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Startseite › Aktuelles › News › Barrierefreie Filmangebote Diagonale 2026

Barrierefreie Filmangebote Diagonale 2026

16. März 2026

Bei der Diagonale 2026 in Graz stehen auch barrierefreie Filmangebote im Fokus. Ausgewählte Vorführungen werden mit Audiodeskription und Untertiteln angeboten.

Beleuchteter Eingang eines Gebäudes bei Nacht mit einem „Diagonale“-Schild, darüber aufsteigender Rauch und farbige Lichtprojektionen auf der Fassade.
© Diagonale/Clara Wildberger

Einmal im Jahr wird Graz zum Zentrum des österreichischen Films. In Gassen, Straßen und besonders in den Kinos ist dann wieder die besondere Atmosphäre der Diagonale spürbar. Das Festival des österreichischen Films findet von 18. bis 23. März 2026 zum 29. Mal in Graz statt und präsentiert eine große Vielfalt an Spiel- und Dokumentarfilmen sowie innovative Produktionen in unterschiedlichen Längen. Die Filme laufen sowohl im Wettbewerb als auch in verschiedenen Spezialprogrammen. Insgesamt sind 149 Filmproduktionen zu sehen, darunter 77 Österreich- oder Weltpremieren.

Für ausgewählte Filme werden Audiodeskriptionen (Dolby Fidelio) und/oder Closed Captions angeboten. Die Empfänger und Kopfhörer werden direkt beim Saaleinlass ausgegeben. Ab Ticketvorverkauf informiert das Ticketingbüro über verfügbare Tickets (telefonisch unter +43 (0) 316 269 555 oder per Mail unter ticketinfo@diagonale.at).

Für folgende Filme wird Audiodeskription (Dolby Fidelio) angeboten

Für folgende Filme wird Audiodeskriptionen (Dolby Fidelio) angeboten:

AMS  – Arbeit Muss Sein
Samstag, 21.03. | 17.30 Uhr | Annenhof Kino 2

Hungry
Sonntag, 22.03. | 17 Uhr | KIZ Royal 1

Die Kunstkomplizen
Sonntag, 22.03. | 11 Uhr | KIZ Royal 1

Mit Ästen bis zum Himmel
Donnerstag, 19.03. | 20.30 Uhr | Schubertkino 1
Samstag, 21.03. | 11 Uhr, Annenhof Kino 6

Mit und ohne Simone
Montag, 23.03. | 17 Uhr | KIZ Royal 1

Mother’s Baby
Sonntag, 22.03. | 14 Uhr | KIZ Royal 1

Die noch unbekannten Tage
Samstag, 21.03. | 20.30 Uhr | Annenhof Kino 2

Our Girls
Mittwoch, 18.03. | 16 Uhr | Annenhof Kino 6

Rose
Mittwoch, 18.03. | 21 Uhr | Annenhof Kino 6
Freitag, 20.03. | 16.30 Uhr | KIZ Royal 1

Für folgende Filme werden Closed Captions angeboten

AMS  – Arbeit Muss Sein
Montag, 23.03. | 17.15 Uhr | Annenhof Kino 6

Die Kunstkomplizen
Sonntag, 22.03. | 11 Uhr | KIZ Royal 1

Mit Ästen bis zum Himmel
Samstag, 21.03. | 11 Uhr, Annenhof Kino 6

Die noch unbekannten Tage
Sonntag, 22.03. | 17 Uhr | Schubertkino 1

Die Filme

AMS – Arbeit Muss Sein

Spielfilm, AT 2026, DCP, 100 min

Marie (Margarethe Tiesel) bekommt mit ihren 58 Jahren in der modernen Arbeitswelt keinen Job mehr und kaum noch einen Fuß auf den Boden, Mahdiya (Mariam Hage) will als Frau mit Migrationshintergrund Polizistin werden – und das kann sich die AMS-Angestellte Kathi (Marie-Luise Stockinger) schlicht nicht vorstellen. Gemeinsam mit anderen Leidtragenden nehmen Marie und Mahdiya ihr Schicksal selbst in die Hand. Weshalb anstelle eines tristen Sozialdramas ein schwungvolles Offbeat-Musical seinen Lauf nimmt.

Hungry

Innovatives Kino, AT 2026, DCP, 95 min

In naher Zukunft erforscht ein mysteriöses Wesen die Erde, auf der es kein menschliches Leben mehr gibt. Stattdessen ausgetrocknete Böden, verlassene Städte und Wüsten. Mithilfe von Sprachaufzeichnungen aus der Vergangenheit entschlüsselt das Wesen jene Kette von Ereignissen, die zum Aussterben der Menschheit geführt haben. Während es die postapokalyptisch anmutende Welt durchmisst, weisen die warnenden Stimmen auf den drohenden Untergang hin. Kann rechtzeitiges und angemessenes Handeln die Katastrophe verhindern?

Die Kuh, die weint

Spielfilm, AT/DE 2025, DCP, 89 min

Ein Mädchen verschwindet, und eine Kuh beißt ins Gras. Während die Männer Schmäh führen, packen die Frauen den Stier bei den Hörnern – gemeinsam geht es gegen das Verbrechen. Der in Kärnten angesiedelte Beitrag zur erfolgreichen Landkrimi-Reihe testet TV-Klischees gleich in zweifacher Hinsicht: Pia Hierzeggers Drehbuch nimmt das Gefühlsleben der Protagonist*innen ernst, und Andreas Prochaskas Regie mengt Elemente des Grauens ins Ermittlungsgeschehen. Auf falschen Fährten kommt man zum Ziel, und es gewinnt, wer wagt.

Die Kunstkomplizen

Dokumentarfilm, AT 2026, DCP, 98 min

Seit über vier Jahrzehnten sind Brigitte Prinzgau und Wolfgang Podgorschek als PRINZpod eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Ein Jahr lang begleitet die Regisseurin Ebba Sinzinger das Duo in seinem Alltag, in dem Kunst und Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Das Porträt eröffnet einen vielschichtigen Einblick in das persönliche Universum und den kreativen Schaffensprozess des Künstlerpaares, das sich mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen auseinandersetzt und dabei stets einen augenzwinkernden Anarchismus an den Tag legt.

Mit Ästen bis zum Himmel

Dokumentarfilm, AT 2026, DCP, 86 min

An einer Schule in Wien lernen Kinder und Jugendliche mit Blindheit oder Seheinschränkung durch Hören und Fühlen. Mit besonderer Aufmerksamkeit für den Ton erkundet Katharina Copony in ihrem posthum gezeigten Film deren Welt und öffnet den Film zu einem Raum sensorischer Erfahrung. Beim Schreiben, Dichten und Fußballspielen, auf Wegen durch das Institut und den öffentlichen Raum treten Klänge, Musik, Rhythmen und Materialitäten ins Zentrum unserer Wahrnehmung. Ein Film über Verbindungen: von Bild und Ton, von Ab- und Anwesenheit, von Ich, Gemeinschaft und Welt.

Mit und ohne Simone

Spielfilm, AT 2025, DCP, 90 min

Simone (Adele Neuhauser) und Walter (Axel Milberg) sind nach oder aufgrund von 40 Ehejahren heillos zerstritten. Eine Scheidung können sich die beiden nicht leisten, stattdessen liefern sie sich täglich einen Röschenkrieg. Das ändert sich schlagartig, als ihnen ein hoher Geldpreis ins baufällige Haus steht: Als „liebevollstes Paar reinen Herzens“ müssen sie nur gute Miene zum bösen Spiel machen und die Konkurrenz ausschalten. Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

Mother’s Baby

Spielfilm, AT/CH/DE 2025, DCP, 108 min

Dank modernster Reproduktionsmedizin erfüllt sich endlich Julias und Georgs Kinderwunsch. Doch statt Mutterglück herrscht Misstrauen: Warum ist Julias Baby so seltsam still? Ist es überhaupt ihres? In ihrer Umgebung stoßen Julias Bedenken auf taube Ohren und zunehmend besorgte Blicke, und bald zweifelt man sogar an ihrem Verstand. Johanna Moder verbindet Motive des Psychodramas und Paranoiathrillers zu einem so packenden wie ungewöhnlichen Film über Mutterschaft.

Die noch unbekannten Tage

Dokumentarfilm, AT 2026, DCP, 81 min

Als die fortschreitende Demenz ihrer Mutter die Erinnerungen verblassen lässt, versucht Jola Wieczorek, selbst werdende Mutter, die noch verbleibenden Bilder von der Flucht der Familie aus Polen und vom Neuanfang in Österreich festzuhalten. Ihr Filmessay verwebt intime Gespräche, Briefe und Archivmaterial zu einer poetischen Erzählung, dokumentiert den steinigen Weg in die neue Heimat, hinterfragt den Prozess des Sicherinnerns und thematisiert die vielseitigen Auswirkungen von Migration.

Our Girls

Spielfilm, AT/BE/NL 2025, DCP, 103 min

Wenn der Urlaub in der österreichischen Bergidylle zum Albtraum wird: Als die beiden Töchter in einen schrecklichen Unfall verwickelt werden, gerät der Sommeraufenthalt zweier befreundeter Familien völlig außer Kontrolle und stellt die langjährige Freundschaft auf die Probe. Regisseur Mike van Diem stürzt in seinem packenden Drama die Eltern in ein herzzerreißendes moralisches Dilemma, in dem unbequeme Wahrheiten ans Licht drängen. Wie weit ist man bereit zu gehen, um das Leben der eigenen Tochter zu retten?

Rose

Spielfilm, AT/DE 2026, DCP, 93 min, 18.3. EÖ OmeU, 18.3. OmeU + AD, 20.3. OmeU + AD

Während des Dreißigjährigen Kriegs erscheint ein Soldat in einem protestantischen Dorf und behauptet, der Erbe eines verwaisten Gutshofs zu sein. Hinter dem geheimnisvollen Fremden verbirgt sich Rose, die sich als Mann ausgibt. Im Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung schreibt sie, dem Argwohn der Gemeinde zum Trotz, weiter an ihrer eigenen Geschichte und lässt Worte Wirklichkeit werden. Basierend auf historischen Berichten stellt das fiktive Frauenporträt essenzielle Fragen nach dem Wesen von Freiheit und Identität.

Kerstin Huber-Eibl

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