• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Footer springen
  • Startseite
  • Kontakt
  • Impressum
  • English

Leicht lesen

Logo Österreichischer Behindertenrat

Österreichischer Behindertenrat

Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

  • Aktuelles
    • News
    • Presseaussendungen
    • Magazin „monat“
      • monat Archiv
    • Veranstaltungen
    • Festakt: 50 Jahre Österreichischer Behindertenrat
    • Fachkonferenz 2026: Gewalt
    • Fachkonferenz 2025: Barrierefreiheitsgesetz
    • Fachkonferenz 2024: Gesundheit
  • Der Österreichische Behindertenrat
    • Aufgaben
    • Forderungen des Österreichischen Behindertenrats
    • Präsidium
    • Team
    • Mitglieder
    • Mitglied / Partner werden
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Forum Selbstvertretung
    • Kompetenzteams
    • Inklusive Planungsgruppe
    • euro-key. Schlüssel für mehr Unabhängigkeit
    • Gewaltschutzrichtlinie
    • Kontakt und Anfahrt
    • Presse
  • Recht und Soziales
    • Stellungnahmen
    • Positionspapiere
    • Nationaler Aktionsplan
    • Bundesbehindertenbeirat
    • Staatenprüfung 2023
  • EU und international
    • Stellungnahmen international
    • Lobbying
    • Europäisches Behindertenforum
    • Europäischer Behindertenausweis – European Disability Card
    • Europäisches Parlament der Menschen mit Behinderungen
  • Projekte und Initiativen
    • Ideenwettbewerb UNIKATE
    • Frauen mit Behinderungen
    • Demos
    • LICHT INS DUNKEL
  • Kontakt
  • Impressum
  • English
  • Leicht Lesen
    • Das sind die Aufgaben des Österreichischen Behinderten-Rates
Startseite › Aktuelles › News › Volksanwaltschaft zeigt Probleme für Menschen mit Behinderungen auf

Volksanwaltschaft zeigt Probleme für Menschen mit Behinderungen auf

29. April 2026

Der Jahresbericht 2025 der Volksanwaltschaft nennt Probleme wie lange Wartezeiten, Barrieren und fehlende Unterstützung für Menschen mit Behinderungen.

Auf einem Holztisch liegen der Jahresbericht 2025 der Volksanwaltschaft mit weißem Cover sowie ein geöffnetes Exemplar. Auf den Innenseiten sind Vorwort und Inhaltsverzeichnis zu sehen.

Die Volksanwaltschaft stellte am 28. April 2026 ihren Jahresbericht für das Jahr 2025 vor. Darin fasst sie zusammen, mit welchen Anliegen sich Menschen im vergangenen Jahr an sie gewandt haben. Gleichzeitig zeigt die Volksanwaltschaft auf, wo Behörden korrekt arbeiten und wo es Mängel gibt. Für Menschen mit Behinderungen enthält der Bericht viele wichtige Hinweise, weil sich mehrere Kapitel direkt mit Barrieren, Leistungen und Rechten befassen.

Im Jahr 2025 wandten sich insgesamt 23.122 Menschen mit Beschwerden oder Fragen an die Volksanwaltschaft. Insgesamt schloss sie 12.553 Prüfverfahren ab. In 1.999 Fällen stellte sie einen Missstand in der Verwaltung fest. Das bedeutet, dass Behörden fehlerhaft gehandelt haben, Verfahren zu lange dauerten oder Rechte nicht ausreichend beachtet wurden.

Viele Beschwerden im Sozialbereich

Ein besonders großer Teil der Verfahren betraf das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. In diesem Bereich leitete die Volksanwaltschaft 1.655 Prüfverfahren ein.

Auch in den Bundesländern und Gemeinden gab es zahlreiche Beschwerden. Dort entfielen 937 Prüfverfahren auf die Bereiche Mindestsicherung, Jugendwohlfahrt, Menschen mit Behinderungen und Grundversorgung. Das zeigt, dass viele Probleme nicht nur auf Bundesebene bestehen, sondern auch im Alltag vor Ort spürbar sind.

Für viele Betroffene geht es dabei um existenzielle Fragen. Wenn Leistungen zu spät ausbezahlt werden, Hilfen nicht genehmigt werden oder Zuständigkeiten unklar sind, wirkt sich das direkt auf Wohnen, Arbeit, Mobilität und Selbstbestimmung aus.

Persönliche Assistenz bleibt zentrales Thema

Ein besonders wichtiges Thema ist die Persönliche Assistenz. Sie ermöglicht vielen Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben, etwa beim Wohnen, in der Freizeit oder im Beruf. Laut Volksanwaltschaft wandten sich 2025 wieder vermehrt Betroffene an die Stelle, weil Förderungen der Länder nicht ausreichen, um die steigenden Kosten zu decken.

Dadurch können sich manche Menschen immer weniger Assistenzstunden leisten. Das schränkt die Möglichkeit ein, selbst zu entscheiden, wie und wo man leben möchte. Die Volksanwaltschaft weist darauf hin, dass auch mehr als 17 Jahre nach Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention noch immer nicht alle Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben geschaffen wurden.

Auch die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz war Thema. Mehrere Betroffene meldeten sich, nachdem das Sozialministeriumservice Unterstützungsleistungen gestrichen hatte. Für die Betroffenen hätte das bedeutet, ihre Arbeit aufgeben zu müssen. Nach Beschwerden und Protesten wurde diese Entscheidung wieder zurückgenommen.

Lange Verfahren und fehlende Unterstützung

Ein weiteres Problem sind lange Verfahrensdauern beim Behindertenpass und beim Parkausweis. Beide Dokumente sind für viele Menschen besonders wichtig. Der Behindertenpass kann Voraussetzung für Unterstützungen sein. Der Parkausweis erleichtert Mobilität und Teilhabe. Wenn Behörden hier langsam arbeiten, entstehen zusätzliche Belastungen.

Auch Kündigungsverfahren vor dem Behindertenausschuss dauerten laut Bericht zu lange. Gerade im Arbeitsleben kann Zeit ein entscheidender Faktor sein. Verzögerungen schaffen Unsicherheit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeberinnen.

Probleme bei Hilfsmitteln

Der Bericht zeigt auch Schwierigkeiten beim Zugang zu Hilfsmitteln. Genannt wird ein Fall, in dem trotz medizinischer Notwendigkeit kein Elektrorollstuhl bewilligt wurde. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kann ein Elektrorollstuhl entscheidend sein, um den Alltag selbstständig bewältigen zu können.

Erwähnt wird außerdem ein Fall rund um einen Treppenlift, bei dem es Mängel beim Einbau gab. Gerade technische Hilfsmittel müssen zuverlässig funktionieren. Wenn das nicht der Fall ist, entstehen neue Barrieren statt Erleichterungen.

Barrierefreiheit auch digital ein Thema

Barrieren bestehen laut Bericht nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im digitalen Bereich. Die Volksanwaltschaft kritisiert, dass das Arbeitsmarktservice (AMS) Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend berät. Zusätzlich wurden Hindernisse auf der Online-Plattform des AMS für blinde Menschen festgestellt.

Immer mehr Behördenwege und Bewerbungen laufen digital ab. Wenn Webseiten oder Online-Formulare nicht barrierefrei gestaltet sind, werden Menschen ausgeschlossen.

Gesundheit und Rechte im Alltag

Auch im Gesundheitsbereich nennt der Bericht Themen, die Menschen mit Behinderungen betreffen. Dazu gehören Fragen rund um Assistenzhunde in Gesundheitseinrichtungen. Wenn der Zugang zu medizinischen Einrichtungen erschwert wird, kann das zu zusätzlichen Problemen führen.

Der Bericht macht deutlich, dass Menschen mit Behinderungen oft an mehreren Stellen gleichzeitig auf Hürden stoßen. Das kann Behördenverfahren betreffen, medizinische Versorgung, Mobilität oder den Zugang zu Unterstützungsangeboten.

Kontrollen in Einrichtungen

Die Volksanwaltschaft kontrolliert regelmäßig Einrichtungen, in denen Menschen leben oder betreut werden. Dazu zählen auch Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Ziel ist es, Gewalt, Missbrauch oder menschenrechtswidrige Zustände frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Im Jahr 2025 fanden insgesamt 423 Kontrollen statt. In 67 Prozent dieser Kontrollen wurden Beanstandungen festgestellt.

Zusammenarbeit mit Organisationen

Die Volksanwaltschaft arbeitet eng mit Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen. Mit Menschenrechtsorganisationen gibt es einen laufenden Austausch in einem Sounding Board. Im Mai veranstaltete sie außerdem ein NGO-Forum zum Thema „Human Rights First – trotz Sparpaket“.

Auch mit Organisationen von Menschen mit Behinderungen arbeitet die Volksanwaltschaft zusammen. Dabei geht es unter anderem um das Monitoring der Europäischen Menschenrechtskonvention und der UN-Behindertenrechtskonvention. Zudem sind NGOs im Menschenrechtsbeirat vertreten.

Bericht zeigt Handlungsbedarf

Der Jahresbericht 2025 macht deutlich, dass Menschen mit Behinderungen in Österreich weiterhin mit vielen Barrieren konfrontiert sind. Dazu zählen lange Wartezeiten, fehlende Barrierefreiheit, Schwierigkeiten bei Hilfsmitteln und Probleme beim Zugang zu Leistungen. Gleichzeitig zeigt der Bericht, wie wichtig eine starke und unabhängige Kontrolle der Verwaltung ist.

Service Links

Volksanwaltschaft

Bericht der Volksanwaltschaft: Kontrolle der öffentlichen Verwaltung 2025 (PDF)

Bericht der Volksanwaltschaft: Präventive Menschenrechtskontrolle 2025 (PDF)

Volksanwaltschaft

Empfehlungen der Volksanwaltschaft und ihrer Kommissionen (PDF)

Österreichischer Behindertenrat

Sidebar

euro-key

Inhaber*innen eines gültigen Bundesbehindertenpasses – mit entsprechender Zusatzeintragung, die den Bedarf bestätigt – oder eines gültigen Parkausweises für Menschen mit Behinderung nach § 29b StVO können beim Österreichischen Behindertenrat einen Euro-Key bestellen.

euro-key beantrageneuro-key Standorte in Österreich (pdf)

Der Österreichische Behindertenrat

Seit 1976 vertritt der Österreichischen Behindertenrat mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Die gesetzlich verankerte, parteipolitisch unabhängige Dachorganisation der Behindertenverbände in Österreich mit mehr als 85 Mitgliedsorganisationen setzt sich für die Umsetzung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes ein und fördert Barrierefreiheit und Gleichstellung auf nationaler, EU- und internationaler Ebene. Der Behindertenrat bereitet Vorschläge von Menschen mit Behinderungen auf, arbeitet in Gremien mit, pflegt Kontakte zur Wissenschaft und baut umfassende Dokumentationen zu Hilfsmitteln, Fachliteratur und sozialen Diensten auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Ankündigung der Fachkonferenz „Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen – Ursachen, Prävention und Schutz“ am 8. Oktober 2026 im ÖGB Catamaran. Logo des Österreichischen Behindertenrats.

Jahreskonferenz 2026

30. Juli 2026

Konferenz: Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen Ursachen, Prävention und Schutz

Gruppenfoto bei der Eröffnung der Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ im Haus der Geschichte Österreich. Zu sehen sind Monika Sommer, Kurt G. Beck, Volker Schönwiese, Martin Ladstätter, Christine Steger und Angela Wegscheider vor Ausstellungstafeln zur Geschichte der Behindertenbewegung. Ist dieses Gespräch bisher hilfreich?

Ausstellung „Rechte statt Almosen!“

29. September 2026

Am 29. September wurde im Haus der Geschichte Österreich die Ausstellung „Rechte statt Almosen!“ eröffnet. Sie erinnert an die Anfänge der organisierten Behindertenbewegung in Österreich vor 100 Jahren.

Teilnehmer*innen des 6. Grazer Inklusionslaufs mit T-Shirt, auf dem Inklusionslauf zu lesen ist

6. Grazer Inklusionslauf

28. September 2026

Beim 6. Grazer Inklusionslauf kamen Menschen mit und ohne Behinderungen im Grazer Augarten zusammen und setzten gemeinsam ein Zeichen für gelebte Inklusion.

Eine Frau sitzt mit überkreuzten Beinen und hält einen gedruckten Bericht mit dem Titel „10. Bericht Österreichs an die Vereinten Nationen zu CEDAW“ in den Händen. Auf dem Cover ist das Logo des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung zu sehen.

Webinar zum CEDAW-Prozess und zur Einbringung von Berichten

28. September 2026

Am 11. November 2026 informiert der Österreichische Behindertenrat in einem Online-Webinar über den CEDAW-Prozess und die Einbringung von Berichten zu Frauen mit Behinderungen.

Österreichischer Behindertenrat

1100 Wien, Favoritenstraße 111/11
dachverband@behindertenrat.at
Telefon +43 1 5131533

Vielen Dank für Ihre Spende:
Erste Bank: BLZ 20111
IBAN: AT34 2011 1000 0791 4849

Quicklinks

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Leicht Lesen
  • EuroKey

Unsere Social Media-Kanäle:

  • Facebook
  • Bluesky
  • LinkedIn
  • Instagram

© 2026 · Österreichischer Behindertenrat