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Startseite › Aktuelles › News › Behindertenrat verweist zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen auf Positionspapier 2026

Behindertenrat verweist zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen auf Positionspapier 2026

30. April 2026

Maßnahmen für menschenrechtskonforme Behindertenpolitik und konkrete Fortschritte bei Gleichstellung, Teilhabe, Barrierefreiheit und sozialer Absicherung gefordert

Positionspapier 2026 des Österreichischen Behindertenrats liegt schräg auf einem hellen Tisch, das Titelblatt mit Logo, grünem Seitenbalken ‚Forderungen‘ und Bildausschnitt ‚Viele Interessen – Ein Dach – Eine Stimme‘ ist gut sichtbar.

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai verweist der Österreichische Behindertenrat (ÖBR) auf sein aktuelles Positionspapier 2026. Seit 1992 macht dieser Aktionstag europaweit auf Ausgrenzung, Barrieren und fehlende Chancengleichheit aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen gleiche Rechte, Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen.

„Gleichstellung darf nicht beim Bekenntnis stehen bleiben. Zum Europäischen Protesttag am 5. Mai fordern wir konkrete Fortschritte: Die Vorschläge liegen mit unserem Positionspapier 2026 auf dem Tisch. Jetzt braucht es den politischen Willen von Bund, Ländern und Gemeinden, Barrieren abzubauen, Diskriminierung wirksam zu bekämpfen und volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen endlich konsequent umzusetzen“, erklärt Klaus Widl, Präsident des Österreichischen Behindertenrats.

Der Österreichische Behindertenrat ist die gesetzlich verankerte Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen in Österreich. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht er Positionspapiere mit zentralen Forderungen und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen. Das aktuelle Positionspapier wurde im April 2026 verabschiedet und bündelt Maßnahmen an Bund, Länder und Gemeinden für eine menschenrechtskonforme Behindertenpolitik.

Behandelt werden darin unter anderem die Bereiche Behindertenpolitik, Antidiskriminierung, umfassende Barrierefreiheit, inklusive Bildung, Arbeit und Existenzsicherung, selbstbestimmtes Leben, Gesundheit, Rehabilitation, Pflege, Steuerrecht sowie die Situation von Frauen mit Behinderungen.

Das Positionspapier enthält zahlreiche konkrete Forderungen. Dazu zählen etwa bundesweit einheitliche Unterstützungsleistungen, bessere Rahmenbedingungen für inklusive Bildung und einen inklusiven Arbeitsmarkt, barrierefreie Gesundheitsversorgung sowie wirksame Maßnahmen gegen Diskriminierung und Armut. Mit dem aktuellen ÖBR-Positionspapier liegen konkrete Vorschläge vor, wie notwendige Verbesserungen umgesetzt werden können.

„Artikel 28 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Österreich zu sozialem Schutz und einem angemessenen Lebensstandard. Gerade jetzt darf bei Menschen mit Behinderungen nicht gespart werden. Wer hier kürzt, verschärft Armut und verhindert Teilhabe. Hier ist die Politik in der Pflicht zu handeln“, so Klaus Widl.

Der Behindertenrat fordert Politik und Öffentlichkeit auf, die notwendigen Maßnahmen rasch umzusetzen.

Service Links

Forderungen des Österreichischen Behindertenrats (PDF)

Forderungen des Österreichischen Behinderten-Rates in Leichter Sprache

Österreichischer Behindertenrat

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Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

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Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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