Der ORF nahm am 29. Juni 2026 ein neues Studio für Sendungen mit Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) in Betrieb und modernisierte gleichzeitig die Darstellung der Gebärdensprachdolmetschung. Die bisher schräg dargestellte Einblendung wurde durch eine neue Anordnung ersetzt. Dadurch ist die Dolmetschung größer, besser in das Fernsehbild integriert und leichter wahrnehmbar.
Das neue Studio kommt bei allen Sendungen mit ÖGS auf ORF 2 E und ORF ON zum Einsatz. Nach Angaben des ORF umfasst dieses Angebot mittlerweile mehr als 1.000 Sendestunden pro Jahr. Dazu zählen unter anderem Zeit im Bild 1, konkret, Sport aktuell, Bürgeranwalt, ZIB KIDS, Report, Bewusst gesund sowie zahlreiche Sondersendungen.
Nach der Sommerpause baut der ORF das Angebot weiter aus. Ab 14. September 2026 soll auch die Sendung Thema jeweils montags um 21.05 Uhr auf ORF 2 E und ORF ON mit Österreichischer Gebärdensprache ausgestrahlt werden.
Verbesserungen bei den Untertiteln
Auch das Untertitel-Angebot entwickelte der ORF weiter. Auf den meisten Smart-TV-Geräten stehen über HbbTV neue Untertitel zur Verfügung. Nutzer*innen können zwischen drei Schriftgrößen wählen und die Untertitel oberhalb oder unterhalb des Fernsehbildes positionieren. Dadurch werden wichtige Bildinhalte weniger verdeckt. Das Menü lässt sich über die rote Taste der Fernbedienung aufrufen.
Nach Angaben des ORF werden mittlerweile für fast drei Viertel aller Sendungen Untertitel angeboten. Die neuen HbbTV-Untertitel ergänzen die bisherigen ORF-TELETEXT-Untertitel auf Seite 777.
Mehr als 20 Jahre ÖGS im ORF
Sendungen mit Österreichischer Gebärdensprache gehören seit mehr als 20 Jahren zum barrierefreien Angebot des ORF. Die Dolmetschungen werden derzeit von Barbara Gerstbach, Delil Yilmaz, Lydia Sammer, Sabine Zeller, Ferdinand Leszecz und Anja Pfneisel gestaltet.
Robert Ziegler, Leiter der ORF-Abteilung Barrierefreiheit und Inklusion, betonte anlässlich der Neuerungen, dass der ORF nicht nur das barrierefreie Programm kontinuierlich erweitern, sondern auch die Qualität der Angebote verbessern wolle, um eine möglichst umfassende Teilhabe zu ermöglichen.