Am 23. September 2026 ist der Internationale Tag der Gebärdensprachen. Vor 21 Jahren wurde die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) in der Bundesverfassung offiziell anerkannt. Damit wurde ein entscheidender Schritt für die sprachliche und kulturelle Gleichstellung gehörloser Menschen gesetzt.
Ein zentraler Motor dieser Entwicklung ist der Österreichische Gehörlosenbund (ÖGLB), eine engagierte Mitgliedsorganisation des Österreichischen Behindertenrats. Der ÖGLB setzt sich seit vielen Jahren für die Anerkennung, Weiterentwicklung und Sichtbarkeit der ÖGS ein und stärkt so die Rechte gehörloser Menschen in Österreich.
Der Österreichische Behindertenrat unterstützt dieses Engagement und betont:
- Gebärdensprache ist ein unverzichtbarer Teil von Barrierefreiheit.
- ÖGS ist ein kulturelles Erbe und zugleich ein Schlüssel für Inklusion.
- Die Anerkennung vor 21 Jahren war ein Meilenstein. Doch Barrieren im Alltag bestehen weiterhin und müssen konsequent abgebaut werden.
Seit 2025 ist mit ÖGLB-Präsidentin Helene Jarmer eine gehörlose Person im Präsidium des Österreichischen Behindertenrats vertreten. Jarmer fungiert als Vizepräsidentin und ist innerhalb des Behindertenrats in erster Linie für das Thema Bildung verantwortlich und setzt sich u.a. für internationale Themen ein.

Am Internationalen Tag der Gebärdensprachen feiern wir gemeinsam die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte und machen uns weiterhin für die volle Teilhabe aller Menschen stark.
TV-Tipp
Im Vorfeld des Internationalen Tages der Gebärdensprachen strahlt ORF 2 am 20. September 2026 die Dokumentation „gehörlos“ von Anita Lackenberger aus.