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Startseite › Aktuelles › News › G7 Solfagnano-Charta

G7 Solfagnano-Charta

21. Oktober 2024

Die auf dem G7-Treffen diskutierte Solfagnano-Charta setzt wichtiges Zeichen für Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Veranstaltungssaal mit Minister*innen auf einem Podium, davor sitzen Zuseher
G7 Minister*innentreffen zu den Themen Inklusion und Behinderungen, Foto: G7 Italia

Ambitionierte Verpflichtungen müssen zu Veränderung führen

Die kürzlich verabschiedete Solfagnano-Charta, die auf dem G7-Treffen im Oktober 2024 in Italien diskutiert wurde, setzt ein wichtiges Zeichen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen weltweit. Diese Charta, die durch die Zusammenarbeit der G7-Länder entstand, verpflichtet sich zu ehrgeizigen Zielen, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des Lebens zu fördern. Die Länder haben sich dazu bekannt, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um Barrieren abzubauen und gleiche Chancen für alle zu schaffen.

Ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch unvollständig

Im Vorfeld der Verabschiedung der Solfagnano-Charta haben wir, gemeinsam mit dem Europäischen Behindertenforum (EDF), unsere Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge zum Entwurf eingebracht. Es ist erfreulich, dass einige unserer Empfehlungen in die finale Version aufgenommen wurden. Dennoch bleibt die Charta in vielen Bereichen unvollständig. Sie enthält Lücken und lässt an Präzision vermissen. Trotz dieser Schwächen ist sie jedoch ein wichtiges Signal.

Inklusion in den Mittelpunkt rücken

Einer der zentralen Punkte der Charta ist das klare Bekenntnis, die Rechte von Menschen mit Behinderungen in die Politikgestaltung und Gesetzgebung der G7-Staaten zu integrieren. Die Länder verpflichten sich abermals, die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) umfassend umzusetzen und sicherzustellen, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen – von der Bildung über den Arbeitsmarkt bis hin zur Gesundheitsversorgung – Berücksichtigung finden.

Notwendigkeit politischer Umsetzung

Ambitionierte Verpflichtungen, wie sie in der Solfagnano-Charta formuliert wurden, sind nur der erste Schritt. Nun müssen den Worten auch Taten folgen. Der Österreichische Behindertenrat wird die Entwicklungen auf internationaler Ebene aufmerksam verfolgen. Nur durch konsequente Umsetzung und Überwachung können nachhaltige Verbesserungen erreicht werden.

Zusätzliche Informationen

Die Gruppe der Sieben (G7) ist eine informelle Zusammenkunft der sieben führenden Industrienationen der Welt, zu denen Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten sowie die Europäische Union gehören.

Die Solfagnano-Charta ist eine politische Erklärung, die am 16. Oktober 2024 von den G7-Staaten verabschiedet wurde. Sie enthält Verpflichtungen in acht prioritären Bereichen, die von den G7-Ländern als besonders wichtig erachtet werden.

von Victoria Biber

Service-Links

The Solfagnano Charter

The Solfagnano Charter – G7 inclusion and disability (PDF)

 

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Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

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Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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