es wird jeweils ein Preis in der Kategorie Print (oder Artikel in Online-Zeitungen) und in der Kategorie Elektronische Medien (Radio oder TV) vergeben. Bei der Auswahl der Sieger-Beiträge wurde der ÖZIV auch dieses Jahr von einer prominent besetzten Jury unter dem Vorsitz von Prof. Fred Turnheim unterstützt.

In der Kategorie „Print“ wurde Nina Horaczek für ihren Artikel „Mario will in die Schule“ – erschienen in der Wiener Wochenzeitung FALTER – mit dem ÖZIV-Medienpreis ausgezeichnet. In ihrem Artikel portraitiert sie einen 15-jährigen Burschen aus dem Autismusspektrum und beschreibt den Kampf von Jugendlichen mit Behinderungen und deren Familien um die Möglichkeit, ein 11. bzw. 12. Schuljahr absolvieren zu können. Von der Jury wurde der Artikel mit Attributen wie „journalistisch herausragend“, „empathisch mit vielen Hintergrundinfos“ und „Lesevergnügen pur“ mit Lob bedacht. Zudem bildete Nina Horaczeks Beitrag den Auftakt für weitere journalistische Beiträge zum Thema Inklusive Bildung im Jahr 2022 und rückte die Bildungs-Schieflage auf eine größere Bühne.

Medienpreis-Verleihung 2023: von links: Prof. Fred Thurnheim, Hansjörg Nagelschmidt, Nina Horaczek und Rudolf Kravanja
Nina Horaczek vom FALTER gewann den ÖZIV Medienpreis in der Kategorie „PRINT“.

Den Preis in der Kategorie „Elektronische Medien“ holte sich das Team des „Ö1 Radiokollegs“ rund um Juliane Nagiller. In vier Folgen unter dem Titel „Wut, Lust, Inklusion“ zeigt die Sendereihe die Radiokollegreihe von Freak Radio, andererseits und der Inklusiven Lehrredaktion im ORF Leben mit Behinderungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Abgehandelt wird eine Vielzahl von Themen wie beispielsweise Arbeit, Barrierefreiheit, Wut und Sexualität. Die Jury zeigte sich begeistert: „Dass die einzelnen Folgen inklusiv produziert wurden und Menschen mit Behinderungen Teil des Produktions-Teams waren, resultierte in einem inhaltlich neuen Level!“. Gelobt wurde zudem die „professionelle Gestaltung“ und die „selten gehörte Themen-Vielfalt“.

Gruppenfoto des ö1 Radiokolleg-Teams, Foto: Kerstin Huber-Eibl
Den Preis in der Kategorie „Elektronische Medien“ holte sich das Team von Ö1 um Juliane Nagiller für das Radiokolleg „Wut, Lust, Inklusion“

Die Jury entschloss sich dieses Jahr abermals, einen Anerkennungspreis zu vergeben – und zwar an das Team von OKTO TV. Mit unterschiedlichen Sendeformaten wie „NA(JA) GENAU“ oder „Perspektivenwechsel“ bietet der TV-Kanal inklusiven TV-Formaten seit längerem eine entsprechende Plattform. „Hier wird nicht ÜBER Menschen mit Behinderungen gesprochen, sondern diese machen selbst Programm – das halten wir für preiswürdig.“, ist sich die Jury einig.

Gruppenfoto des OKTO-Teams, Foto: Kerstin Huber-Eibl
Der Anerkennungspreis der Jury ging an das Team von OKTO TV mit den Sende-Reihen „Perspektivenwechsel“ und „NA(JA) GENAU.

„Der ÖZIV-Medienpreis leistet einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung zur Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien – diese Ursprungsidee gilt auch im 17. Jahr dieser Auszeichnung. Die Preisträger*innen sind Vorbilder, was qualitätsvolle Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen betrifft“, erklärt ÖZIV-Präsident Rudolf Kravanja.

Jury-Vorsitzender Prof. Fred Turnheim ergänzt: „Gerade wir Journalist*innen haben eine besondere Verantwortung: wir sollten absolut vermeiden, dass Menschen mit Behinderungen stets nur als Held*innen oder Opfer dargestellt werden. Die heurigen Sieger-Beiträge zeigen einen weiteren Trend: Nämlich, dass Inklusion im Journalismus möglich ist und entsprechend hochwertige Resultate bringt!“

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