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Startseite › Aktuelles › News › Magazin monat 4/2025

Magazin monat 4/2025

17. Dezember 2025

monat 4/2025: Barrierefreiheit, Teilhabe und Selbstbestimmung im Fokus

Cover der Zeitschrift "monat" und Text: "Mit dem vier Mal jährlich erscheinenden Magazin „monat“ schafft der Österreichische Behindertenrat eine breite Diskussionsbasis für behindertenpolitische Themen sowie Standpunkte und erhöht die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen."

Die Ausgabe 4/2025 des Magazins monat des Österreichischen Behindertenrats widmet sich zentralen Fragen von Barrierefreiheit, Teilhabe und den Rechten von Menschen mit Behinderungen. Die Beiträge zeigen eindrücklich, wo Fortschritte erzielt wurden, aber auch, wo politische Entscheidungen und technische Umsetzungen neue Barrieren schaffen.

Gedenken und Weichenstellungen

Zu Beginn der Ausgabe wird zweier prägender Persönlichkeiten gedacht: Roswitha Schachinger und Erich Schmid, die den Österreichischen Behindertenrat über viele Jahre maßgeblich mitgestalteten. Ihr Engagement für Selbstbestimmung, Bildung und Inklusion bleibt Auftrag und Orientierung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Delegiertentag 2025. Mit einer beschlossenen Strukturreform wurde das Prinzip „Nichts über uns ohne uns“ verbindlich verankert: Menschen mit Behinderungen erhalten nun eine Zweidrittelmehrheit in allen Gremien des Behindertenrats.

Barrierefreiheit als Schlüssel zur Teilhabe

Im Zentrum der Ausgabe steht das seit Juni 2025 geltende Barrierefreiheitsgesetz, das digitale Barrierefreiheit erstmals verpflichtend macht. Eine Fachkonferenz des Behindertenrats mit rund 250 Besucher*innen beleuchtete Chancen, Lücken und die praktische Umsetzung des Gesetzes. Bei der Konferenz wurde deutlich: Barrierefreiheit ist kein „Nice-to-have“, sondern Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe.

Wie gravierend fehlende Barrierefreiheit im Alltag wirkt, zeigt der Beitrag zu Pfandrückgabeautomaten. Viele dieser Systeme schließen blinde Menschen, Rollstuhlnutzer*innen oder Personen mit eingeschränkter Handfunktion faktisch von der Rückgabe aus – und damit vom Pfandsystem selbst.

Innovationen und Mobilität

Positive Beispiele liefert der Bericht über den UNIKATE Ideenwettbewerb. Schüler*innen und Studierende entwickeln gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen innovative Assistenztechnologien: von barrierefreien Brettspielen bis zu Navigationshilfen und Lesegeräten.

Ein weiterer Fokus liegt auf barrierefreier Mobilität im ländlichen Raum. Anrufsammeltaxis können Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Gleichzeitig zeigt das Beispiel der Mobilregion Mödling, wie schnell inklusive Angebote wieder verloren gehen können, wenn politische Unterstützung fehlt.

Rechte unter Druck

Mehrere Beiträge befassen sich mit aktuellen Rückschritten: im Erwachsenenschutzrecht, wo Verschlechterungen nur teilweise zurückgenommen wurden, und im Bereich der inklusiven Bildung, in dem neue Sonderschulen und fehlende Assistenz einen klaren Rückschritt darstellen. Der Behindertenrat fordert hier ein klares politisches Bekenntnis zur Inklusion.

Austausch, Vernetzung und Ausblick

Interviews und Berichte über Gespräche mit der Bundesbehindertenanwältin, dem Unabhängigen Monitoringausschuss, Vertreter*innen der Bundesregierung sowie internationale Treffen auf EU-Ebene unterstreichen: Inklusion braucht Kooperation, konsequente Umsetzung von Menschenrechten und die aktive Einbindung von Menschen mit Behinderungen.

Die Ausgabe macht deutlich, dass Inklusion ein fortlaufender Prozess ist. Die Ausgabe zeigt Herausforderungen und Lösungsansätze, bekräftigt aber aber den Anspruch des Österreichischen Behindertenrats, Barrieren sichtbar zu machen und Teilhabe für alle Menschen voranzutreiben.

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Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

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Der Österreichische Behindertenrat

Als Interessenvertretung für 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen setzt sich der Behindertenrat für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Er bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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