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Startseite › Aktuelles › News › Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt

Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt

10. Januar 2023

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte eines neuen EU-Richtlinien-Entwurfs zur Beendigung von geschlechtsspezifischer Gewalt

pinker Kreis mit folgendem Text vor beigem Hintergrund: Stop Violence against Women

Neuer EU-Richtlinienenturf zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Zwangssterilisation

Der neue Entwurf des Europäischen Parlaments zum „Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ (hier als PDF abrufbar) ist ein wichtiger Schritt in Richtung umfassenden Gewaltschutz von Frauen mit und ohne Behinderungen. Er wurde am 13. Dezember 2022 veröffentlicht und dient als Diskussionsgrundlage für das EU-Parlament und den Europäischen Rat.

Speziell der Aufruf zum Verbot von Zwangssterilisationen ist bedeutsam. Denn leider passieren noch immer in ganz Europa Zwangssterilisationen. Vor allem Frauen und Mädchen mit Behinderungen sind von dieser grausamen Praxis und groben Menschenrechtsverletzung betroffen. Dieses Verbot findet sich im neuen Artikel 6a:

„Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass das folgende vorsätzliche Verhalten als Straftat geahndet wird:

(a) die Durchführung einer Operation, die den Zweck oder die Wirkung hat, die Fähigkeit einer Frau oder eines Mädchens zur natürlichen Fortpflanzung zu beenden – ohne vorherige Benachrichtigung, Zustimmung oder Verständnis des Verfahrens;

(b) Nötigung oder Vermittlung einer Frau oder eines Mädchens, sich der unter Buchstabe a genannten Operation zu unterziehen.“

Ein neuer Artikel 29a verpflichtet die Mitgliedstaaten, Opfer und Überlebende von Zwangssterilisationen fachlich zu unterstützen.

Es wird im neuen Berichtsentwurf auch explizit auf die Unterstützung und Gewährleistung der Rechte von Opfern mit Behinderungen eingegangen und auf die Notwendigkeit von Schulungen im Umgang mit Menschen mit Behinderungen.

Weitere Informationen findet man unter dem Hashtag #EndForcedSterilisation und auf der EU-Webseite zur Beendigung der Gewalt an Frauen: „Ending genderbased violence“.

Bericht: Gudrun Eigelsreiter

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euro-key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key Standorte in Österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

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