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Startseite › Aktuelles › News › do-gether: App für lokale Hilfeleistungen

do-gether: App für lokale Hilfeleistungen

2. Juli 2025

Der 22-jährige Rollstuhlnutzer Thomas Nayer schuf mit „do-gether“ ein Netzwerk, das Hilfesuchende und Helfende verbindet. Damit will der Wiener schnelle Hilfe im digitalen Zeitalter anbieten, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern.

App do-gether auf einem Mobiltelefon

„do-gether“ ist eine Applikation für mobile Endgeräte, die Menschen, die Hilfe brauchen, mit Menschen, die gerne helfen, zusammenbringt. App-Nutzer*innen können Aufgaben ganz einfach hochladen. Andere User können diese Aufgaben dann erledigen und erhalten eine monetäre Wertschätzung.

Die Bezahlung hat Nayer zufolge mehrere Gründe: „Erstens stellt sie ein Gefühl der Augenhöhe her. Daraus folgt, dass das Gefühl der ewigen Dankbarkeit verschwindet, das gerade für Menschen, die regelmäßig Hilfe brauchen, oft einen negativen Beigeschmack hat. Zweitens macht die Bezahlung das Hilfeleisten zur Dienstleistung.“ Das sei ein zusätzlicher Anreiz, tatsächlich zu helfen. In der App gibt es Fixpreise in drei Preiskategorien für die Erfüllung sogenannter „tasks“ (Aufgaben), um sicherzustellen, dass jedem und jeder geholfen wird. Das über „do-gether“ erhaltene Entgelt kann auch direkt an seriöse karitative Einrichtungen und Organisationen gespendet werden.

„Aufgrund von eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit Freund*innen ist mir aufgefallen, dass es immer wieder Dinge gibt, die wir allein nicht schaffen und bei der uns eine andere Person sehr leicht helfen kann, deswegen habe ich diese App entwickelt“, sagt Nayer.

Mangel an öffentlichen Hilfsangeboten

Behindertenrat-Präsident Klaus Widl erklärte in der ORF-Sendung „Orientierung“ am 29. Juni 2025, dass gerade Menschen mit Behinderungen, die oft keine großen finanziellen Sprünge machen können, mithilfe von do-gether die nötige Unterstützung finden können – gerade dann, wenn es kurzfristige, punktuelle Hilfe braucht. Denn in diesem Bereich gibt es kaum öffentliche Hilfsangebote. „Wenn man die Höhe der Pflegegeld-Stufe durch die zuerkannten Stunden dividiert, kommt man auf einen Stundensatz von ein paar Euro. Mit diesen kann man sich keine adäquate Betreuungs- und Unterstützungsleistung zukaufen“, so Widl. Mithilfe der App habe man nun die Möglichkeit, die nötige Hilfe zu organisieren. „In Zeiten der Sparbudgets und Sparmaßnahmen haben Menschen, die mit ihrem Einkommen nicht das Auskommen finden, die Möglichkeit, etwas dazuzuverdienen“, so Widl weiter.

Die App ist in Wien verfügbar, ein Ausbau für ganz Österreich ist bereits geplant.

App do-gether auf einem Mobiltelefon
2 Männer sitzen vor einem Laptop
von links: Behindertenrat-Präsident Klaus Widl und do-gether-Gründer Thomas Nayer

Über do-gether

do-gether möchte den Begriff Hilfe in das digitale Zeitalter holen und eine Plattform für Hilfeleistungen aller Art sein. Mit einer userfreundlichen App, einem einfachen Bezahlsystem und einem Schwerpunkt auf Sicherheit und vor allem Gemeinschaft strebt do-gether danach, die Art und Weise zu verändern, wie Menschen sich gegenseitig schnell und unkompliziert helfen können.

In der Sendung „Orientierung“ sprechen do-gether-Gründer Thomas Nayer und Klaus Widl, Präsident des Österreichischen Behindertenrats, mit Zoran Dobric über die App und was es braucht, damit Menschen mit Behinderungen jene Unterstützung erhalten, die sie benötigen.

Wiener mit Zerebralparese entwickelt Hilfs-App Orientierung vom 29.06.2025 – ORF ON

junger Mann sitzt auf einer Holzterrasse
Thomas Nayer, Gründer „do-gether“
Mann mit Pulli bekleidet, grauem Haar und Brille sitzt an einem Tisch
Klaus Widl, Präsident Österreichischer Behindertenrat

Service-Links

www.do-gether.com

do-gether für Android

do-gether für ios (Apple)

Fotos: Isabelle Jöch Photography, Screenshots ORF

Kerstin Huber-Eibl

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Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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