Zum internationalen Tag der humanitären Hilfe am 19. August 2026 machen die Anwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen, Christine Steger, und Licht für die Welt in einer Presseaussendung auf die Vulnerabilität von Menschen mit Behinderungen und älteren Personen aufmerksam.
Fehle die Inklusion, laufe die humanitäre Hilfe Gefahr, sehr viele Menschen zu übersehen, warnt Jacqueline Bungart, Expertin für inklusive humanitäre Hilfe bei Licht für die Welt. Behindertenanwältin Steger betont, dass Menschen mit Behinderungen von Anfang an mitgedacht werden müssen und dass die Datenlücke zu den Bedarfen von Menschen mit Behinderungen im Katastrophenfall geschlossen werden muss.
Engagement des Behindertenrat im Bereich der Katastrophenhilfe
Um diese Lücken zu schließen und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Katastrophenfall von Anfang an sicherzustellen, engagiert sich der Behindertenrat seit Jahren kontinuierlich bei zahlreichen Projekten und Veranstaltungen.
Zusammenarbeit mit Zivilschutzverband
Der Österreichische Behindertenrat unterstützt den Österreichischen Zivilschutzverband bei der Sammlung von Maßnahmenempfehlungen zur persönlichen Vorsorge mittels ZIVA APP.
Die Applikation für mobile Geräte wird derzeit entwickelt. Sie dient der individuellen Vorsorge und enthält Maßnahmenempfehlungen. Hier unterstützt der Behindertenrat bei der Entwicklung. Die App soll im September 2026 online gehen.
ZIVA – Deine Zivilschutz-App – Zivilschutzverband Österreich
Einzigartig in Europa: Österreich entwickelt Zivilschutz-App ‚ZIVA‘
INTERRG-Projekt mit Steiermark und Slowenien
Ziel des Projektes Interreg ist, Inklusion im Katastrophenmanagement auf Gemeindeebene aufzubereiten. In diesem Rahmen wird eine inklusive Katastrophenübung stattfinden.
Teilnahme an Veranstaltung mit Sozialministerium zu inklusivem Krisen- und Katastrophenmanagement.
Die nächste Sitzung wird Ende Oktober 2026 stattfinden.
Workshops mit Geosphere
Um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Katastrophenfall zu verbessern, fand im Februar 2024 ein Workshop mit Geosphere und neun Expert*innen mit Behinderungen statt. Mit großem Interesse nahmen auch Vertreter*innen vom Umweltbundesamt, der Region Pinzgau und dem Disaster Competence Network Austria-DCNA, einem Kompetenz Netzwerk zur Katastrophenvorsorge teil.
(siehe Menschen mit Behinderungen im Katastrophenschutz)
Hitzeaktionstag
Im Rahmen des diesjährigen Hitzeaktionstages veranstalteten GeoSphere Austria, Gesundheit Österreich GmbH und das Österreichische Rote Kreuz gemeinsam mit dem Österreichischen Behindertenrat ein Webinar zum Thema „Zuhause in der Hitze“. In diesem Webinar wurden Auswirkungen von Hitze auf den Alltag chronisch kranker Personen, Herausforderungen in Pflege und Betreuung, psychische Gesundheit und Hitze, die Hitzebelastungen von armutsbetroffenen Kindern und Familien und mögliche Lösungsansätze für mehr Schutz und Unterstützung diskutiert.
(siehe Zuhause in der Hitze)
Beteiligung an Klimaklage
Der Österreichische Behindertenrat beteiligt sich an der Klimaklage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
ÖBR-Beteiligung an Klimaklage vor EGMR – Österreichischer Behindertenrat
Weiterentwicklung der Inklusion beim Zivilschutz- Probealarm
Der Österreichische Behindertenrat unterstützte das Bundesministerium für Inneres (BMI) bei der Klärung der Frage: Erreichen die AT-Alert-Warnungen Menschen mit Behinderungen zuverlässig?
(siehe Zivilschutz-Probealarm: Fragen an Menschen mit Behinderungen)
Konferenz: Menschen mit Behinderungen und die Klimakrise
Im Herbst 2022 veranstaltete der Österreichische Behindertenrat eine Konferenz zum Thema „Klimakrise – Ohne uns keine Zukunft“.
(siehe Fachkonferenz: Klimakrise – Ohne uns keine Zukunft)
Stellungnahmen
In verschiedenen Bereichen hat der Österreichische Behindertenrat diverse Stellungnahmen verfasst.