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Startseite › Aktuelles › News › Projekt „Unsere Geschichte(n)“ startet am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Projekt „Unsere Geschichte(n)“ startet am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

5. August 2025

Das Projekt „Unsere Geschichte(n)“ fördert die Selbstermächtigung von Menschen mit Behinderungen in der Gedenk- und Bildungsarbeit – finanziert durch Licht ins Dunkel.

2 Männer und eine Frau stehen im Ausstellungsraum des Schloss Hartheim
Florian Schwanninger, Irene Zauner-Leitner und Arjun Pfaffstaller in und vor der Ausstellung „Wert des Lebens“ am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim. Diese Ausstellung soll durch zahlreiche Maßnahmen inklusiver gestaltet werden. Foto: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Oberösterreich wurde das inklusive Projekt „Unsere Geschichte(n)“ ins Leben gerufen. Durch die Förderung des Licht ins Dunkel-Fonds ist das Projekt für drei Jahre gesichert. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen aktiv in die Erinnerungsarbeit einzubeziehen und diese partizipativer sowie barrierefreier zu gestalten.

Mit konkreten Maßnahmen wie der Einführung von Leichter Sprache, taktilen Orientierungshilfen und inklusiven Sicherheitskonzepten setzt das Team neue Maßstäbe für eine barrierefreie Vermittlungsarbeit. Das Projekt verdeutlicht die Relevanz von Sichtbarkeit und Selbstermächtigung: Menschen mit Behinderungen werden als Expert*innen ihrer eigenen Geschichte wahrgenommen.

„Wenn wir über Erinnerungskultur sprechen, geschieht das häufig innerhalb von Institutionen“, erklärt Arjun Pfaffstaller, Projektmanager von „Unsere Geschichte(n)“. „Dieses Projekt ermöglicht es Menschen mit Behinderungen, sich aktiv und selbstbestimmt an der Erinnerung an ihre eigene Geschichte zu beteiligen. Das ist gelebte Inklusion – und ein bedeutender Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit.“

Aktive Beteiligung

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, Menschen mit Behinderungen unmittelbar in die Vermittlungsarbeit vor Ort einzubinden. „Wir möchten unser pädagogisches Team erweitern – und gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen Inhalte erarbeiten und vermitteln“, so Irene Zauner-Leitner, stellvertretende Leiterin des Lern- und Gedenkorts. Geplant sind Tandem-Modelle mit erfahrenen Guides, punktuelle Beteiligungen zu bestimmten Themen sowie eigenständige Vermittlungsformate.

Inklusive Erinnerungskultur

„Alle Menschen haben das Recht, sich mit Geschichte und Kultur auseinanderzusetzen“, betont Florian Schwanninger, Leiter des Lern- und Gedenkorts Hartheim. „Gerade für Menschen mit Behinderungen, denen in der NS-Zeit das Lebensrecht abgesprochen wurde, ist das Wissen um die eigene Geschichte ein fundamentales Menschenrecht. Mit diesem Projekt schaffen wir Räume, in denen diese Geschichte sichtbar gemacht und zugänglich vermittelt wird.“

9 Personen vor einem Schlosseingang
Das Team des Österreichischen Behindertenrats vor dem Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim. Foto: ÖBR
mehrere Personen im Innenhof des Schloss Hartheim
Das Team des Österreichischen Behindertenrats im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim. Foto: ÖBR
Ausstellung im Schloss Hartheim
Ausstellung „Wert des Lebens“ am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, Foto: ÖBR
Schilder bei der Ausstellung im Schloss Hartheim
Ausstellung „Wert des Lebens“ am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, Foto: ÖBR
Innenhof Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Innenhof Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, Foto: ÖBR

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